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Die Bundeshauptstadt

Straßennamen, 10. Bezirk

A
Absberggasse seit 1875, bereits 1690 erwähnter Riedname ("In den Absbergen"), möglicherweise abgeleitet von "des Abtes Bergen" (Klosterbesitz)
Ada-Christen-Gasse seit 1968, Ada Christen (Christiane von Breden: 1844 bis 1901), Schriftstellerin (Roman "Jungfer Mutter", Gedichtsammlung "Lieder einer Verlorenen"), lebte ab 1891 verarmt und in Isolation in einer selbstangelegten Gärtnerei ("Einsamhof")
Adolf-Kirchl-Gasse seit 1959, Adolf Kirchl (1858-1936), Chorleiter, Musikerzieher, Komponist; Werke für Männer- und Frauenchöre; veröffentlichte auch Liedbücher für Volks- und Hauptschulen
Adolf-Unger-Gasse seit 1969, Adolf Unger (1904-1942; KZ Auschwitz), jüdischer Arbeiterschriftsteller (zeitkritische Gedichte)
Alaudagasse seit 1968, nach der römischen Legion "Alaudarum", deren Veteranendorf am Wienerberg lag
Alfred-Stix-Platz seit 1959, Alfred Stix (1882-1957), Generaldirektor der staatlichen Kunstsammlungen in Wien
Alma-Rose-Gasse seit 1969, Alma Rosé (1903-1940), berühmte Geigerin (gest. im KZ Birkenau)
Alpengasse seit 1869 (vorher: Aspanggasse), im Hinblick auf den letzten Ausläufer der Alpen (ungesicherte Deutung!)
Altdorferstraße seit 1936, Albrecht Altdorfer (1480-1538), Maler der Donauschule (sakrale Bilder), Kupferstecher, Baumeister
Alte Laaer Straße seit 1960, nach dem alten Straßenzug der Laaer Straße
Altes Landgut, 1981 nach dem Alten Landgut benannt, ursprünglich eine Ziegelei, ab 1834 Ausflugs- und Vergnügungslokal mit Casino, 1851 aufgelassen. Heute Verteilerkreis Favoriten.
Alxingergasse, 1875 nach dem Dichter Johann Baptist von Alxinger benannt.
Am Johannesberg seit 1989, Flurname
Amarantgasse seit 1957 (vorher: Randstraße), nach der gleichnamigen Pflanzengattung, die auch Fuchsschwanz (Amaranthus) heißt
Ampferergasse seit 1956, Otto Ampferer (1875-1947), Geologe; begründete 1906 die Unterströmungstheorie (Theorie über die Entstehung von Faltengebirgen)
An der Hölle seit 1944 (vorher: Schlesingerstraße), Flurname (abgeleitet von Höhle)
An der Kuhtrift seit 1987, Flurname
An der Ostbahn seit 1920, durch die Lage der Straße an der 1854 erbauten Ostbahn
Anders-Zorn-Weg seit 1951, Anders Zorn (1860-1920), schwedischer Kupferstecher, Maler
Angeligasse seit 1894, Heinrich von Angeli (1840-1925), Porträt- und Historienmaler; Leiter einer Spezialschule für Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien, u. a. Porträt von Bürgermeister Richard Weiskirchner (1917)
Anningerweg seit 1971, wegen der Aussicht nach dem gleichnamigen Berg
Anton-Balzer-Weg seit 1995, Anton Balzer (1811-1891), Gastwirt, liberaler Gemeinderat (1875-1881); Präsident des I. Vereins der Wiener Gastwirte "Harmonie"
Antonie-Alt-Gasse, Benennungsdatum: 4. Mai 2010, die Verkehrsfläche (Code Nr. 06624) in 1100 Wien, im Gebiet des neuen Hauptbahnhofes Wien, wird nach Antonie Alt (18. November 1884 bis 27. August 1963; Politikerin) in "Antonie-Alt-Gasse" benannt
Antonsplatz seit 1897, nach der dem hl. Antonius von Padua geweihten Antonskirche (errichtet von Franz R. Neumann um die Jahrhundertwende nach dem Vorbild der Markuskirche in Venedig)
Arnold-Holm-Gasse seit 1969, Arnold Holm (Pseudonym), Lyriker, gest. 1938, eines der ersten Opfer des NS-Terrors
Arsenalstraße, besteht seit 1872, ist nach der Revolution 1848 als Zentrum militärischer Macht über Wien erbaut und nach dem Militärischen Komplex des Arsenals benannt
Arthaberplatz seit 1890, Rudolf von Arthaber (1795-1867), Textilgroßhändler (Weltruf durch die von ihm erzeugten "Wiener Shawls"), Kunstsammler, Mitbegründer des Niederösterreichischen Gewerbevereins
August-Forel-Gasse seit 1932, Dr. August Forel (1848-1931), Schweizer Psychiater, Verdienste als Führer der Antialkoholbewegung
August-Kronberger-Gasse Benennungsdatum unbekannt, August Kronberger (1863 bis 1935), Gastwirt, Gemeinderat, Mühlenbesitzer in Oberlaa
August-Kronberger-Weg Benennungsdatum unbekannt, August Kronberger (1863 bis 1935), Gastwirt, Gemeinderat, Mühlenbesitzer in Oberlaa
August-Sigl-Straße seit 1989, August Sigl (1868 bis 1936), Bezirksvorsteher von Favoriten (1919 bis 1934)

B
Bahnlände, benannt nach ihrer Lage entlang der Donauländebahn.
Baron-Karl-Gasse, 1995 benannt nach dem Wiener Original Baron Karl.
Battiggasse, 1920 benannt nach dem Brückenbautechniker Anton Battig.
Bechergasse, 1971 benannt nach dem Juristen und Musikwissenschafter Alfred Julius Becher, der ein Hauptführer der Wiener Oktoberrevolution von 1848 war.
Beichlgasse, 1988 benannt nach dem Geologen und Grundwasserwissenschafter Karl Beichl, der unter anderem eine Thermenkarte von Wien erstellt hat.
Belgradplatz, 1900 benannt zur Erinnerung an die Eroberung Belgrads im Zuge der Türkenkriege, 1717 durch Prinz Eugen sowie 1789 durch General Laudon.
Benischkegasse, 1975 benannt nach Karl Benischke, der den Ausbau des ehemaligen Filmteichgeländes zu einem Erholungsgebiet (heute Kurpark Oberlaa) anregte.
Bergtaidingweg, 1968 benannt nach dem so genannten Bergtaiding, das bereits 1499 urkundlich erwähnt wurde und eine Gerichtsversammlung für Weinbauangelegenheiten war.
Berlepschgasse, 1958 benannt nach dem Flugpionier Franz Freiherr von Berlepsch.
Bernadottegasse, benannt nach Folke Bernadotte Graf von Wisborg, der Präsident des schwedischen Roten Kreuzes war, welches Österreich nach Ende des Zweiten Weltkrieges besonders unterstützte.
Bernhardtstalgasse, 1898 benannt nach der Ortschaft Bernhardtstal, die sich einst in der Nähe von Inzersdorf befand und nach ihrer Zerstörung im Zuge der Zweiten Wiener Türkenbelagerung verödete.
Berthold-Viertel-Gasse, 1959 benannt nach dem Schriftsteller und Burgtheaterregisseur Berthold Viertel.
Biererlgasse früher Neugasse
Birnbaumgasse 1959 nach Uriel Birnbaum (Lyriker und Buchillustrator) benannt
Bischofgasse, Benennungsdatum unbekannt, nach einem ehemaligen Bischofshof, der 1585 bis 1850 hier bestand
Bischofplatz , Benennungsdatum unbekannt, nach einem ehemaligen Bischofshof, der 1585 bis 1850 hier bestand
Bitterlichstraße, 1929 nach dem Maler und Bildhauer Eduard Bitterlich benannt.
Blaschkagasse, seit 2002, Dipl.-Ing. Walter Blaschka (1919-1989), Unternehmer; seit 1949 Funktionär der ÖVP Favoriten, Bezirksrat (1954 bis 1961), Gemeinderat (1961 bis 1973)
Bleichsteinerstraße, seit 1957, Dr. Robert Bleichsteiner (1891 bis 1954), Univ.-Prof. für Völkerkunde, 1945 Direktor des Museums für Völkerkunde; Orientalist, Ethnologe
Bleigasse, 1959 nach Franz Blei benannt.
Braheplatz, seit 1955, Tycho Brahe (1546 bis 1601), dänischer Astronom am Hofe Rudolfs II. in Prag, lebte lange Zeit in Wien
Brantinggasse, Hjalmar Branting (1860 bis 1925), schwedischer Friedensnobelpreisträger, 1889 Mitbegründer und 1907 bis 1925 Vorsitzender der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Schwedens, 1917/18 Finanzminister, 1920-1925 Ministerpräsident; Verdienste um die Linderung der Not in Österreich nach dem Ersten Weltkrieg
Braunspergengasse, seit 1897, Riedname
Brunnenweg, nicht amtliche Bezeichnung, Straßenname auch im 17. und 23. Bezirk vorhanden
Brunnweg, seit 1922, nach einem ehemaligen Brunnenhaus, das hier stand
Buchengasse seit 1872, wohl nach der Baumart (Fagus sylvatica), die allerdings auf dem Laaer Berg nicht heimisch ist
Bullgasse, seit 1955, Ole Bornemann Bull (1810 bis 1880), berühmter norwegischer Geiger
Burgenlandgasse, seit 1924, zur Erinnerung an die Einverleibung des Burgenlandes als Bundesland am 11. November 1921
Bürgergasse, seit 1872, Gottfried August Bürger (1747-1794), Dichter (Balladen, z. B. "Lenore")

C
Canettistraße, Benennungsdatum: 8. Juni 2010, die Verkehrsfläche (Code Nr. 06628) in 1100 Wien, im Gebiet des neuen Hauptbahnhofes Wien, wird nach Elias Canetti (Prof. Dr.phil. Elias Canetti; 25. Juli 1905 bis 14. August 1994; Schriftsteller) in "Canettistraße" benannt
Carl-Appel-Straße, seit 2003, nach Carl Appel (18. April 1911 bis 13. Februar 1997, Prof., Baurat h.c., Architekt)
Carl-Prohaska-Platz, seit 1959, Carl Prohaska (1869-1927), Komponist
Ceralegasse, seit 1959, Luigia Cerale (1859-1937), Tänzerin
Chiarigasse, seit 1932, Ottokar Freiherr von Chiari (1853-1918), Arzt, 1912 o. Univ.-Prof., Spezialist für Kehlkopferkrankungen
Clemens-Holzmeister-Straße, seit 2003, nach Clemens Holzmeister (27. März 1886 bis 13. Juni 1983, Prof., Architekt)
Collmanngasse, seit 1974, Ing. Alfred Collmann (1851-1937), Maschinenbauer, verbesserte die Dampfmaschinensteuerung
Columbusgasse, 1864 nach Christoph Columbus benannt.
Columbusplatz, 1864 nach Christoph Columbus benannt.
Computerstraße, 1979 nach der 1980 dort errichteten Computerfirma Philips Data Systems benannt.

D
Dampfgasse, seit 1862, im 19. Jhd. entstanden hier viele Fabriken, die mit Dampfmaschinen arbeiteten
Daumegasse, seit 1982, Dr. Friedrich Daume (1926-1977), Arzt, Präsident der Wiener Ärztekammer (1962 bis 1977)
Davidgasse, seit 1875, Johann David (1795-1869), Grundbesitzer, stiftete den Grund für diese Gasse (1862)
Dieselgasse, 1930 nach Rudolf Diesel benannt.
Doerenkampgasse, seit 1977, Konsul Hubert Wilhelm Doerenkamp (1882 bis 1972), Industrieller
Domaniggasse, seit 1934, Dr. Karl Domanig (1851-1913), Numismatiker, Tiroler Heimatdichter, unterrichtete in Wien
Donabaumgasse, seit 1957, Dr. Josef Donabaum (1861-1936), Historiker, Bibliothekar; 1917 Direktor der Hofbibliothek (Nationalbibliothek)
Dr.-Eberle-Gasse, seit 1971, Prim. Dr. Konrad Eberle (1903-1961), Kinderarzt; Mitbegründer der "Vereinigung österr. Drzte", Gemeinderat (ÖVP)

E
Eckertgasse, seit 1875, Karl Eckert (1820-1879), Komponist, Dirigent; Direktor des Kärntnertortheaters, "Regenerator" der Wiener Philharmoniker
Eckhelgasse, seit 1872, Josef Hilarius Eckhel (1737 bis 1798), Begründer der wissenschaftlichen Numismatik
Economogasse, seit 1932, Dr. Konstantin Economo (1876-1931), Neurologe; Verdienste auch auf dem Gebiet des Flugwesens, 1910-1927 Präsident des österreichischen Aero-Clubs
Eddagasse, seit 1955, Edda ist die bekannteste nordische Lieder-(Sagen-)Sammlung
Eibesbrunnergasse, seit 1900, Ulrich, der Eybesbrunner und Michael Eybesbrunner, beide Besitzer der Flur Eglsee
Eisenmengergasse, seit 1959, August Eisenmenger (1830-1907), Maler; 1872 Prof. an der Akademie der bildenden Künste (Arbeiten u. a. für Rathaus und Justizpalast)
Eisenstadtplatz, seit 1914, nach der Hauptstadt des Burgenlandes
Ellen-Key-Gasse, nach der schwedischen Reformpädagogin Ellen Key benannt
Emil-Fucik-Gasse, seit 2004, nach Emil Fucik (14. Mai 1912 bis 2. Dezember 1989; von 1966 bis 1977 Favoritner Bezirksvorsteher)
Emil-Hertzka-Platz, seit 1959, Emil Hertzka (1869-1932), Musikverleger
Emil-Ottenthal-Gasse, seit 1932, Dr. Emil von Ottenthal (1855 bis 1931), Historiker, Univ.-Prof.
Endlichergasse, seit 1932, Stephan L. Endlicher (1804-1849), Professor für Botanik (1840), Direktor des botanischen Gartens der Universität Wien (1839 bis 1849)
Enge Lucken, seit 1969, mundartlich für eine Bodenvertiefung in der Gegend
Erlachgasse, 1875 nach Johann Bernhard Fischer von Erlach benannt.
Erlachplatz, detto.
Ernst-Ludwig-Gasse, seit 1932, Dr. Ernst Ludwig (1842-1915), Prof. für medizinische Chemie, Förderer des Volksbildungswesens
Eschenallee, seit 1929, nach der Baumgattung (Fraxinus)
Eschenkogelgasse, seit 1965, nach dem Berg im Anningergebiet (649 m hoch)
Ettenreichgasse, nach Josef Ettenreich benannt, welcher das Attentat auf Kaiser Franz Josef vereitelte.
Eugenie-Fink-Gasse, seit 1969, Eugenie Fink (1891 bis ca. 1942; Abtransport ins KZ Minsk), Lyrikerin

F
Fatinitzaweg, seit 1953, nach der gleichnamigen Operette von Franz von Suppé
Favoritenstraße, seit 1903 (um 1734 Kaiserallee, auch Kaiserweg, später ein Teil Favoriten-Linienstraße und Kirchenplatz, im 10. Bezirk Wampersdorfer und Himberger Straße); nach dem kaiserlichen Lustschloss Favorita; die Straße wurde angelegt, um eine Verbindung zwischen dem Schloss und den kaiserlichen Gründen auf dem Laaer Berg zu schaffen
Favoritner Gewerbering, seit 1987, ringförmiger Zusammenschluss von vier Straßen, Ansiedlung von zahlreichen Gewerbebetrieben
Felix-Grafe-Gasse, seit 1968, Felix Grafe (1888 bis 1942, hingerichtet), Lyriker, Übersetzer
Ferdinand-Löwe-Straße, seit 1936 (1938-1947 Lachnerstraße), Ferdinand Löwe (1865-1925), Dirigent, Vorkämpfer für die Musik Anton Bruckners
Fernkorngasse, seit 1880, Anton Dominik Ritter von Fernkorn (1813 bis 1878), Bildhauer; Schöpfer der Reiterstandbilder auf dem Heldenplatz, des Beethovendenkmals und des "Löwen von Aspern"
Feßlergasse, seit 1958, Johann Baptist Feßler (1803 bis 1875), Bildhauer, schuf zahlreiche Porträtbüsten
Feuchterslebengasse, seit 1889, Dr. Ernst Freiherr von Feuchtersleben (1806-1849), Arzt, Publizist, Wegbereiter der Psychiatrie
Filmteichstraße, seit 1972, nach einem so benannten Teich im Erholungspark Oberlaa (dort wurden in der Ersten Republik Monumentalfilme gedreht)
Fingergasse, seit 1965, Josef Finger (1841-1925), 1878 ao. Prof. der reinen Mechanik und der graphischen Statistik an der Technischen Hochschule, 1888 bis 1890 Dekan, 1891 Rektor; Mitglied der Akademie der Wissenschaften
Fischhofgasse, seit 1979, Adolf Fischhof (1816-1893), Arzt, Vorkämpfer für die Demokratie in Österreich, trug mit seiner Rede am 13. 3. 1848 zur Entfaltung der Revolution bei
Fliederhof, keine Beschreibung vorhanden
Florian-Geyer-Gasse, seit 1932, Florian Geyer (ca. 1480-1525), fränkischer Ritter, spielte eine führende Rolle im Bauernaufstand 1524/25; am 9. 6. 1525 getötet
Fontanastraße, seit 1978, Oskar Maurus Fontana (1889-1969), Schriftsteller, Journalist, Verlagslektor, Präsident des österr. PEN-Clubs, baute die österreichische Buchgemeinschaft auf, Volksbildner
Franz-Jachym-Platz, seit 1992, Dr. Franz Jachym (1910-1984), Theologe, Univ.-Prof., Bischof, Erzbischof-Koadjutor, 1969 bis 1980 Generalvikar der Erzdiözese Wien; Verdienste um das kirchliche Bauwesen
Franz-Koci-Straße, seit 1968, Franz Koci (1899-1966), Gewerkschafter, 1945-1964 Gemeinderat (SPÖ), 1951 bis 1954 Stadtrat für Wohnungswesen, Bürger der Stadt Wien
Franz-Mika-Weg, seit 1997, Franz Mika (1879-1960), Komponist (Wienerlieder), leitete einige Jahrzehnte die "Mika-Schrammeln", auch sein Sohn war Berufsmusiker
Franzosenweg, Benennungsdatum unbekannt, zur Erinnerung an die französische Besatzung (1809)
Franz-Schreker-Gasse, seit 1959, Franz Schreker (1878-1934), Komponist, Leiter der Berliner Hochschule für Musik
Franz-Schuh-Gasse, seit 1906, Dr. Franz Schuh (1804-1865), Chirurg, Vorstand der Wiener Universitätsklinik, Reformer der Wiener medizinischen Schule
Friedhofstraße, Benennungsdatum unbekannt, nach dem Oberlaaer Friedhof, Straßenname auch im 14. Bezirk vorhanden
Friedrich-Adler-Weg, seit 1989, Friedrich Adler (1879-1960), linker Sozialdemokrat, Sohn von Victor Adler, erschoss 1916 aus Protest gegen den Krieg Ministerpräsident Graf Stürgkh; nach Freilassung später Univ.-Do z. in Zürich
Friedrich-Knauer-Gasse, seit 1930 (vorher: Patrubangasse), Dr. Friedrich Knauer (1850-1926), Zoologe, Direktor des Wiener Vivariums im Prater
Friedrich-Teller-Gasse, seit 1955, Friedrich Teller (1852-1913), Geologe (beschäftigte sich mit der Geologie der Karawanken)
Friesenplatz, seit 1897, Friedrich Friesen (1785 bis 1814), Mitgründer der deutschen Turnerbewegung; fiel in den napoleonischen Kriegen (1814)
Fritz-Pregl-Gasse, seit 1932, Dr. Fritz Pregl (1860-1930), Nobelpreisträger; Prof. der medizinischen Chemie in Graz
Frödenplatz, seit 1959, Adolf Fröden (1857-1932), Schauspieler, Schriftsteller
Fürstenhoferstraße, seit 1989, Karl Fürstenhofer (1899 bis 1965), 1946 bis 1964 Gemeinderat (SPÖ), 1950-1965 Obmann der Kleintierzüchter Österreichs; Angeklagter im Sozialistenprozess 1936
Fußweg, keine Beschreibung vorhanden, Straßenname auch im 21. Bezirk vorhanden

G
Gaißmayrgasse, seit 1930, Michael Gaißmayr (ca. 1490-1532), Anführer im Tiroler Bauernaufstand (1525 bis 1526), wollte mit seiner "Tiroler Landesordnung" eine demokratisch-protestantische Bauernrepublik schaffen
Gartengasse, Benennungsdatum unbekannt, nach Obstgärten in der Nähe des ehemaligen Grafenhofes, Straßenname auch im 5. und 14. Bezirk vorhanden
Gartenschaugasse, seit 1975, zur Erinnerung an die 2. Internationale Gartenschau (WIG II, 1974)
Gasparoneweg, seit 1965, Operette von Carl Millöcker (Erstaufführung 1884, Theater an der Wien)
Geißfußgasse, seit 1957, nach der Pflanze (Aegopodium)
Gellertgasse seit 1872, Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769), Fabel und Liederdichter ("Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre", von Beethoven vertont)
Gellertplatz seit 1875, Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769), Fabel und Liederdichter ("Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre", von Beethoven vertont)
Georg-Prentl-Gasse, Benennungsdatum unbekannt, Georg Prentl (1828 bis 1886), Bürgermeister von Unterlaa (1884-1886)
Georg-Wiesmayer-Gasse, Benennungsdatum unbekannt, Georg Wies mayer (1852-1936), Bürgermeister von Oberlaa (1886-1900)
Georg-Wilhelm-Pabst-Gasse, seit 1968, Georg Wilhelm Pabst (1885 bis 1967), bedeutender Filmregisseur
Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße, Benennungsdatum: 8. Juni 2010, Die Verkehrsfläche (Code Nr. 06626) in 1100 Wien, im Gebiet des neuen Hauptbahnhofes Wien, wird nach Gertrude Fröhlich-Sandner (25. April 1926 bis 13. Juni 2008; Politikerin, Pädagogin) in "Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße" benannt
Gimniggasse, seit 1959, Oskar Gimnig (1857 bis 1920), Schauspieler (1885 Carltheater, 1892 Burgtheater)
Göteborggasse, seit 1951, schwedische Hafenstadt
Götzgasse, seit 1862, Stephan Götz (1772 bis 1844), Hausbesitzer, Bandfabrikant, Mitglied des Äußeren Rates, beliebt wegen seines Engagements für Arme
Graffgasse, seit 1913, Johann Freiherr von Graff (1741-1807), Generalmajor; Verdienste im Kampf gegen die napoleonischen Truppen (1794/95)
Grenzackerstraße, 1971 nach dem bis 1874 hier führenden Grenzweg zwischen Wieden und Inzersdorf benannt, hieß bis 1894 Grenzgasse, dann Grenzackergasse.
Grenzstraße, nicht amtliche Bezeichnung, Grenze zwischen 10. und 11. Bezirk
Grohnergasse, seit 1993, Franz Grohner (eig. Zamastil, 1911 bis 1986), Komponist, Pianist, Textautor
Grundäckergasse, seit 1956 (vorher: Dorfgasse), alter Riedname
Gudrunstraße, seit 1900 (vorher: Geißelberger Weg, Simmeringer Straße, Berthagasse, Croatengasse), nach dem mittelhochdeutschen Epos "Gudrun" (13. Jahrhundert)
Gußriegelstraße, seit 1904, Flurname (1787 als "In Grußriefeln" [sic!] erwähnt)
Gutheil-Schoder-Gasse, seit 1961, Maria Gutheil-Schoder (1874-1935), Opernsängerin (gefeierte Mozartsängerin)

H
Hämmerlegasse, seit 1956, Theodor Hämmerle (1859-1930), Mitgründer des Wiener Konzertvereins, Mäzen, Textilindustrieller
Hantzenbergergasse, seit 1911, Jakob Hantzenberger (1718 bis 1799), Priester, Wohltäter (stiftete 50.000 Gulden für Waisenhäuser)
Hardtmuthgasse, seit 1894 (vorher: Franz-Josefs-Gasse und Rudolfsgasse), Joseph Hardtmuth (1752-1816), Bleistifterzeuger, kam 1786 nach Wien und brachte es vom Maurerlehrling zum Baudirektor, 1802 erfand er die keramische Bleistiftmine; 1829 stellte seine Fabrik 200.000 Dutzend Bleistifte her, das Verwaltungszentrum befand sich seit 1906 im 9. Bezirk, 1992 Übersiedlung ins Burgenland
Hasengasse, seit 1862, hier wurden noch um 1850 Hasenjagden abgehalten
Hasenöhrlstraße, seit 1956 (vorher: Schubertstraße), Dr. Friedrich Hasenöhrl (1874-1915), Physiker, Univ.-Prof.
Hauptweg, nicht amtliche Bezeichnung, Straßenname auch im 17. Bezirk vorhanden
Hausergasse, seit 1875, Georg Hauser, Baumeister zu St. Stephan (arbeitete im 15./16. Jhd. am Nordturm der Stephanskirche)
Hebbelgasse, 1869 nach Friedrich Hebbel benannt.
Hebbelplatz, 1913 nach Friedrich Hebbel benannt.
Hederichgasse, seit 1957, nach dem Pflanzennamen (für verschiedene Kreuzblütler)
Heimkehrergasse, seit 1957 (vorher: Vereinsgasse), nach der Siedlung "Heimkehrer"
Heinrich-Zeder-Weg, seit 2004, nach Heinrich Zeder (15. Juli 1903 bis 8. Dezember 1985; Kaplan, Seelsorger)
Hentzigasse, seit 1899, Heinrich Hentzi Ritter von Arthurm (* 24. Oktober 1785 Debrecen, Ungarn, † 21. Mai 1849 vor Ofen [in die Hände aufständischer Ungarn gefallen]). Generalmajor, er kämpfte 1848/1849 gegen die aufständischen Ungarn.
Hermann-Schöne-Platz, seit 1959, Hermann Schöne (1836-1902), Burgschauspieler
Herndlgasse, seit 1874, Paul Herndl, Gastwirt, letzter Ortsrichter von Wieden
Herogasse seit 1958, Gestalt aus Franz Grillparzers "Des Meeres und der Liebe Wellen"
Herschelgasse, seit 1955, Sir Friedrich Wilhelm Herschel (1738 bis 1822), englischer Astronom, entdeckte 1781 den Uranus; baute auch Fernrohre
Hertha-Firnberg-Straße, seit 2001, Dr. Hertha Firnberg (1909-1994), Bezirksrätin (1959-1963), Abg. zum NR (1963 bis 1983), Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung (1970 bis 1983); SPÖ
Herzgasse, 1874 nach dem Arzt, Wohltäter und Mitglied des Bezirksausschusses des 5. Bezirkes Dr. Rudolf Herz (1813-1873) benannt, hieß vorher Gerstlergasse
Heuberggstättenstraße, seit 1955, Riedname
Himberger Straße, Benennungsdatum unbekannt (verlängert 1964); alter Name der Favoritenstraße im 10. Bezirk; nach der Zielrichtung, der NÖ. Gemeinde Himberg, benannt
Hintere Liesingbachstraße, seit 1957 (vorher: Vösendorfweg und Liesingbachstraße), nach dem Liesingbach
Hintere Südbahnstraße, Benennungsdatum unbekannt, nach der 1841 errichteten Südbahn
Hintschiggasse, seit 1993, Komm.-Rat Dkfm. Alfred Hintschig (1919 bis 1989), Gemeinderat (1964 bis 1978), Stadtrat (1968-1973), Bundesrat (1978 bis 1985), Sozialdemokrat; arbeitete für ein Papiergroßhandelsunternehmen
Hofherrgasse, seit 1909 (vorher: Reisingergasse), Matthias Hofherr (1829 bis 1909), Industrieller; gründete im 10. Bezirk Fabriksanlagen für landwirtschaftliche Maschinen
Holbeingasse, seit 1898, Franz Ignaz Holbein, Edler von Holbeinsberg (1779 bis 1855), Burgtheaterdirektor (1841-1849), Direktor des Kärntnertortheaters (1848-1853), Textdichter, Maler, Schauspieler, Musiker
Holeyplatz, seit 1965, Karl Holey (1879-1955), Dombaumeister, Architekt; 1932-1938 Vorstand des Instituts für Geschichte der Technik, 1937/38 Rektor; 1938 als Christlichsozialer von den Nationalsozialisten suspendiert; 1946 neuerlich Rektor; leitete ab 1945 den Wiederaufbau des Stephandomes
Hollitzergasse, seit 1956, Carl Leopold Hollitzer (1874-1942), Maler, Karikaturist
Holzknechtstraße, seit 1932, Dr. Guido Holzknecht (1872-1931), Radiologe, bahnbrechende wissenschaftliche Publikationen, starb an Strahlenschädigungen
Hubert-Gsur-Gasse, seit 1969, Hubert Gsur (1912-1944), Lyriker, Widerstandskämpfer, im Landesgericht hingerichtet, gehörte der illegalen KPÖ an
Hugo-Meisl-Weg, seit 1989, Hugo Meisl (1881-1937), Schöpfer des Fußballwunderteams der 30er Jahre
Humboldtgasse, seit 1874, Alexander von Humboldt (1769-1859), Naturforscher (Astronom, Zoologe, Mineraloge, Physiker, Chemiker, Botaniker)
Humboldtplatz, seit 1874, Alexander von Humboldt (1769-1859), Naturforscher (Astronom, Zoologe, Mineraloge, Physiker, Chemiker, Botaniker)
Huppgasse, seit 1906, Anton Hupp (1827-1906), Wohltäter, Hausbesitzer; vermachte sein ganzes Vermögen dem 10. Bezirk für wohltätige Zwecke

I
Ignaz-Pleyel-Gasse, 1959 nach Ignaz Pleyel benannt.
Indigoweg, 1953 nach der Operette Indigo und die 40 Räuber von Johann Strauß (Sohn) benannt.
Innovationsstraße, 2006 nach dem neu in Favoriten entstehenden Technologiestandort benannt.
Inzersdorfer Straße, 1875 zur Wahrung des Ortsnamens Inzersdorf benannt, hieß vorher Kühberggasse.

J
Jagdgasse, seit 1862, hier fanden bis etwa 1860 noch Hasenjagden statt
Jarlweg, seit 1959, Otto Jarl (1856 bis 1920), Bildhauer (Tierbilder)
Jenny-Lind-Gasse, seit 1951, Jenny Lind (1820-1887), schwedische Opernund Konzertsängerin
Johann-Friedl-Gasse, seit ca. 1874, Johann Friedl (1822-1892), Oberlehrer in Oberlaa
Johannitergasse, seit ca. 1882, diese Gegend war einst im Besitz des Johanniterordens (Malteser)
Johann-Pölzer-Gasse, seit 1968, Johann Pölzer (1903-1964), Gewerkschafter, Gemeinderat (SPÖ), Obmann der SPÖ-Favoriten
Josef-Enslein-Platz, seit 1953, Josef Enslein (1870-1952), Schulreformer (Mitarbeiter von Otto Glöckel in der Ersten Republik), 1945 Unterstaatssekretär in der Regierung Renner
Jungbauerweg, seit 1989, Raimund Jungbauer (1876-1942), Seelsorger, Priester, Verdienste um die Ausgestaltung der Kirche St. Johannes auf dem Keplerplatz, Mitglied des Stadtschulrates
Jura-Soyfer-Gasse, benannt nach Jura Soyfer, einem politischen Schriftsteller der 1930er Jahre.

K
Kaistraße, Benennungsdatum unbekannt, Promenade entlang der Liesing
Karl-Diener-Gasse, seit 1932, Prof. Karl Diener (1862-1928), Paläontologe, Geologe, Alpinist, 1906 Prof. für Paläontologie an der Universität Wien, 1919 Dekan, 1922/23 Rektor
Karl-Popper-Straße, Benennungsdatum: 8. Juni 2010, die Verkehrsfläche (Code Nr. 06622) in 1100 Wien, im Gebiet des neuen Hauptbahnhofes Wien, wird nach Sir Karl Popper (Univ.-Prof. DDr. Karl Raimund Popper; 28. Juli 1902 bis 17. September 1994; Philosoph) in "Karl-Popper-Straße" benannt
Karmarschgasse, seit 1894 (vorher: Altmüttergasse), Karl Karmarsch (1803 bis 1879), Technologe, Chemiker; technischliterarische Publikationen
Karplusgasse, seit 1956, Dr. Paul Karplus (1866-1936), Arzt, Psychiater (Arbeiten über das Zentralnervensystem)
Kästenbaumgasse, seit 1956 (vorher: Bahnstraße), Riedname, siehe auch Kästenbaumtunnel, Unterführung Kurbadstraße
Katharinengasse, seit 1862; Herkunft nicht geklärt, vermutlich nach einer Besitzerin, die Gründe in der Gegend besaß und möglicherweise einige der Gemeinde überließ, siehe auch Katharinensteg
Käthe-Odwody-Gasse, seit 2004, nach Käthe Odwody (6. März 1901 bis 23. September 1943; Hilfsarbeiterin in der Ankerbrotfabrik, wh. in Wien 10; Widerstandskämpferin)
Keldorfergasse, seit 1959, Prof. Viktor Keldorfer (1873-1959), Chorleiter des Wiener Schubertbundes, Komponist, Dirigent; komponierte Chorund Kirchenmusik, Arbeitsverbot 1938 bis 1945 wegen Opposition zum Nationalsozialismus
Kempelengasse, seit 1935, Wolfgang Richard von Kempelen (1734 bis 1804), Dramatiker, Lyriker, Erfinder (z. B. Schachmaschine, Sprechmaschine, Druckereimaschine für den Blindenunterricht)
Kennergasse, seit 1925, Dr. Friedrich Kenner (1834-1922), Altertumsforscher (Erforscher des römischen Wien)
Keplergasse, seit 1862, Johannes Kepler (1571 bis 1630), Astronom, Mathematiker (von Rudolf II. nach Prag geholt, später in Linz); ihm verdanken wir u. a. das Fernrohr, siehe auch Kepler Tunnel
Keplerplatz, seit 1871, Johannes Kepler (1571 bis 1630), Astronom, Mathematiker (von Rudolf II. nach Prag geholt, später in Linz); ihm verdanken wir u. a. das Fernrohr
Kerschbaumgasse, seit 2002, Karl Kerschbaum (1953-1984), seit 1983 Revierinspektor, im Dienst verunglückt (tödlicher Schusswechsel mit einem Vorbestraften und Betrunkenen in der Quellenstraße bei einem Lokal)
Kiesewettergasse, seit 1887, Raphael Georg Kiesewetter Edler von Wiesenbrunn (1773 bis 1850), Musikschriftsteller, bedeutender Musikforscher
Kirchengasse, (Oberlaa), Benennungsdatum unbekannt, nach der Pfarrkirche Oberlaa (Kirche zum Heiligen Ägydius) in Oberlaa, die 1744–1746 von Mathias Gerl im Barockstil erbaut wurde, Straßenname auch im 7. Bezirk vorhanden
Kirsteweg, seit 1970, Dr. Leo Kirste (1892-1965), Prof. für Flugzeugbau
Kittelsengasse, seit 1955, Theodor Kittelsen (1857-1914), norwegischer Maler
Kiurinagasse seit 1959 nach Berta Kiurina (1882-1933), Opernsängerin
Klasterskygasse, seit 1971, Dr. Wilhelm Klastersky (1880-1961), Jurist, Kabinettsdirektor der Präsidentschafts kanzlei (unter Miklas, Renner, Körner), Präsident des Alterthumsvereins zu Wien
Klausenburger Straße, seit 1914, nach Klausenburg, der Stadt in Siebenbürgen (heute Cluj in Rumänien)
Klederinger Straße, seit 1956 (vorher: Hauptstraße), nach der Gemeinde Kledering in Niederösterreich
Klemens-Dorn-Gasse, seit 1960, Klemens Dorn (1874-1948), Favoritner Heimatforscher, Schuldirektor
Knöllgasse, seit 1893, Johann Heinrich Knöll (1806 bis 1891), Bezirksvorsteher von Favoriten (1883 bis 1887), Fleischhauer, zu seiner Zeit einer der größten Grundbesitzer von Favoriten
Köglergasse, seit 1956, Karl Kögler (1855-1935), erster Direktor der Arbeiterunfallversicherungsanstalt für Wien und Niederösterreich
Koliskogasse, seit 1929, Dr. Alexander Kolisko (1857-1919), Professor der Anatomie an der Wiener Universität, Pathologe, Gerichtsmediziner
Kolowratgasse, seit 1975, Alexander Sascha Graf Kolowrat-Krakowsky; gründete mit seinem ererbten Vermögen die Sascha-Filmfabrik; war auch Flugpionier
Kornauthgasse, seit 1972, Dr. Egon Kornauth (1891 bis 1954), Komponist (Kammermusik, Lieder)
Kossmatplatz, seit 1955, Dr. Franz Kossmat (1871 bis 1938), Geologe (Abhandlungen über die Kalkalpen)
Kreuzgasse, Benennungsdatum unbekannt; verbindet die Liesingbachstraße und die Scheunenstraße, Straßenname auch im 17. und 18. Bezirk vorhanden
Kronawettergasse, seit 1924, Dr. Ferdinand Kronawetter (1830-1913), Magistratsbeamter, Reichsratsabgeordneter; trat für die sozialen Interessen der Arbeiterschaft ein; als Beamter Verdienste um den Bau der 1. Wr. Hochquellenwasserleitung und die Anlegung des Zentralfriedhofes; 1896 bis 1902 niederösterreichischer Landtagsabgeordneter; parteilos
Kudlichgasse, seit 1872, Dr. Hans Kudlich (1823-1917), Reichstagsabgeordneter 1848, sein Antrag auf Abschaffung der Grunduntertänigkeit leitet die endgültige Bauernbefreiung ein
Kundratstraße, seit 1897, Dr. Hans Kundrat (1845-1893), Pathologe, schrieb mehrere medizinische Fachbücher
Kurbadstraße, seit 1972, führt zum Kurmittelhaus Oberlaa
Kurt-Tichy-Gasse, seit 2004, nach Kurt Tichy (17. August 1925 bis 20. Juni 1999; Kommerzialrat; Unternehmer, Speiseeiserzeuger)

L
Laaer Wald, seit 1920, nach der Lage zum Laaer Wald
Laaer-Berg-Straße, 1956 nach dem Laaer Berg benannt, hieß vorher Laaer Straße und Wiener Straße.
Laaer-Wald-Straße, seit 1920, nach der Lage zum Laaer Wald
Laimäckergasse, seit 1875, Flurname (weist auf lehmigen Grund hin)
Laimgrubengasse, seit 1862 (vorher: Große und Kleine, dann Obere und Untere Pfarrgasse), nach den Lehmgewinnungsstätten in der ehemaligen Vorstadt Laimgrube
Landgutgasse, seit 1866, zur Erinnerung an das "Alte Landgut", urspr. eine Ziegelei, ab 1834 Ausflugsund Vergnügungslokal (Tanzlokal, Kasino), 1851 sukzessive aufgelassen, heute Verteilerkreis Favoriten
Langsulzgasse, seit 1957 (vorher: Sportweg), Flurname
Laplacegasse, seit 1955, Pierre Simon Laplace (1749-1827), französischer Astronom, Mathematiker
Laubenweg, nicht amtliche Bezeichnung
Laubeplatz, seit 1891, Heinrich Laube (1806-1884), schlesischer Journalist, Wortführer des "Jungen Deutschland", später Burgtheaterdirektor
Laxenburger Straße, 1892 nach der 1703 errichteten Verbindung zwischen Wien und dem Schloss Laxenburg (siehe auch Laxenburg), hieß von 1946 bis 1956 Tolbuchinstraße.
Lecherweg, seit 1960, Dr. Ernst Lecher (1856 bis 1926), Physiker (Radiotechnik)
Leebgasse, seit 1894 (vorher: Richardgasse), Anton Joseph Edler von Leeb (1769-1837), Bürgermeister von Wien (1835-1837), Magistratsbeamter; Verdienste während der napoleonischen Kriege
Lehmgasse Benennungsdatum unbekannt; verlängert 1989, deutet auf einstmals lehmigen Boden hin
Leibnizgasse, seit 1871, Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibniz (1646 bis 1716), Philosoph, Gelehrter
Leopoldsdorfer Straße, Benennungsdatum unbekannt, führt nach dem gleichnamigen Ort in NÖ
Libussagasse seit 1958, Drama von Grillparzer und Hauptfigur darin
Liesingbachstraße, seit 1953, nach dem gleichnamigen Liesingbach, an dessen Ufer die Straße verläuft
Lindkogelgasse, seit 1964, nach dem gleichnamigen Berg bei Baden, 834 m hoch
Lippmanngasse, seit 1932, Dr. Gabriel Lippmann (1845 bis 1921), Experimentalphysiker, Nobelpreisträger, Prof. für Experimentalphysik
Löwyweg, seit 1996, Jacob Löwy (1859-1942, KZ Theresienstadt), Ziegelwerkbesitzer, Architekt, Stadtbaumeister
Ludwig-von-Höhnel-Gasse, 1958 nach dem Afrikaforscher Ludwig von Höhnel benannt.
Lundgasse, nach der gleichnamigen Stadt in Südschweden

M
Macholdastraße, seit 1989, Vinzens Macholda (1898-1973), Präsident des Zentralverbandes der Kleingärtner, Präsident der "Grünen Internationale"
Maiklgasse, seit 1959, Georg Maikl (1872-1951), Tenor an der Staatsoper
Maillygasse, seit 1959, Anton Mailly (1874-1950), Kulturhistoriker; Publizist
Malborghetgasse, seit 1911, zur Erinnerung an die Verteidigung des Passes von Malborghet in den napoleonischen Kriegen (1809)
Malmögasse, seit 1951, nach der gleichnamigen schwedischen Stadt
Männertreugasse, seit 1957 (vorher: Feldgasse), nach der Pflanzengattung (Eryngium)
Mannhartgasse, seit 1862, Flurname
Mannschildgasse, seit 1957 (vorher: Simmeringer Gasse), nach der Pflanzengattung (richtig: Mannsschild)
Marconiweg, seit 1960, Gugliemo Marconi (1874 bis 1937), italienischer Physiker, Nobelpreis 1909, Erfinder der drahtlosen Telegraphie
Margaretengürtel, seit 1894 (vorher: Gaudenzdorfer und Wiedner Gürtel), nach dem ehemaligen Vorort Margareten; selbstständige Gemeinde 1380 bis 1850, benannt nach einer der hl. Margareta von Antiochia geweihten Kapelle
Maria-Kuhn-Gasse, seit 2003, nach Maria Kuhn (27. Mai 1925 bis 10. Oktober 1989, Politikerin, Gemeinderätin, Abgeordnete zum Wiener Landtag)
Maria-Rekker-Gasse, seit 1996, Maria Rekker (1902 bis 1991), Bezirksrätin (1964-1969), ÖVP; im Bezirk besonders sozial engagiert ("Engel der Favoritner Arbeitslosen")
Martin-Luther-King-Park (Triester Straße/Kundratstraße), nach dem amerikanischen Friedensnobelpreisträger Dr. Martin Luther King
Max-Fleischer-Gasse, seit 1968, Max Fleischer (1880 bis ca. 1940, im KZ ermordet); Übersetzer, Lyriker, Essayist
Max-Mauermann-Gasse, seit 1955, Max Mauermann (1868-1929), erster Hersteller von nicht rostendem Stahl (1913)
Medeagasse seit 1958, Hauptgestalt aus Grillparzers Dramentrilogie "Das goldene Vlies"
Migerkastraße, seit 1932, Dr. Franz Migerka (1828-1915), Zentralgewerbeinspektor, Mitbegründer des Wiener Volksbildungsvereines
Moritz-Seeler-Gasse, seit 1969, Moritz Seeler (1880 bis 1943), Lyriker, Theaterdirektor; im KZ ermordet
Moselgasse, seit 1974, Ignaz von Mosel (1772-1844), Komponist, Musikhistoriker
Mühlstraße, Benennungsdatum unbekannt, nach der Dachlermühle in Oberlaa
Muhrengasse, seit 1875, Flurname ("In den Muhren")
Munchgasse, seit 1955, Edvard Munch (1863 bis 1944), norwegischer Maler (Expressionist, "Der Schrei")
Munchplatz, seit 1955, Edvard Munch (1863 bis 1944), norwegischer Maler (Expressionist, "Der Schrei")
Mundygasse, benannt nach Dr. Jaromir Freiherr von Mundy, einem der Mitbegründer der "Wiener Freiwilligen Rettungsgesellschaft"
Munthegasse, seit 1955, Gerhard Munthe (1849-1929), norwegischer Maler (Impressionist)
Murbangasse, seit 1992, Marie Murban (1899 bis 1984), Verkäuferin, Inhaberin eines Lebensmittelgeschäftes, führende Favoritner Widerstandskämpferin während der NS-Zeit, 1946 bis 1950 Bezirksrätin (SPÖ), Mitglied des Favoritner Parteivorstandes (SPÖ)
Muriel-Gardiner-Buttinger-Platz (US-Amerikanerin, engagierte sich 1934 im österreichischen Widerstandskampf), siehe Alois Buttinger

N
Naderstraße, seit 1955, Franz Nader (1865-1947), Maurer, Mitbegründer der Bauarbeitergewerkschaft ("Verein der Bauarbeiter für die im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder"), die 1891 ihren ersten Kongress in Wien abhielt; Redakteur der gewerkschaftlichen Fachblätter der Bauarbeiter
Neilreichgasse - nach dem österreichischen Botaniker August Neilreich (1803-1871)
Neuburgergasse, seit 1969 (vorher Teil der Columbusgasse), Dr. Max Neuburger (1868-1955), Arzt, Historiker der Wiener medizinischen Schule
Neugrabenstraße, Benennungsdatum unbekannt, Flurname
Neusetzgasse, seit 1874, Weingartenried (nach 1683 wurden neue Weinkulturen angelegt, daher auch "In der Neusetz")
Nielrosenweg, seit 1965, nach der Rosensorte

O
Obere Grenzgasse, Benennungsdatum unbekannt, nach der Lage an der Stadtgrenze
Ober-Laaer Platz, seit 1954 (vorher: Hauptplatz), zur Wahrung des Ortsnamens (der selbstständige Ort Oberlaa wurde bereits geringfügig 1890 an Wien angeschlossen, die komplette Eingemeindung erfolgte 1954)
Oberlaaer Straße, seit 1954 (vorher: Hauptstraße), siehe Ober-Laaer Platz
Olaus-Petri-Gasse, seit 1951, Olaus Petri (1493-1552), Reformator (Schüler Luthers), Begründer der schwedischen Schriftsprache, siehe auch Olaus Petri Steg
Oppenheimgasse, seit 1929 (1938 bis 1945: Hauckgasse), Dr. Samuel Oppenheim (1857-1928), Prof. für Astronomie an der Wr. Universität (1911)
Oppenheimweg, seit 1960, siehe Oppenheimgasse
Ordengasse, seit 1864, diese Gegend befand sich im Besitz des Johanniterordens
Otto-Geißler-Platz, seit 1997, Otto Geißler (1930-1995), Schausteller im Böhmischen Prater, geschäftsführender Obmann des Klubs Monte Laa
Otto-Probst-Platz, seit 1989, siehe Otto-Probst-Straße
Otto-Probst-Straße, seit 1987, Otto Probst (1911-1978), Sozialdemokrat; 1939 von der Gestapo verhaftet und bis 1943 im KZ Buchenwald inhaftiert; 1945 führende Rolle beim Wiederaufbau der Partei in Favoriten, Bezirksobmann der SPÖ 1945-1977; 1945-1978 Nationalratsabgeordneter, 1970-1978 Dritter Präsident des Nationalrates; 1963-1966 Bundesminister für Verkehr und Elektrizitätswirtschaft
Otto-Willmann-Gasse, seit 1974, Dr. Otto Willmann (1839-1920), Philosoph, Pädagoge

P
Palisagasse, seit 1929, Dr. Johann Palisa (1848-1925), Astronom, Vizedirektor der Wiener Sternwarte
Paltramplatz, seit 1895, nach dem gleichnamigen Altwiener Bürgergeschlecht; besaß im 13. Jahrhundert ein Schloss in Unterlaa; Paltram vor dem Freithof besaß 1260-1276 eine bürgermeisterähnliche Stellung; das Geschlecht erlosch 1574
Passinigasse, seit 1957, Dr. Paul Passini (1881 bis 1956), Maler (Bilder von Favoriten)
Patrubangasse, seit 1899 (vorher: Steinackergasse), Dr. Franz von Patruban (1849-1897), Notar, Obmann des Favoritner Ortsschulrates, Verdienste um den Aufbau von Favoriten
Per-Albin-Hansson-Straße seit 1951, Per Albin Hansson (1885-1949), schwedischer Ministerpräsident, 1925 bis 1946 Vorsitzender der schwedischen Sozialdemokratie, Begründer des schwedischen Reformkurses und Verfechter der Neutralität; hatte 1945 entscheidenden Anteil an der Einleitung von Hilfsaktionen für das hungernde Wien
Pernerstorfergasse, seit 1919 (vorher ab 1864 Eugengasse), Engelbert Pernerstorfer (1850-1918), Sozialpolitiker, Reichsratsabgeordneter; setzte sich für die Arbeiterbildung ein; mit Victor Adler führender Kopf der Sozialdemokratie, siehe auch Pernerstorfer Steg
Pichelmayergasse seit 1965, Karl Pichelmayer (1868-1914), Elektrotechniker, Prof. an der TH
Pickgasse, seit 1993, Karl Pick (1867 bis 1938), Gewerkschafter (1895-1934 Obmann des Zentralvereins der kaufmännischen Angestellten); 1919-1934 Nationalratsabgeordneter, Vorstandsmitglied im Bund Freier Gewerkschafter, Sozialdemokrat
Pirchangasse, seit 1959, Emil Pirchan (1884 bis 1957), Bühnenbildner, Maler, Architekt
Planetengasse, seit 1866, Benennung erfolgte in Zusammenhang mit der Keplergasse (Kepler stellte die Bewegung der Planeten um die Sonne fest)
Poestiongasse, seit 1953, Dr. Josef Poestion (1853-1922), Sprachgelehrter (beschäftigte sich mit dem nordischen Schrifttum)
Popovweg, seit 1960, Alexander Stefanowitsch Popov (1859-1906), russischer Physiker
Puchsbaumgasse, seit 1872, Hans Puchsbaum (1390 bis 1454), 1446-1454 Dombaumeister, arbeitete an der Einwölbung des Langhauses des Stephansdomes und begann mit dem Bau des zweiten Turmes
Puchsbaumplatz, seit 1875, siehe Puchsbaumgasse

Q
Quellenstraße, 1874 benannt, hieß davor Quellengasse
Quellenplatz, 1874 nach dem im selben Jahr errichteten Wasserbehälter der 1. Wiener Hochquellenwasserleitung benannt

R
Raaber-Bahn-Gasse, 1862 nach der danebenliegenden Raaber Bahn benannt, heute Ostbahn.
Rädda-Barnen-Platz, 1950 nach dem schwedischen Kinderhilfswerk Rädda Barnen benannt, welches Hilfe für Wiener Kinder nach dem Zweiten Weltkrieg organisierte.
Radnitzkygasse seit 1958, Carl Radnitzky (1818 bis 1901), Medailleur, Bildhauer
Ramsaygasse seit 1932, Sir William Ramsay (1852 bis 1916), englischer Chemiker, Nobelpreisträger; entdeckte das Argon, Helium, Neon und Xenon
Randhartingergasse seit 1896, Benedikt Randhartinger (1802 bis 1893), Hofkapellmeister, Komponist; zählte zum Freundeskreis von Schubert
Ranzonigasse seit 1963, Hans Ranzoni (1868 bis 1956), Maler; 1919/20 und 1929 bis 1937 Präsident des Wiener Künstlerhauses
Raxstraße, 1932 nach der Rax, dem Hausberg der Wiener benannt.
Rechberggasse seit 1911, Johann Bernhard von Rechberg und Rothenlöwen (1806 bis 1899), Diplomat, Außenminister (1859-1864)
Reichenbachgasse seit 1911, Carl Freiherr von Reichenbach (1788-1869), Industrieller, Forscher, Entdecker (erfand u. a. das Paraffin); kam 1831 nach Wien und führte ein merkwürdiges Leben auf dem Schloss Cobenzl ("Der Zauberer vom Cobenzl")
Reifentalgasse seit 1964, Riedname
Reisingergasse seit 1896 (urspr. Geiselberggasse, dann bis 1896 Staatsbahngasse), Kasimir Reisinger (1824 bis 1893), Gemeinderat (1881-1887), Gründer des ersten Kindergartens in Favoriten
Remystraße, seit 1956 (vorher: Grünstraße), Ludwig Gabriel von Remy (1776-1851), Architekt, Direktor der Hofbaudirektionskanzlei
Reumannplatz, 1925 nach dem Wiener Bürgermeister Jakob Reumann benannt, hieß davor ab 1872 Bürgerplatz.
Ricarda-Huch-Weg, seit 1974, Ricarda Huch (1864 bis 1947), deutsche Dichterin (Romane, Novellen, Lyrik), versuchte eine Synthese zwischen Neuromantik und Realismus
Rickard-Lindström-Gasse, seit 1951, Rickard Lindström (1894 bis 1950), schwedischer Politiker, Journalist (Sozialschriftsteller)
Rieplstraße, seit 1904, Franz Xaver Riepl (1790-1857), Professor am Wiener Polytechnikum, Eisenbahnpionier
Ringofenweg, seit 1993, nach dem Ringofen = Ziegelbrennofen in den ehemaligen Wienerberger Ziegelwerken
Rissaweggasse, seit 1911, Josef Rissaweg (1844 bis 1911), Bezirksvorsteher von Favoriten (1890/91), Gemeinderat (1890 bis 1911), Stadtrat (1895 bis 1911)
Rosiwalgasse, seit 1953, Dr. August Rosiwal (1860 bis 1923), Geologe
Rotdornallee, seit 1929, nach der Bepflanzung der Allee (rotblühende Gartensorte des Weißdorns, Crataegus)
Rotenhofgasse seit 1875 (ein Teil bis 1894 Redtenbachergasse), nach einem ehemaligen Jagdschlösschen, von Kaiser Karl VI. neu erbaut, genannt das "Röthelhaus" oder der "Rote Hof"
Rothneusiedler Gasse, Benennungsdatum unklar, nach der einstigen Ortschaft, 1954 eingemeindet
Roubiczekgasse, seit 1970, Lilli Roubiczek (1898 bis 1966), Kinderpädagogin
Rudolf-Friemel-Gasse, seit 2004, nach Rudolf Friemel (10. Mai 1907 bis 30. Dezember 1944; gelernter Kraftfahrzeugmechaniker, wh. in Wien 10; Widerstandskämpfer)
Rudolfshügelgasse, seit 1961, nach einer gleichnamigen Gaststätte, 1859 errichtet
Rudolf-Skodak-Gasse, seit 1992, Rudolf Skodak (1905 bis 1986), Bezirksrat (1954-1971), 1964 bis 1971 Bezirksvorsteherstellvertreter (ÖVP)
Rustenfeldgasse, Benennungsdatum unbekannt, Flurname

S
Sahulkastraße seit 1932, Dr. Josef Sahulka (1857 bis 1927), Professor der Elektrotechnik an der Wr. Technischen Hochschule (1903), Elektrotechniker
Saligergasse, seit 1965, Rudolf Saliger (1873-1958), Pionier des Stahlbetonbaus, Prof. an der Technischen Hochschule (1910-1933), Bauberater der Gemeinde Wien (1927-1934)
Salvatorianerplatz, seit 1901, nach Kirche und Kloster der Salvatorianer
Sanzingasse, seit 1942, Dr. Rudolf Sanzin (1874 bis 1922), Eisenbahntechniker, Prof. für Lokomotivbau an der Technischen Hochschule in Wien
Sapphogasse, 1958 nach Sappho, der Hauptfigur in Grillparzers gleichnamigem Drama, benannt
Saßmanngasse, seit 1958, Hans Saßmann (1882-1954), Bühnenschriftsteller, Theaterkritiker, Erzähler
Schautagasse, seit 1929, Dr. Friedrich Schauta (1849-1919), Univ.-Prof. für Gynäkologie (1884 Innsbruck, 1887 Prag, 1891 Wien)
Scheugasse, seit 1919 (vorher: Goethegasse), Josef Franz Georg Scheu (1841 bis 1904), Komponist (vertonte u. a. das "Lied der Arbeit"), Redakteur der "Österreichischen Musikerzeitung", gründete 1878 den "Arbeiter-Sängerbund-Wien"; gewerkschaftlich engagiert
Scheunenstraße, Benennungsdatum unbekannt, nach hier einst befindlichen Scheunen
Schleiergasse, 1869 so benannt, Herkunft unklar; möglicherweise nach einem ehemaligen Besitzer von Gründen in dieser Gegend
Schönygasse, seit 1981, Heinrich Schöny (1881 bis 1965), Komponist, Pädagoge
Schrankenberggasse, seit ca. 1874/75, Flurname
Schröttergasse seit 1876, Anton Schrötter Ritter von Kristelli (1802 bis 1875), Chemiker, Mineraloge, entdeckte den amorphen Phosphor
Schwarzerweg, keine Beschreibung vorhanden, Straßenname auch im 21. Bezirk vorhanden
Schwarzgrubergasse, seit 1956 (vorher: Blindengasse), Rudolf Schwarzgruber (1900-1943), Alpinist
Sedlacekweg seit 1989, Josef Sedlacek (1905 bis 1983), Betriebsratsobmann der Wienerberger Ziegelwerke, sozialdemokratischer Widerstandskämpfer
Segnerstraße, seit 1956 (vorher: Simmeringer Straße), Prof. Johann Andreas Segner (1704-1777), deutscher Physiker, Erfinder des "Segnerischen Wasserrades" (Vorläufer der Turbine)
Selma-Lagerlöf-Gasse, Benennungsdatum unbekannt, Selma Lagerlöf (1858 bis 1940), schwedische Dichterin, Literaturnobelpreis 1904
Senefeldergasse, seit 1871, Alois Senefelder (1771 bis 1834), Erfinder des Steindruckes (Lithographie); Buchdrucker, Schauspieler, Schriftsteller
Senfgasse, seit 1957, nach der Pflanze (Sinapis)
Servaesgasse, seit 1959, Franz Servaes (1862-1947), Schriftsteller, Journalist (Feuilletonist für die "Neue Freie Presse")
Sibeliusstraße, seit 1959, Jan Sibelius (1865-1957), finnischer Komponist (sinfonische Dichtungen)
Siccardsburggasse, 1875 nach August Sicard von Sicardsburg benannt, ein Teil hieß bis 1894 Heinrichgasse.
Sickingengasse, seit 1930, Franz von Sickingen (1481-1523), Führer im fränkischen Ritteraufstand 1522/23
Sindelargasse, seit 1960, Matthias Sindelar (1903-1939), genannt der "Papierene"; Fußballer; Kapitän des legendären Wunderteams der 30er Jahre
Sindinggasse, seit 1955, Christian Sinding (1856-1941), norwegischer Komponist (Orchesterwerke)
Soesergasse, seit 1959, Ferdinand Soeser (1872 bis 1937), Vorstand des Wiener Schubertbundes
Sonnleithnergasse, seit 1890, Dr. Ignaz Sonnleithner (1770 bis 1831), Schriftsteller, Jurist, gründete die Allgemeine Versorgungsanstalt
Sonnwendgasse, seit 1870, zur Erinnerung an die Sonnwendfeiern, die früher am 21. Juni abgehalten wurden
Spitzyweg, seit 1998, Univ.-Prof. Dr. Hans Spitzy (1872-1956), Orthopäde in Graz und ab 1913 in Wien, rund 200 wissenschaftliche Veröffentlichungen
Starkegasse, seit 1942, Dr. h.c. Gustav Starke (1832 bis 1917), Pionier der Feinmechanik
Staudiglgasse, seit 1872, Josef Staudigl (1807-1861), Opernsänger
Stefan-Fadinger-Platz seit 1938 (1930 bis 1935 Fadingerplatz, 1935 bis 1938 Liebfrauenplatz), Stefan Fadinger (gest. 1626), Führer der oberösterreichischen Bauern im Aufstand von 1626. Auf Hausnummer 1 befindet sich die Pfarre Maria vom Berge Karmel
Steineichengasse, seit 1957 (vorher: Brunnengasse), nach der Baumart, die richtig Trauben-Eiche heißt (Quercus petraea)
Steinschötelgasse, seit 1957 (vorher: Siedlergasse), angeblich nach einer Pflanzenart, die jedoch nicht identifizierbar ist
Stella-Kadmon-Weg, seit 2003, nach Stella Kadmon (16. Juli 1902 bis 15. Oktober 1989, Schauspielerin, Chansonniere, Kabarettistin, Kabarett- und Theater-Direktorin)
Steudelgasse, seit 1875, Johann Heinrich Steudel (1825-1891), Vizebürgermeister von Wien (1882 bis 1891), erster Bezirksvorsteher von Favoriten (1875-1883), Gemeinderat (1861 bis 1891), Gasthausbesitzer
Stinygasse, seit 1956, Josef Stiny (1880-1958), Geologe, Prof. an der Technischen Hochschule in Wien
Stockholmer Platz, Benennungsdatum unbekannt, nach der Hauptstadt von Schweden
Suchenwirtplatz, seit 1875, Peter Suchenwirt (gest. 1395), berühmter Wappendichter (Beschreibung von Wappen und Verherrlichung fürstlicher Personen)
Südrandstraße, seit 1973, Randstraße der Siedlung Blumental
Südtiroler Platz, seit 1927 (1898 bis 1927 Favoritenplatz), zur Erinnerung an das einst österreichische Südtirol

T
Tegnergasse, Benennungsdatum unbekannt, Esaias Tegnér (1782-1846), schwedischer Dichter; 1812 Prof. für Gräzistik, 1824 Bischof von Växjö; Epos "Frithiofs Saga"
Teichgasse, Benennungsdatum unbekannt, führt zum ehemaligen Rothneusiedler Teich, Straßenname auch im 17. Bezirk vorhanden
Tesarekplatz, seit 1989, Prof. Anton Tesarek (1896 bis 1977), Leiter des Jugendamtes der Stadt Wien, Mitbegründer der Roten Falken, Schriftsteller
Tessingasse, Benennungsdatum unbekannt, Nikodemus Tessin (1615 bis 1681) und sein Sohn Nikodemus (1654 bis 1728), beide schwedische Architekten
Theodor-Sickel-Gasse, seit 1932, Dr. Theodor Ritter von Sickel (1826 bis 1908), Direktor des Instituts für österreichische Geschichtsforschung, Historiker (Begründer der modernen Urkundenkritik)
Theodor-Steiskal-Gasse, seit 1974, Theodor Franz Steiskal (1876-1945), Pädagoge, Schulreformer
Thomas-Münzer-Gasse, seit 1930, Thomas Münzer (1490 bis 1525), Führer der Wiedertäufer und des Bauernaufstandes in Thüringen, 1525 enthauptet
Trambauerstraße, seit 1911, Theodor Trambauer (1830 bis 1903), Gemeinderat (1890-1895), Hausbesitzer, Seifensieder
Triester Straße, seit 1883 (vorher: Neustädter Poststraße), ehemalige Reichsstraße nach Triest, in der Regierungszeit von Karl VI. (1711 bis 1740) angelegt
Troststraße, seit 1894 (vorher: Marxergasse und Schaumburgerstraße), Martin Trost (1831-1893), Fleischhauer, Gemeinderat (1875-1883), Vorsitzender des Favoritner Ortsschulrates
Tyrnauer Gasse, seit 1914, nach der Stadt Tyrnau (Trnava) bei Pressburg; dort bestand eine deutschsprachige Minderheit

U
Uetzgasse, seit 1920, Karoline Uetz (gest. 1901), hinterließ eine Stiftung für Waisenknaben in Höhe von 60.000 Gulden
Uhlandgasse, seit 1874, Ludwig Uhland (1787 bis 1862), Balladendichter ("Des Sängers Fluch")
Uhligstraße, seit 1956 (vorher: Goethestraße), Viktor Uhlig (1847 bis 1911), Geologe, Univ.-Prof. (Begründer der Geologischen Gesellschaft)
Undsetgasse, seit 1955, Sigrid Undset (1882 bis 1949), norwegische Dichterin, 1928 Nobelpreis, 1940 Emigration (USA)
Untere Bahnlände, seit 1993, nach der Lage entlang der Donauländebahn
Untere Kaistraße, seit 1993, nach der Lage am linken Liesingbachufer
Unterlaaer Platz, seit 1987, siehe Unter-Laaer Straße
Unter-Laaer Straße, Benennungsdatum unbekannt, nach der gleichnamigen Ortschaft, die 1954 in den 10. Bezirk eingemeindet wurde
Unter-Meidlinger Straße, seit 1905, nach der ehemaligen Ortschaft Unter-Meidling
Upsalagasse, Benennungsdatum unbekannt, nach der schwedischen Universitätsstadt
Urselbrunnengasse, seit 1964, Flurname (die Äcker gehörten dem Kloster St. Ursula)

V
Van-der-Nüll-Gasse, 1875 nach Eduard van der Nüll benannt, ein Teil hieß bis 1894 Wienerfeldgasse.
Vettersgasse, seit 1955, Hermann Vetters (1880-1941), Erdölgeologe
Victor-Gruen-Gasse, seit 1981 (vorher teilweise Sindelargasse), Victor Gruen (1903 bis 1980), Architekt, Kabarettist; 1938 Emigration, gründete 1939 ein Architekturbüro in New York und eine Wiener Theatergruppe; gilt als Erfinder des Supermarktes
Viktor-Adler-Platz, nach dem österreichischen Politiker Viktor Adler benannt
Vivaldigasse, seit 1972, Antonio Vivaldi (1678 bis 1741), italienischer Komponist ("Die vier Jahreszeiten", 1725), Violinist, starb in Wien
Vogentalgasse, seit 1955, Riedname
Volkmargasse, seit 1956 (vorher: Haydngasse), Otto von Volkmer (sic! 1839-1901), Chemiker, Physiker; Direktor der Staatsdruckerei (1892-1901)
Vondrakplatz, seit 1996, Dr. Franz Vondrak (1902-1959), Rechtsanwalt, Gründer und Obmann des Kirchenbauvereins für die Filialkirche in Rothneusiedl

W
Waldgasse, Benennungsdatum unbekannt, zur Erinnerung daran, dass der Laaer Wald einst bis in diese Gegend reichte
Waltenhofengasse, benannt nach dem Physiker und Pionier der Elektrotechnik Hofrat Dr. Adalbert Ritter von Waltenhofen zu Eglofsheimb, dem 1. Professor für Elektrotechnik an der technischen Hochschule Wien, geb. 14. Mai 1828 in Admontbühel, Steiermark, verst. 5. Februar 1914 in Wien, beerdigt auf dem Wiener Zentralfriedhof, Tor 2, Gruppe 72C, Reihe 1, Nr. G6,
Walter-Lindenbaum-Gasse, seit 1968, Walter Lindenbaum (1907 bis 1945), Lyriker, Mitglied der Vereinigung sozialistischer Schriftsteller, Journalist; 1943 mit Frau und Tochter nach Theresienstadt deportiert, 1944 nach Auschwitz überstellt, dort wurden Frau und Kind vergast; Lindenbaum kam weiter ins KZ Buchenwald, wo er im Februar 1945 umgekommen ist
Weichselbaumgasse, seit 1929, Dr. Anton Weichselbaum (1845 bis 1920), Prof. für pathologische Anatomie an der Universität Wien (1893 bis 1916), Pionier auf dem Gebiet der Lungenpathologie
Weidelstraße, seit 1956 (vorher: Schillerstraße, Anton-Schwarz-Gasse), Dr. Hugo Weidel (1849 bis 1899), Chemiker, Univ.- Prof. (1886)
Weigandhof, keine Beschreibung vorhanden
Weitmosergasse, seit 1930, Erasmus Weitmoser (gest. 1525), im Bauernaufstand von 1525 Führer der Salzburger Knappen
Weizengasse, seit 1963, hier wurde früher Weizen angebaut
Weldengasse, 1863 nach Ludwig Freiherr von Welden benannt.
Wendstattgasse, seit 1968, Flurname (breite Wegstelle in einem Weinberg Favoritens)
Wiedner Gürtel, seit 1882 (vorher: Vordere Südbahnstraße), zur Erinnerung an den Ort Wieden; 1211 als "Widen" urkundlich erwähnt, abgeleitet von Schenkung = Widmung an das Heiligengeistspital; 1850 eingemeindet und namensgebend für den 4. Bezirk
Wielandgasse, seit 1866, siehe Wielandplatz
Wielandplatz, seit 1866, Christoph Martin Wieland (1733 bis 1813), Dichter (anmutig galante Dichtung; z. B. "Oberon"), bersetzer von Shakespeare, Herausgeber der Zeitschrift "Der Teutsche Merkur"
Wienerbergstraße, seit 1894 (vorher im 10. Bezirk Gerichtsweg, im 12. Bezirk Meidlinger Straße), führt auf den Wienerberg
Wienerfeldgasse, seit 1909, Flurname
Wieselburger Gasse, seit 1914, nach der ungarischen Stadt Wieselburg (Mosony), wo eine deutschsprachige Minderheit siedelte
Wiesenthalgasse, seit 1981, Grete Wiesenthal (1885 bis 1970), Tänzerin, 1930-1959 choreographierte sie für die Salzburger Festspiele; entwickelte einen eigenen Tanzstil, mit dem sie ab 1907 allein auftrat
Wilczekgasse, seit 1932, Hans Graf von Wilczek (1837-1922), Gründer der Wiener freiwilligen Rettungsgesellschaft, Kunstmäzen (errichtete z. B. die Burg Kreuzenstein mit Teilen von Burgen aus ganz Deutschland), Mitglied des Herrenhauses (1861-1918), Ehrenbürger von Wien (1883)
Wilhelm-Pinka-Platz, seit 1993, Wilhelm Pinka (1909-1988), Bürgermeister von Oberlaa, Unterlaa und Rothneusiedl vor der Eingemeindung 1954; Präsident des Wiener und des Österreichischen Siedlerverbandes
Windtenstraße, 1932 nach dem angeblichen Besitzer der Herrschaft Inzersdorf Wenzel von Windten (gestorben 1431) benannt
Wirerstraße, seit 1911, Dr. Franz Wirer Ritter von Rettenbach (1771 bis 1844), Arzt; ihm verdankt Bad Ischl seine Entdeckung als Kurort
Wöhlergasse, seit 1929 (vorher: Patrubangasse), Prof. Friedrich Wöhler (1800-1882), Chemiker, Entdecker des Aluminiums (1827

Z
Zohmanngasse, 1913 nach dem Schuhmachermeister und Obmann des Armeninstituts Gregor Zohmann benannt.
Zülowgasse, 1968 nach dem Maler Franz von Zülow benannt.
Zur Spinnerin, 1897 nach der benachbarten Spinnerin am Kreuz benannt.
Zwölfpfenniggasse, 1968 so benannt, um 1528 war das die Höhe der Geldbuße (pro Stück Vieh) für unerlaubte Benutzung der Weide.

Quelle: Wikipedia, überarbeitet und ergänzt.



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