Die Bundeshauptstadt

Straßennamen, 4. Bezirk

A
Anton-Burg-Gasse, 1876 benannt nach dem Grundbesitzer und Hofmaschinisten Anton Burg, der einst in Wieden die erste Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen errichten ließ.
Apfelgasse, 1873 benannt nach dem Gasthaus Zum roten Apfel.
Argentinierstraße, 1921 benannt nach Argentinien, welches Österreich nach dem Ersten Weltkrieg eine Spende in der Höhe von 5 Millionen Pesos zukommen ließ. Hieß davor Alleegasse, Obere und Untere Alleegasse, Sophiengasse.

B
Bärenmühldurchgang, 1937 benannt nach einer von 1705 bis 1856 in Betrieb gewesenen Mühle, deren Name sich auf ein Gasthaus (Zum Schwarzen Bären) bezieht, das einer alten Sage nach von einem Knecht eröffnet wurde, der einst einem Müller, der von einem Bären angefallen wurde, das Leben gerettet hat.
Belvederegasse, ca. 1860 benannt nach dem Schloss Belvedere. Hieß davor Ferdinandsgasse.
Blechturmgasse, 1862 benannt nach einem Haus mit Blechturm. Hieß davor Blecherne Thurmgasse und zum Teil Alter Bürgerweg.
Brahmsplatz, 1898 benannt nach dem Komponisten Johannes Brahms.
Brucknerstraße, 1901 benannt nach dem Komponisten Anton Bruckner. Hieß davor Brucknergasse.

D
Danhausergasse, 1862 benannt nach dem Genremaler und Porträtisten Josef Danhauser.

E
Erzherzog-Johann-Platz, 1997 benannt nach Erzherzog Johann von Österreich.

F
Faulmanngasse, 1913 benannt nach dem Schriftsetzer und Stenographen Carl Faulmann, der sich für eine Vereinheitlichung der Stenografie engagierte.
Favoritenstraße, 1903 benannt nach dem ehemaligen kaiserlichen Jagdschloss Favorita (heute befindet sich darin das Theresianum), das auch dem Bezirk Favoriten seinen Namen gab. Die Favoritenstraße wurde einst angelegt, um eine Verbindung zwischen dem Jagdschloss und den kaiserlichen Gründen auf dem Laaer Berg zu schaffen. Hieß ursprünglich Kaiserallee bzw. Kaiserweg, später zum Teil auch Favoriten-Linienstraße und Kirchenplatz, im 10. Bezirk Wampersdorfer Straße und Himberger Straße.
Fleischmanngasse, 1825 benannt nach dem Stadtrat Georg Fleischmann.
Floragasse, 1862 benannt nach der ehemaligen Badeanstalt Florabad.
Frankenberggasse, 1873 benannt nach Heinrich Frankenberg, der von 1865 bis 1869 Bezirksvorsteher-Stellvertreter von Wieden war.
Freundgasse, 1862 benannt nach Martin Freund, der einst Mitglied des Äußeren Rates war und sich für die Armen engagiert hat. Hieß davor Salvatorgasse.

G
Getreidemarkt, 1866 benannt nach dem Getreidemarkt, der bis 1864 hier abgehalten wurde. Bis Anfang des 10. Jahrhunderts befanden sich an dieser Stelle Getreidespeicher.
Goldeggasse, 1862 benannt nach einem Flurnamen, hieß davor Annagasse.
Graf-Starhemberg-Gasse, 1938 benannt nach dem Feldherren Rüdiger Graf Starhemberg, der Wien 1683 bei der Zweiten Türkenbelagerung verteidigte. Hieß davor Starhemberggasse und ursprünglich Karolygasse.
Große Neugasse, ca. 1830 benannt nach einem Mitte des 18. Jahrhunderts neu angelegten Häuserviertel, hieß davor Neue Gasse auf der Neuen Wieden
Grüngasse, 1862 benannt nach dem Grundbesitzer Vinzenz Grün, der 1850 diese Gasse mit dem Bau von vier Häusern eröffnete.
Gußhausstraße, 1873 benannt nach der ehemaligen Kanonengießerei "Gusshaus".

H
Hauslabgasse, 1891 benannt nach dem General und Kartographen Franz Ritter von Hauslab
Heumühlgasse, benannt nach einer der ältesten Mühlen Wiens, die einst am rechten Ufer des Wienflusses gelegen war.
Hoyosgasse, 1900 benannt nach dem Hofbeamten Johann Ernst Hoyos von Sprinzenstein bzw. Ferdinand Albrecht von Hoyos, der einst den Donaukanal projektierte.
Hugo-Wiener-Platz, 1999 benannt nach dem Komponisten und Kabarettisten Hugo Wiener.

I
Irene-Harand-Platz, 2006 benannt nach der Schriftstellerin und NS-Gegnerin Irene Harand.

J
Johann-Strauß-Gasse, 1899 benannt nach dem Komponisten Johann Strauß Sohn. Hieß davor Igelgasse.

K
Karlsgasse, 1812 benannt nach der Karlskirche.
Karlsplatz, 1899 benannt nach Kaiser Karl VI., der 1713, nach der letzten großen Pestepidemie gelobte, eine Kirche für seinen Namenspatron, den Pestheiligen Karl Borromäus bauen zu lassen.
Karolinengasse, 1844 benannt nach Kaiserin Karoline Auguste, der Gemahlin von Kaiser Franz I..
Kettenbrückengasse, 1828 benannt nach der zu dieser Zeit über den Wienfluss errichteten Kettenbrücke. Hieß davor Lumpertgasse.
Klagbaumgasse, benannt nach dem im 13. Jahrhundert gegründeten Siechenhaus zum Klagbaum. Der Klagbaum war einer alten Sage zufolge ein Lindenbaum, der Sterbefälle, Pest und Hungernöte durch "unheimliche Klagelaute" vorhersagen konnte.
Kleine Neugasse, benannt nach der Neuanlage dieser Gasse im Jahre 1732. Hieß davor Kleine neue Gasse.
Kleinschmidgasse, 1862 benannt nach dem Philanthropen Friedrich August Kleinschmid.
Kolschitzkygasse, 1862 benannt nach dem Kundschafter und Dolmetscher Georg Franz Kolschitzky, der einer - sich als unwahr herausgestellten - Legende zufolge nach der Zweiten Wiener Türkenbelagerung mit dem von den Türken erbeuteten Kaffee das erste Wiener Kaffeehaus eröffnete.
Kreuzherrengasse, 1902 benannt nach dem Orden der Kreuzherren, deren Wiener Komturei sich in der Gasse an der Rückseite der Karlskirche, welche dem Orden inkorporiert ist, befindet.
Kühnplatz, 1913 benannt nach dem Hausbesitzer Josef von Kühn, der von 1873 bis 1885 Gemeinderat war.

L
Lambrechtgasse, 1862 benannt nach Johann Christoph Lambrecht, der 1787 diese Gasse eröffnete. Hieß davor Schlösselgasse.
Leibenfrostgasse, 1875 benannt nach dem Kaffeehausbesitzer und Philanthropen Franz Leibenfrost.
Lothringerstraße, 1904 benannt zur Erinnerung an die Gründung des Hauses Habsburg-Lothringen durch die Heirat von Franz I. Stephan von Lothringen mit Maria Theresia im Jahre 1736.

M
Maderstraße, 1900 benannt nach dem Bildhauer Johann Christian Mader.
Margaretenstraße, ca. 1900 benannt nach dem ehemaligen Vorort und nunmehr 5. Wiener Gemeindebezirk Margareten. Hieß davor Adlergasse, Neu-Wiedner Straße, Griesgasse, Reinprechtsdorfer Hauptstraße, Obere Schlossgasse, Ziegelgasse und Obere Bräuhausgasse.
Mattiellistraße, 1901 benannt nach dem Bildhauer Lorenzo Mattielli.
Mayerhofgasse, 1905 benannt nach dem bereits Ende des 14. Jahrhunderts erwähnten Gasthaus "Der Deutschen Herren Meierhof vor dem Kärntnerthor".
Mittersteig, benannt als Ableitung der Ende des 18. Jahrhunderts gebräuchlichen Bezeichnung "Mittlere Steigg". Hieß ursprünglich Arme Schulgasse und Kleine Neue Gassen.
Möllwaldplatz, 1917 benannt nach dem Pädagogen Alois Ritter von Möllwald, der einst Direktor des Theresianums war. Hieß davor Möllwaldhof.
Mommsengasse, 1919 benannt nach dem Historiker und Literaturnobelpreisträger Theodor Mommsen. Hieß davor Luisengasse.
Mostgasse, benannt nach dem Gasthaus "Zur grünen Weintraube".
Mozartgasse, 1862 benannt nach dem Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart. Hieß davor Platzgasse.
Mozartplatz, 1899 benannt nach dem Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart. Hieß davor Platzgasse.
Mühlgasse, 1862 benannt nach dem Mühlbach, einem ehemaligen Nebenarm des Wienflusses, an dem sich einige Mühlen befanden. Hieß davor teilweise Schmiedgasse, 1894 kam die Mühlbachgasse hinzu.

N
Neumanngasse, 1796 benannt nach Josef Neumann, einem Hausbesitzer und Mitglied des Äußeren Rates.

O
Operngasse, 1862 benannt nach der von 1861 bis 1869 erbauten Wiener Staatsoper.

P
Paniglgasse, benannt nach einer einst hier ansässigen Bürgerfamilie Panigl. Hieß ursprünglich Pänigklstraße, zwischenzeitlich auch Plenkergasse.
Paulanergasse, 1862 benannt nach der Ordensgemeinschaft der Paulaner, die im 17. Jahrhundert hier eine Kirche und ein Kloster errichteten. Hieß davor Kirchengasse.
Petzvalgasse, 1904 benannt nach dem Mathematiker und Physiker Josef Maximilian Petzval, der u.a. als Begründer der modernen Fotografie und Erfinder der Opernglases gilt.
Phorusgasse, 1875 benannt nach einer Mitte des 19. Jahrhunderts bestandenen Holzzerkleinerungsanstalt, deren Name ein Akronym der Nachnamen ihrer Gründer ist. Hieß von 1938 bis 1945 Maitzengasse.
Plößlgasse, 1875 benannt nach dem Optiker Simon Plößl, hieß davor Obere Alleestraße.
Preßgasse, 1862 benannt nach dem Gasthaus Zur großen Presse bzw. Zur goldenen Presse, die Straße besteht bereits seit 1782.
Prinz-Eugen-Straße, 1911 benannt nach dem Feldherren Prinz Eugen von Savoyen, der u.a. das Schloss Belvedere errichten ließ. Hieß davor Heugasse.

R
Radeckgasse, 1903 benannt nach einem Flurnamen.
Rainergasse, 1862 benannt nach Erzherzog Rainer von Österreich, der als Förderer von Kunst und Wissenschaften galt. Hieß davor Mittelgasse und Blecherne Turmgasse.
Rechte Wienzeile, 1905 benannt nach der Lage am rechten Wien-Ufer, hieß davor Wienstraße.
Resselgasse, 1862 benannt nach dem Forstbeamten und Erfinder Joseph Ressel, der u.a. an der Erfindung der Schiffsschraube maßgeblich beteiligt war.
Rienößlgasse, 1917 benannt nach dem ehemaligen Bezirksvorsteher des 4. Bezirks, Franz Rienößl. Hieß davor Hechtengasse.
Rilkeplatz, 1957 benannt nach dem Lyriker Rainer Maria Rilke. Hieß davor Rainerplatz, Suttnerplatz und Anton-Lehner-Platz. Hier befindet sich der Schutzengelbrunnen.
Rittergasse, benannt nach dem Hausschild Zum Ritter.
Rubensgasse, 1876 benannt nach dem flämischen Maler Peter Paul Rubens.

S
Schäffergasse, 1862 benannt nach dem Schneidermeister und Wohltäter Johann Michael Schäffer. Hieß davor Ankergasse und Kapaunergasse.
Schaumburgergasse, benannt nach dem Schaumburgergrund, der von 1813 bis 1850 eine eigenständige Gemeinde war.
Schaurhofergasse, 1937 benannt nach dem Sozialpolitiker August Schaurhofer.
Schelleingasse, 1891 benannt nach dem Maler Carl Schellein.
Schikanedergasse, 1861 benannt nach dem Schauspieler, Regisseur, Dichter und Theaterdirektor Emanuel Schikaneder, der unter anderem den Text zu Mozarts Zauberflöte schrieb.
Schleifmühlgasse, ca. 1667 benannt nach der Gemeinde Schleifmühl, deren Name sich auf eine einst dort bestandene Waffenschleif- und Poliermühle bezieht. Hieß davor Obere Schleifmühlgasse und Untere Schleifmühlgasse.
Schlüsselgasse, 1862 benannt nach dem Hausschild Zu den zwei weißen Schlüsseln. Hieß davor Guglgassel und Tischlergasse.
Schmöllerlgasse, benannt nach dem Wohltäter Josef Schmöllerl.
Schönbrunner Straße, 1898 benannt nach dem Schloss Schönbrunn, zu dem diese Straße führt. Hieß davor Lange Gasse, Hundsturmer Straße, Gaudenzdorfer Hauptstraße und Meidling-Schönbrunner Straße.
Schönburgstraße, 1892 benannt nach Alexander Fürst Schönburg-Hartenstein. Hieß davor Hungelbrunngasse.
Schwarzenbergplatz, 1880 benannt nach dem Feldmarschall Karl Philipp zu Schwarzenberg. Hieß von 1946 bis 1956 Stalinplatz.
Schwindgasse, 1874 benannt nach dem Maler Moritz von Schwind.
Seisgasse, 1889 benannt nach dem Gemeinderat Matthias Seis.
St.-Elisabeth-Platz, 1932 benannt nach der St.-Elisabeth-Kirche, deren Namensgeberin Elisabeth von Thüringen war, die als "Schutzheilige der Armen" gilt und 1255 heilig gesprochen wurde. Hieß davor In der Sand Gestädten, Karolinenplatz und Am Goldegg.
Südtiroler Platz, 1927 benannt nach der autonomen Provinz Südtirol, die einst Teil von Österreich war. Hieß davor Favoritenplatz.
Symphonikerstraße, 1961 benannt nach den Wiener Symphonikern anlässlich ihres 60-jährigen Jubiläums. Hieß davor Technikerstraße.

T
Taubstummengasse, ca. 1816 benannt nach einem Taubstummeninstitut, das sich bis 1912 an dieser Stelle befand.
Technikerstraße, 1862 benannt nach der Technischen Hochschule, sie hieß ursprünglich Tandelmarktgasse und Tandelmarktplatz, danach Am Glacis.
Theresianumgasse, 1862 benannt nach der von Maria Theresia gegründeten Theresianischen Akademie. Hieß davor Feldgasse.
Tilgnerstraße, 1897 benannt nach dem Bildhauer Viktor Tilgner.
Trappelgasse, benannt nach dem Ziegelbrenner Josef Trappel (um 1810) und seinem Sohn, dem Hausbesitzer Karl Trappel (1809 bis 1868), Hausbesitzer, Ortsschulaufseher.
Treitlstraße, 1913 benannt nach dem Gemeinderat und Wohltäter Josef Treitl.

V
Vicki-Baum-Platz, 1999 benannt nach der Musikerin und Schriftstellerin Vicki Baum.
Viktorgasse, 1862 benannt nach Erzherzog Anton Viktor. Hieß davor Antonsgasse.

W
Waaggasse, benannt nach dem Hausschild Zur goldenen Waage. Ursprünglich hieß die Gegend Am Wagrein.
Waltergasse, benannt nach dem Gastwirten und Wiedner Ortsrichter Michael Walter.
Weyringergasse, benannt nach dem Ziergärtner Josef Weyringer.
Wiedner Gürtel, 1882 benannt nach dem ehemaligen Ortsnamen und nunmehr 4. Wiener Gemeindebezirk Wieden. Hieß davor Vordere Südbahnstraße.
Wiedner Hauptstraße, 1862 benannt (siehe Wiedner Gürtel). Hieß davor Alte Wieden Hauptstraße, Matzleinsdorfer Hauptstraße und Matzleinsdorfer Straße.
Wohllebengasse, 1801 benannt nach Stephan Edler von Wohlleben, der von 1804 bis 1823 Wiener Bürgermeister war.

Z
Ziegelofengasse, 1862 benannt nach den einst hier bestandenen Ziegelöfen. Hieß davor Piaristengasse.

Quelle: Wikipedia, überarbeitet und ergänzt.



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