Die Bundeshauptstadt

10. Bezirk - Absberggasse

Die Absberggasse ist eine Straße im 10. Wiener Gemeindebezirk, Favoriten. Sie wurde 1875 nach den historisch bereits 1690 erwähnten Rieden In den Absbergen, Im oberen Absberg und Im unteren Absberg benannt. Die Bezeichnung Absberg leitet sich möglicherweise von „des Abtes Berg“, also einem Klosterbesitz ab.

Verlauf und Charakteristik: Die Absberggasse verläuft im äußersten Osten des historischen Favoritens in nordsüdlicher Richtung von der Gudrunstraße bis zum sackgassenartigen Ende an der Stadtautobahn „Südosttangente“, deren Bau auf der noch 1960 vorhandenen Einmündung der Gasse in die Favoritenstraße bei der Grenzackerstraße erfolgt ist. Sie steigt nach Süden stetig gegen den Laaer Berg an und ist nur teilweise von Wohnhäusern gesäumt. Auf der gesamten Länge der Absberggasse (50 Hausnummern) verläuft ein Radweg. Nur zwischen Gudrunstraße und Quellenstraße befährt die Straßenbahnlinie 6 die Absberggasse, ansonsten gibt es hier keine öffentlichen Verkehrsmittel. Im nördlichen Bereich befinden sich Wohnhäuser aus der Zeit um 1900, in der oberen Hälfte ausschließlich Gebäude aus den Jahren seit 1990.

Bemerkenswerte Gebäude: Die Absberggasse beginnt an der Gudrunstraße an der östlichen Seite mit Wohnhäusern vom Ende des 19. Jahrhunderts, die mit den Zinshäusern der drei östlichen Parallelgassen bis zur Quellenstraße im Volksmund „Kreta“ genannt werden und 2010 als „eines der ärmsten und verwahrlosesten Altbauviertel Wiens“ bezeichnet wurden. An der gegenüberliegenden, westlichen Straßenseite befindet sich das Wasserhebewerk Laaer Berg (Quellenstraße 24) bzw. unverbautes Gelände.

Nr. 16−20: Arbeiter-Einfamilienhäuser: 1886/87 wurden von Josef Unger hier zwischen Absberggasse, Schrankenberggasse und Puchsbaumgasse (drei Häuserblöcke auf der westlichen Straßenseite) Arbeiter-Einfamilienhäuser errichtet, die für Wien ungewöhnlich und in dieser Form auch einzigartig sind. Nach englischen Vorbildern wurden kleine zweigeschossige Einfamilienhäuschen mit Gärten und Vorgärten errichtet, die entlang der Straßen in Randverbauung verwirklicht wurden. Sie besitzen Dachgiebel und sind in Sichtziegelbauweise errichtet, wobei die Obergeschoße teilweise verputzt sind. Besonders die Häuser an der Absberggasse sind gut erhalten, während die übrigen inzwischen verändert wurden.

Nr. 25: städtische Wohnhausanlage: Auf den an der östlichen Straßenseite gegenüberliegenden ehemaligen Ankerbrotgründen zwischen Absberggasse, Quellenstraße und Puchsbaumgasse wurde 1982–1985 eine große städtische Wohnhausanlage errichtet. An der Planung waren die Architekten Friedrich Albrecht, Carl Appel, Helmut Kunze, Herbert Müller-Hartburg, Kurt Neugebauer und Robert Sturmberger beteiligt. Hier befinden sich 750 Wohnungen nebst Geschäftslokalen, Gemeinschaftsräumen und einem Kindertagesheim.

Nr. 32: Preyersches Kinderspital: An der westlichen Straßenseite befindet sich das durch eine Mauer eingefriedete Gelände des Preyerschen Kinderspitals, das seit 2008 als Abteilung des Kaiser-Franz-Josef-Spitals geführt wird. Der Eingang befindet sich in der parallelen Schrankenberggasse auf Nr. 31.

Nr. 35: Ankerbrot-Fabrik

Nr. 47−51: Monte Laa mit Porr-Hochhaus: Südlich der Ankerbrot-Fabrik und einiger weniger Gärten erhebt sich bei der Kreuzung mit der Laaer-Berg-Straße das Hochhaus der Baufirma Porr AG mit 21 Stockwerken aus dem Jahr 1999. Dahinter erstreckt sich das 2001−2008 errichtete Siedlungs- und Wohngebiet Monte Laa − „ein Prestigeprojekt geförderten Wiener Wohnens“ − teilweise über der überdachten Autobahntrasse der Südosttangente.

Alfred-Böhm-Park: Südlich der Laaer-Berg-Straße erstreckt sich an der westlichen Straßenseite der 1998 nach dem aus Favoriten stammenden Volksschauspieler Alfred Böhm benannte Alfred-Böhm-Park. In dessen Süden, an der Seite zur Absberggasse, befinden sich ausgedehnte Kinderbereiche und Spielplätze.

Nr. 50: Offene Mittelschule: Den Abschluss der Absberggasse bildet die 1991–1994 errichtete Hauptschule (heute Offene Mittelschule) nach Plänen von Rüdiger Lainer und Gertrud Auer. Die Schule wurde kammartig konfiguriert, um eine optimale Belichtung der Klassenzimmer zu erzielen. Am Eingang befinden sich Keramikfiguren aus der hauseigenen Keramikstube.

Quelle: Text: Wikipedia, Bilder: Buchhändler unter der Lizenz CC BY-SA 3.0.



Disclaimer

Einige Texte sind von der freien Wikipedia kopiert und angepasst worden. Die allermeisten Bild- und Mediendateien sind aus eigener Quelle und können auf Anfrage für eigene Webseiten verwendet werden. Sollten sich dennoch Bild- oder Mediendateien auf dieser Seite finden, welche einen Copyright unterliegen, so bitte ich um Verständigung per Email guenter.nikles@gmx.at, damit ich einen Copyright-Vermerk bzw. Weblink anbringen kann, bzw. auf Wunsch die Bild- oder Mediendateien löschen kann.

Kontakt

Günter Nikles
Josef Reichl-Str. 17a/7
7540 Güssing
Austria

Email: guenter.nikles@gmx.at
Website: www.nikles.net
Fax: 03322/44384