Person - Gustav Adolf Gugitz
Gustav Adolf Gugitz, Architekt und Direktor der k.k. Staatsgewerbeschule in Wien,
Ritter der eisernen Krone dritter Klasse und des Franz Josephs-Ordens, Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone,
* 10.05.1836 in Klagenfurt (Hüttenberg), † 17.07.1882 in
Oberdöbling, Bestattungsdatum: 12.11.1958.
Verheiratet seit 1874 mit Susanna Antonia Birgitta Martinetti-Isella, Architekten- und Direktoren-Witwe,
Tochter von Susanna und
Anton Martinetti,
* 08.10.1849, † 06.1929, Bestattungsdatum: 12.11.1958.
Gustav Adolf Gugitz absolvierte nach seiner Lehrzeit als Baumeister
ein Studium an der
Akademie der bildenden Künste in Wien.
Des Weiteren genoss er eine Ausbildung in den Ateliers von
Eduard van der Nüll
und
August Sicard von Sicardsburg.
Gugitz arbeitete im Baubüro der
Wiener Staatsoper
und vollendete nach dem Tode der beiden Architekten im Jahr 1869 den Bau.
Am 25. Mai 1869 wurde das neue
Opernhaus eröffnet und
Gugitz von Sr. Majestät mit dem Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens ausgezeichnet.
Von 1871–1873 führte er Bauten für Wiener Weltausstellung unter der Leitung von
Carl von Hasenauer aus.
Dafür wurde er am 30.10.1873 mit dem Orden der eisernen Krone III. Klasse ausgezeichnet.
In den Jahren 1875 bis 1882 war Gugitz als Professor sowie als Direktor der Wiener Staatsgewerbeschule tätig.
Kinder:
Marie Susanna Ernesta Hess, geb. Gugitz, * 1876, † 1959, Bestattungsdatum: 17.09.1959
Susanna Gugitz, * 01.01.1877, † 09.06.1891, Bestattungsdatum: 12.11.1958
Antonie Küchler, geb. Gugitz, * 1878, † 1957
Josefine, geb. Gugitz, * 1879
Josef Anton Gugitz, * 1880, † 1880
Gustav Gugitz, * 1880
Weiters im Grab bestattet:
Gustav Adolf Hess, Dkfm., * 08.02.1909, † 30.07.2006, Bestattungsdatum: 09.08.2006
Maria Andrievic von Knespolje, geb. Gugitz, * 1831, † 14.10.1875, Bestattungsdatum: 12.11.1958
Maria Elisabeth Gugitz, geb. Degrignis, * 1803, † 1874, Bestattungsdatum: 12.11.1958
Magdalena (Magda) Hess, geb. Hahn, * 1909, † 1989, Bestattungsdatum: 18.10.1989
Annemarie Huml, geb. Hess, * 09.05.1931, † 23.01.1998, Bestattungsdatum: 10.02.1998
Michael Andrievic von Knespolje, k.k. Argieren Garde Rittmeister, * 1825, † 1869, Bestattungsdatum: 12.11.1958
Josef Anton Gugitz, Kaufmann, * 1798, † 1872, Bestattungsdatum: 12.11.1958
Josef Anton Gugitz, Hof- und Gerichts-Advokat, * 01.01.1827, † 20.09.1884, Bestattungsdatum: 12.11.1958, 9., Porzellangasse 41
Susanne (Susanna) Gugitz (Tochter), * 01.01.1877, † 09.06.1891, Bestattungsdatum: 12.11.1958
Susanne (Susanna) Antonia Birgitta Gugitz, geb. Martinetti-Isella, Architekten- und Direktoren-Witwe, Tochter von Susanna und
Anton Martinetti, * 08.10.1849, † 1929, Bestattungsdatum: 12.11.1958
Unbekanntes Kind, Bestattungsdatum: 12.11.1958
Hes (Mädchen), * 08.07.1906, † 08.07.1906, Bestattungsdatum: 12.11.1958
Josefine Gugitz, geb. von Strohe, * 1836, † 04.09.1907, Bestattungsdatum: 12.11.1958
Josef Anton Gugitz, * 1880, † 23.08.1880, Bestattungsdatum: 12.11.1958
Maria (Marie) Susanna Ernesta Hess, geb. Gugitz (Tochter), * 1876, † 1959, Bestattungsdatum: 17.09.1959, Heirat am 20.05.1903 mit Adolf Alois Hess in Wien.
Adolf Hess, Ob.Insp. der österreichischen Nationalbank, * 1877, † 1972, Bestattungsdatum: 31.08.1972
Lieselotte Hess, * 1914, * 1982, Bestattungsdatum: 09.08.1982
Gottfried Hess, Dkfm., * 1904, † 1984, Bestattungsdatum: 26.03.1984
Fritz Zimmer, Dipl.Ing., * 11.04.1941, † 28.05.2013, Bestattungsdatum: 12.06.2013
Andrea Christiane Zimmer, * 12.10.1944, † 21.04.2022, Bestattungsdatum: 12.05.2022
Klagenfurter Zeitung vom 20.7.1882, Seite 3:
(Sterbefall.) In Wien starb gestern der Architekt
und Director der k. k. Staatsgewerbeschule Herr Gustav Adolf
Gugitz. Ritter der eisernen Krone dritter Klasse und des
Franz Josephs-Ordens, Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes
mit der Krone ec. ec. im 46. Lebensjahre an einem Herzleiden.
Gugitz war ein geborner Klagenfurter, welcher, obschon seit
seinen Studienjahren in Wien lebend, stets mit großer Liebe
an seiner Vaterstadt hing. Er war einer der hervorragendsten
Architekten Wiens, wo er sich durch die Vollendung der
k. k. Hofoper
und die Entwürfe zu den Weltausstellungsgebäuden
große Verdienste erwarb. Auch in Klagenfurt hat Gugitz zur
Verschönerung der Stadt wesentlich beigetragen, da das Ackerbau-
und Bergschulgebäude, sowie das neue Musealgebäude
„Rudolphinum" nach seinen Entwürfen erbaut worden sind.
Die Presse vom 22.7.1882, Seite 8:
Danksagung.
Für die aus Anlass des Ablebens unseres innigstgeliebten,
unvergesslichen Gatten, resp. Vaters, Bruders,
Schwiegersohnes und Schwagers, des Herrn
Gustav Adolf Gugitz,
Architekten und Direktors der k. k. Staats-Gewerbeschule in Wien,
Bes. d. O. d. eis. Krone III. Classe u. des Franz-Joseph-Ordens,
uns von so vielen Seiten gewordenen Beweise herzlicher
Theilnahme sagen wir unsern wärmsten und tiefgefühlten Dank.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Carinthia. Zeitschrift für Vaterlandskunde, Belehrung und Unterhaltung, 1884, Jahrgang 74, Nr. 6, Seiten 85- :
Gustav Gugitz.
(Nekrolog.
Wir haben noch eine Ehrenpflicht gegenüber einem der ausgezeichnetsten
Söhne des strebenden Heimatlandes zu erfüllen und
gehen heute daran, das Leben und Wirken eines, in der Vollkraft seines
Daseins dahingeschiedenen Baukünstlers nach den verläßlicheren Quellen
und eigenen Beobachtungen zu schildern.
Gustav Gugitz, am 10. Mai 1836 zu Klagenfurt in Kärnten
geboren, war unter vier Geschwistern der jüngste Sohn des damals in
Klagenfurt ansässigen Kaufmannes Joseph Anton Gugitz und der Frau
Maria Gugitz, gebornen Decrignis. Die Voreltern waren Kaufleute
zu Hüttenberg. In seiner frühesten Jugend wurde der zarte Gustav
wegen seiner blonden Locken bewundert. Er war ein munterer Knabe
und hatte eine besondere Freude an Hausthieren.
Seine erste Ausbildung erhielt er am Klagenfurter Gymnasium,
dann an der damals bestandenen Schule der Landwirthschaft-Gesellschaft
in Klagenfurt, die später in eine Unter-Realschule umgewandelt wurde,
unter den Professoren Dr. Heinrich, k. Rath Leod. Canaval,
Friedrich Simony. Nebstbei genoß er die erste bautechnische Praxis
im landschaftlichen Bauamte zu Klagenfurt unter Ingenieur Leopold v. Huber.
Noch am Gymnasium begegnete ihm ein Unfall, der seinen
weiteren Lebensgang möglicherweise ungünstig gestalten konnte. Ein
College traf ihn zufälliger Weise mit einem Steinwurfe in's Auge, so
daß er genöthiget war, in Folge ärztlicher Anordnung längere Zeit im
dunklen Raume zu bleiben.
Als lebensfroher gutmüthiger Jüngling bezog er im Herbste 1852
das polytechnische Institut zu Wien. Außer den vorgeschriebenen Gegenständen
hörte er Technologie bei Baron Kulmer v. Rosenbichl
und erhielt Zeichnenunterricht von Professor Simony. Dann lernte
er daselbst ohne Meister italienisch.
Im December 1853 schrieb er, bezeichnend für seine damalige
Lebensanschauung, in einem Briefe die Worte Jean Paul's: „Der
Mensch hat dritthalb Minuten, eine zu lächeln, eine zu seufzen, und
eine halbe zu lieben, denn mitten in dieser stirbt er."
Im Jahre 1855 sprach er den Wun?ch aus, sich dem Montanfache
zu widmen, machte in den Ferien eine Fußreise nach Ober- und
Untersteier und hörte im Jahre 1856 den Wasser- und Brückenbau
zu Wien.
Im Jahre 1857, nach seinem letzten Jahre in der Technik, gedachte
er als Eisenbahn-Ingenieur eine Verwendung zu finden, da gerade die
kärntischen Strecken gebaut und mehrere seiner Collegen dabei angestellt
wurden. Doch zog er vor, noch ein Jahr der Chemie und Landwirthschaft
sich zu widmen. Nebstbei betrieb er das Zitherspiel. Uebrigens brachte
er es im Laufe der Jahre, nachdem er viele Stunden der Nacht diesem
Instrumente gewidmet hatte, zu einem ziemlich geläufigen und ausdrucksvollen Spiele.
Aber trotz vieler und eifriger Studien auch im Gebiete der
französischen Sprache und Literatur verließ ihn seine heitere Lebensanschauung
nicht, die er bis zu seiner letzten Krankheit bewahrte, freilich
immer mehr und mehr beschränkt durch bittere Erfahrungen und die
rauhe Außenseite des Lebens, sowie durch allmälig vermehrte Arbeits-Anforderungen.
Im August 1857 machte er den pratktischen Ausflug für Bauobjecte
nach Mähren, Polen, Schlesien mit und besuchte dabei seinen
Bruder Anselm in Prag, mit dem er einen Ausflug nach Teplitz unternahm.
Im September desselben Jahres beschloß er, sich dem Baufache
zu widmen und ließ sich zuerst beim Bau- und Steinmetzmeister
J. Kranner an der
Votivkirche in Wien praktisch verwenden.
Zu dieser Zeit erhielt er für die Verfassung eines Concurs-Projectes
für die herzoglich sächsische Landesbank in Altenburg einen
Preis und verwendete sich noch bei der Ausarbeitung der Projectpläne
des Baumeisters und Architekten Hlavka für die Erbauung einer
bischöflichen Residenz und eines Seminariums in Czernowitz.
Wegen Verweigerung des für einen Baumeister nöthigen Betriebscapitales
wendete er sich im April 1858 der
Akademie der bildenden Künste
zu; ausnahmsweise wurde ihm die Begünstigung zugestanden,
unter dem Jahre einzutreten.
Trotz einem länger dauernden schmerzlichen und gefährlichen
Zahnleiden arbeitete er eifrig am Stadterweiterungsplane von Wien
und hatte dafür die Genugthuung, am 2. August das erste Künstlerzeugniß
zu erhalten. Dann gieng er über Friesach, Gurk, Klagenfurt
nach St. Jakob im Rosenthale zu einem kurzen Landaufenthalte.
Im Februar 1859 schrieb er: „Nichts als Gothik wird studirt,
von den kleinsten und elegantesten Schmuck-Gegenständen bis zu hohen,
himmelanstrebenden Domen und Thürmen.“
Inzwischen war er sogar als Lehrjunge bei Baumeister Gerl
aufgedingt worden. Im Herbste 1859 besuchte er die Universität, um
die Vorlesungen über Kunstgeschichte und Archäologie zu hören. Dann
arbeitete er an Entwürfen von Holzbauten, nützte die Bibliothek der
Akademie aus und trat schließlich einem photographischen Vereine bei,
nur um an Reproductionen sonst schwer zugänglicher hervorragender Bauwerke
Studien zu machen. Immer mehr und mehr wurde er von den
herrlichen Kunstwerken der Renaissancezeit, (welcher Kunsteinrichtung er
überhaupt bis zu seinem Ende getreu blieb), wie dem Schlosse in
Heidelberg, der Certosa in Pavia begeistert.
Er studierte Winkelmann, Lessing's kritische Schriften, Vitruvius,
welchen er in seinen letzten Jahren aus dem Italienischen zu übersetzen begann.
Mittlerweile wurde er in den Albrecht-Dürer-Verein zu Wien
aufgenommen und betheiligte sich im Mai 1860 bei dem costümierten
Feste dieses Vereines am
Kahlenberg. Weiter arbeitete er an einem
Projecte für eine Wandelbahn des Karlsbader-Sprudels.
Von der Akademie mit einem Preise betheilt, vollführte er im
August 1860 mit seinem Vater eine Reise in die Schweiz, wobei er
folgende Städte berührte: Salzburg, München, Augsburg, Kaufbeuern,
Kempten, Immenstadt, Lindau, Bregenz, Rorschach, Romanshorn,
Constanz, Schaffhausen, Laufen, Winterthur, Zürich, Raperswill,
Wesen, Chur, Pfäffers, Luciensteig. Aber er bedauerte das Schnellzugs-
tempo dieser Fahrt, da er auf das Studium vieler vorzüglicher Bauwerke
nicht genug Zeit verwenden konnte.
Nun wurde er als einer der tüchtigsten Schüler der Akademie
in's Atelier der Professoren
Van der Nüll
und
Sicardsburg
aufgenommen und mußte sich vorzüglich mit dem Baue des
k. k. Hofopernhauses
beschäftigen. Dabei waren die technischen und Constructions-Arbeiten
ein Feld, das ihm allein übertragen wurde. Als darauf im
Jahre 1868 das Ableben der beiden Künstler erfolgte, wurde ihm die
Vollendung dieses Baues übertragen. In Wirklichkeit aber lag die ganze
Last dieser Arbeit wohl länger auf seinen Schultern, da die genannten
vortrefflichen Meister schon früher durch Krankheit verhindert waren,
ihre Thätigkeit dem Baue zu widmen.
Das
Opernhaus war so zu sagen die erste großartige bauliche
Schöpfung, womit die neue Aera des architektonischen Aufschwunges
eingeleitet war. Es gab daher Vieles zu überwinden und ein schwieriges
Werk nach dem bekannten Spruche: „Omne initium grave“.
Außerdem gehörte ein großer Fonds künstlerischer Lebenskraft
dazu, um ein solches Werk unter so schwierigem bureaukratischem Apparate
zu schaffen. Denn es hieß den strengen Anforderungen des Obersthofmeisteramtes,
des Ministerium des Innern und des Stadterweiterungsfondes
gerecht werden. Dabei kommt in Betracht, mit welcher Menge
von Künstlern und Handwerkern gearbeitet werden mußte, daß die
Arbeitskräfte erst mit sicherer Hand herbeigezogen, geschult und geschaffen
wurden, daß nach der langen Periode des Darniederliegens der Baukunst
in Oesterreich, wo bis dahin fast nur kasernartiger Bau gepflegt
ward, die eigenartigsten Erfahrungen zu machen waren. Welcher Umsicht
bedurfte es daher, um dem Werke ein einheitliches, vollendetes Gepräge
zu verleihen. Eine kritische Stimme jener Zeit sagte: „Die meisten
Architekten würden an den technischen Aufgaben gescheitert sein, die in
vieler Beziehung bei diesem Opernhause zuerst und in glänzender Weise
durchgeführt wurden. Wir wissen sehr wohl, daß dieses Gebäude Mängel
hat, darüber ist sehr viel gesprochen worden; aber die Gerechtigkeit wird
den Lebenden selten zu Theil.“
Im Hinblicke darauf, daß sich manche Persönlichkeiten vordrängten
und das Verdienst des Leiters schmälern wollten, bekräftiget eine andere
Autorität: „Gugitz, der tüchtigste Schüler jener Meister, ein überaus
bescheidener junger Mann, ist der Leiter und Fortführer des Baues
seit dem Tode der beiden Erbauer und ihm allein gebührt das Hauptverdienst
der raschen Vollendung unseres neuen Opernhauses.“
Am 25. Mai 1869 wurde das neue
Opernhaus eröffnet und
von diesem Tage datiert die ihm von Sr. Majestät gewordene Verleihung
des Ritterkreuzes des Franz-Joseph-Ordens.
Außerdem erhielt er noch vom Ministerium des Innern am
12. November 1871 eine besondere Anerkennung für die Vollendung
des Prachtbaues.
Inzwischen, im Herbste des Jahres 1864, hatte er Dresden besucht,
um auch die Bauten Elbe-Athens kennen zu lernen, und war über Breslau
zurückgekehrt.
Früher auch im Atelier der genannten Professoren mit der
gänzlichen Ausarbeitung der Pläne für das Waarenhaus von Philipp
Haas und Söhne am Stock-im-Eisenplatze in Wien beschäftiget, mußte
er später den Entwurf für das
Palais des Grafen Larisch in der
Johannesgasse zu Wien nach den Angaben
Van der Nüll's ausfertigen.
Im April 1870 verweilte er längere Zeit zu Constantinopel im
Auftrage von Philipp Haas und Söhne [siehe auch
Eduard Ritter von Haas], um dort Erhebungen für die
Ausstattung des neuen Sultanpalastes (Tschiragan) zu machen, welche
Ausstattung jedoch in Folge der finanziellen Verhältnisse der Türkei
nicht in dem projectirten Umfange zur Ausführung kam.
Im Jahre 1870 und 1871 baute er zwei kleine Landhäuser in
Döbling und
Meidling, vollführte die Adaptierungs-Arbeiten im
Theater an der Wien und im Vereine mit Professor J. Stork den Bau und
die Ausstattung der Villa Haas in Vöslau.
Am 1. August 1871 wurde er in die Genossenschaft der bildenden
Künstler aufgenommen.
Zu gleicher Zeit nahm er den Bau eines großen Zins- und
Waarenhauses für Philipp Haas und Söhne [siehe auch
Eduard Ritter von Haas] am Domplatze in Mailand
in Angriff. Es war dies ein Prachtbau, dem entsprechend auch die von
ihm entworfene Facade in der Via Manzoni, denn die andere Facade
in der Galeria Vittorio Emanuele war obligat. Man vergesse nicht
die enormen Schwierigkeiten für den deutschen Architekten in einer
tonangebenden italienischen Stadt!
Unermüdet schritt er an den Bau einer größeren Villen-Anlage
für A. Ritter v. Lanna in Gmunden. Das Schmuckstück steht gegenüber
dem Schlosse Ort, mit prachtvoller Aussicht auf den Traunsee.
Der Bau war ein Unicum in seinem Genre.
Weiterhin wurde von ihm der theilweise Umbau der Fabrik von
Philipp Haas und Söhne in Gumpendorf vorgenommen, sowie die Zeile
bezüglicher Arbeitshäuser in Ebergaßing hergestellt, Gleichzeitig verfaßte
er im Vereine mit Professor J. Stork die künstlerischen Entwürfe
zu den Wohnungs-Ausstattungen für den Annex des Grand-Hotels in
der Maximilianstraße, für die Wohnung
Dr. Max Friedländer's,
damaligen Eigenthümers der „Neuen Freien Presse“" am Kolowratringe,
und für Director Ascher im
Karltheater zu Wien.
Gugitz bewies bei allen diesen Ausstattungen einen ausgezeichneten
Geschmack und verfertigte für das ganze Meublement eigenhändige
stylvolle Zeichnungen.
Zu Ende des Jahres 1871 wurde ihm von Baron Schwarz der
Auftrag, für die im Jahre 1873 in Wien stattfindende Weltausstellung
seine Thätigkeit zu widmen, und der rastlos schaffende Meister übernahm
nach erhaltenem Decret vom 31. Jänner 1872 sofort die Verfassung
der Pläne und die Ausführung der Weltausstellungsbauten
unter der Oberleitung des Architekten Baron
Hasenauer.
Im März 1873 waren in den, seit März 1872 begonnenen
Expositionsräumen die Ausstellungs-Objecte aufgestellt! In einem
Zeitraume von kaum zwölf Monaten sind (mit Ausschluß sämmtlicher,
von den fremden Commissionen und Privaten errichteten Bauten) jene
vielbesuchten Bauwerke gleichsam aus dem Boden hervorgezaubert worden,
welche eine horizontale Fläche von 45 1/2 österreichischen Jochen oder
73.042 Quadratklafter bedeckten. Welch' eine gewaltige Fläche! Die
wiener
Ringstraße, 30 Klafter breit, müßte sich 5/8 Meilen weit ausdehnen,
um diese Fläche zu erreichen.
Erwägt man, wie großartig und ausgedehnt, lichtvoll, detailreich,
verwendbar und dauerhaft zugleich alle diese originalen Constructionen
waren und wie verhältnißmäßig kurz die Zeit bemessen war, um alle
Haupt- und Nebengebäude nebst den sonstigen Anlagen fertig zu stellen,
so wird man den gebührenden Zoll der Bewunderung dem frühbewährten
Meister nicht verweigern. Mit fieberhafter Hast arbeitete er Tag und
Nacht an dem Werke; gar selten konnte er sich bescheiden, sein Atelier
in der Praterstraße vor Mitternacht zu verlassen, oft traf ihn noch
der dämmernde Morgen über seinen Entwürfen und Detailblättern.
Die „Presse“ schrieb in einem Artikel: „Der Generalstab der Weltausstellung“
betitelt, „Architekt Gugitz war zunächst
Hasenauer die
künstlerische Seele des Ganzen und von unermüdlicher Thätigkeit.
Gugitz hat als Souschef so viel gearbeitet, so daß ich überzeugt bin,
er würde selbst in die größte Verlegenheit gerathen, wenn man von
ihm verlangen würde, seine Arbeiten bei der Weltausstellung aus dem
Stegreife aufzuzählen. Entschuldigung genug, wenn ich es unterlasse.
Daß Herrn Gugitz außerdem noch die liebenswürdigste Bescheidenheit,
die gewinnendsten Manieren, eine seltene Herzensgüte nachgerühmt werden
darf, das wissn alle, die je mit Gugitz in persönlichem Verkehre
gestanden, besonders aber jene Beamten der General-Direction, die
unmittelbar an seiner Seite oder unter ihm gearbeitet.“ Was Wunder,
daß der seltene Mann durch seine allzu große Bescheidenheit sich oft
geschadet hat.
Am 21. Jänner 1873 hat die amtliche Schlußbeschauung stattgefunden,
der Kaiser-Pavillon mit seiner vielbewunderten Pracht und
Schönheit ist fast die ausschließlihe Schöpfung Gustav Gugitz's.
In Anerkennung der Verdienste wurde er am 30. October 1873
von Sr. Majestät dem Kaiser mit dem Orden der eisernen Krone
III Classe ausgezeichnet. Nach erfolgter Abrechnung der Weltausstellungsbauten
erhielt er vom Ministerium eine separate Anerkennung für deren
Vollendung.
Nachdem ihm auch die weitere Erhaltung und Demolierung der
Ausstellungsbauten übertragen worden, war er mit diesem denkwürdigen
Werke noch bis in's Jahr 1877 beschäftiget. Nunmehr legte er die
Bestallung nieder und empfieng am 29. October 1877 eine Anerkennung
von Seite des Ministeriums und wurde noch bis in's letzte Jahr seines
Lebens zu jeder betreffenden ministeriellen Berathung oder Commission
zugezogen,
Schon harrte seiner der Bau eines Wohnhauses in
Hietzing * für
Frau v. Wittgenstein und die Ausstattung des Palais der Baronin
Haber zu Wien.
Im März 1874 machte er eine Reise über Deutschland nach
Oberitalien, wobei er auch seine, ihm October 1873 verlobte Braut
Susanna Martinetti [Tochter von Susanna und
Anton Martinetti]
in Morcote am Luganer-See im Canton Tessin
besuchte. Die Vermälung wurde am 9. Juni 1874 zu
Döbling im
Hause der Schwiegereltern gefeiert.
Nach den zuleht erwähnten Bauausführungen hatte er noch
einzelne Projecte auszuarbeiten, welche jedoch durch die Ungunst der
Zeitverhältnisse nicht zur Ausführung kamen. Aber nicht blos den
Lebenden zu Nutz und Freude und begeisternder Erhebung hatte der
edle Jünger der Kunst zu schaffen, sondern auch den Todten zur Ehre.
So sehen wir ihn im Mai 1875 zur Ausschmüdung der Gruft der
Familie Gugitz in Grinzing schreiten, nachdem er am 12. September 1872
seinen Vater, am 20. Juni 1874 seine Mutter durch Tod verloren.
Er war an ihnen mit großer kindlicher Liebe gehangen, daher er ihnen
auch ein würdiges, unvergeßliche Eltern hoch ehrendes Denkmal setzte.
Der Säulen-Aufbau ist aus schwarzem und grauem italienischen
Marmor, inmitten sitzt eine Sibylle in Lebensgröße mit aufgeschlagenem Buche.
Noch verfertigte er einen Plan für die Villa Grobecker zu Althofen
in Kärnten, die in der Nähe des alten Bergthurmes erbaut
wurde. Der ursprüngliche Plan war sehr zierlich erdacht; doch ward
er einer Veränderung unterworfen.
Noch entschloß er sich zur Annahme der, ihm am 9. September
1875 angebotenen Direction der k. k. Bau- und Maschinen-Gewerbeschule
in Wien, nicht ohne wiederholtes Andrängen und nachdem
ihm von Seite des Unterrichts-Ministeriums viele mündliche Versprechungen
gemacht worden, die aber leider später in Vergessenheit
geriethen.
In Folge Allerhöchster Entschließung vom 14. Jänner 1876 und
mit Decret vom 16. Februar 1876 zum Director obgenannter Schule
ernannt, legte er am 22. Februar den Eid ab. Zum Behufe der Neuorganisierung
der schon bestandenen k. k. Staatsgewerbeschule, welche er,
dem Fortschritte der Zeit gemäß, auf den Höhepunkt anderer derlei
Anstalten in Deutschland zu bringen bestrebt war, unternahm er am
27. November 1875 eine Reise durch Deutschland. Er besuchte München,
Ulm, Stuttgart, Frankfurt a. M., Holzminden, Hamburg und andere
Städte, um sich durch eigene Anschauung von der Einrichtung und
Lehrweise ähnlicher Anstalten zu überzeugen.
Leider hatte diese Reise in der rauhen Jahreszeit seine Gesundheit
angegriffen, und vielleicht den Keim zu seinem später hervortretenden
Leiden gelegt.
Die Schule des lichtfreudigen Meisters war in dem alten düsteren
Gebäude von St. Anna, einem früheren Kloster [Annakloster, Annagasse 3-3A, Johannesgasse 4-4A], und im alten Gußhause
auf der
Wieden untergebracht. Es sollte zwar, wie es ihm
zugesagt war, ein neues Gehäude zu erweiterten Zwecken hergestellt
werden und er hatte deshalb schon einen Plan ausgefertigt, den er
zweimal auf Verlangen umarbeiten mußte. Doch die finanzielle Lage
des Staates gestattete es damals nicht, den nothwendigen Neubau
herzustellen. Es wurden nur einige Adaptierungen vorgenommen, um
den 19 Lehrern und mehr als 700 Schülern einen halbwegs angemessenen
Raum zu schaffen.
Bis zum letzten Jahre, da er diese Stellung inne hatte, unternahm
er noch kleinere Studienreisen, deren eine am 21. August 1876 ihn
nach Müncen zur kunsthistorischen Ausstellung führte. Trotz der oft
in Wien herrschenden drückenden Hitze, ließ er sich nicht bewegen,
längere Zeit die Metropole der Renaissance zu verlassen. Nur nach
Klagenfurt wanderte ein paar Mal wegen der dort vorzunehmenden
Bauten des Schulgebäudes für Acker- und Bergbau und später des
Rudolphinums.
Das Erstere, wozu er unentgeltlich, wie zum Rudolphinum, den
Plan verfertigt hatte, gereicht der Stadt Klagenfurt zur Zierde. Am
13. September 1877 wurde er zu dessen feierliher Eröffnung eingeladen
und am 12. Februar 1878 erhielt er im Namen der
kärntischen Sparcasse ein Anerkennungsschreiben für sein patriotisches
Wirken.
Aber nicht nur den Entwurf für das Rudolphinum hat die Stadt
Klagenfurt ihm zu verdanken, sondern noch mehr die Bauausführung
desselben, da G. Gugitz sich bei dem damaligen Präsidenten der
kärntischen Sparcasse, Dr. Edlmann, eifrig dafür verwendete, großmüthig
die Mittel zu diesem Baue zu spenden. Er mußte den Plan
auch nochmals umarbeiten, indem die Mittel nicht in dem Umfange,
wie ursprünglich bestimmt, gewährt werden konnten.
Im Jahre 1878 zum Juror der pariser Ausstellung ernannt,
lehnte er diese Auszeichnung ab.
Zm Herbste 1879 war er für das Arrangement der Ausstellung
seitens der wiener Frucht- und Mehlbörse in der
Rotunde thätig,
wofür er, seit 4. September des Gewerbevereines ernanntes Mitglied,
am 19. September desselben Jahres ein Anerkennungsschreiben
erhielt.
Im Herbste 1880 widmete er sich den Einleitungen für die
wiener Gewerbe-Ausstellung in der
Rotunde,
wofür ihm am 15. December 1880 die verdiente Anerkennung wurde. Jetzt kam ein Ruf aus
dem deutschen Böhmen; die Stadt Reichenberg wünschte die Beurtheilung
der zur Prämiierung bestimmten Pläne für das dort zu erbauende
Theater, und Gugitz entsprach dem Auftrage vom 19. Februar 1881,
man weiß, in wie gelungener Weise.
Schon im Jahre 1876 war er in ähnlicher Angelegenheit in
Karlsbad gewesen, um im Vereine mit Professor Zitek aus Prag über
die Pläne des dortigen Theaters zu entscheiden.
Seine letzte architektonische Arbeit war der Entwurf für das
Grab-Monument des Großindustriellen Philipp Haas [siehe auch
Eduard Ritter von Haas].
Das großartige, architektonisch und plastisch bedeutsame Werk wurde in Marmor
ausgeführt und steht in den Arcaden des wiener
Central-Friedhofes.
In den letzten Jahren hatte G. Gugitz sich in
Döbling ein
Heim geschaffen, das er aber leider nicht mehr lange genießen sollte.
Im Mai 1881 mit einem halbjährigen Urlaube zur Herstellung
seiner angegriffenen Gesundheit ausgestattet, reiste er in den ersten
Tagen dieses Monats über Klagenfurt und Mailand nach Morcote.
Bei rauhem Regen und Schneefall auf den Vorbergen in Morcote am
10. Mai angelangt, blieb er zwei Wochen an's Bett gefesselt. Der
Genesende hatte als tröstliches Bild allerdings einen schönsten See vor
Augen; aber (so schreibt er verzagend) „er gewährt keine Erquickung,
und so lange ich hier bin, habe ich noch keinen schönen blauen,
italienischen Himmel gesehen, nein, immer nebelige Atmosphäre.“ So
brach denn der ruhelose Wanderer Anfangs Juli auf, begab sich nach
dem S. Bernardino und von dort nach S. Pietro di Stabio, die
etwas höher gelegen als Morcote. Die gute alte Kraft schien wiederzukehren
und trostgemuth wendete sich der an Entwürfen reiche Künstler
wieder seiner Donau-Heimat zu, welche er im September über Mailand
erreichte. Noch besuchte er die aufblühende Schule; aber der unholde
November brachte einen heftigen Gelenks-Rheumatismus. In den immer
kärgliher zugemessenen besseren Stunden versuchte er noch, an
einem Plane für S. Pietro di Stabio zu arbeiten. So erschien der
Frühling 1882.
Im Juni fühlte er sich etwas wohler, wenn auch sehr geschwächt,
so daß er daran dachte, den Rath der Aerzte, ein anderes Klima aufzusuchen,
alsbald auszuführen. Er beschloß, nach Wolfsberg im Lavantthale
zu gehen, obschon er bisweilen daran zweifelte, diesen Ort zu
erreichen. Doch behielt er bis zur lezten Stunde seinen klaren Geist,
sprach noch öfter in schmerzlosen Augenblicken über Kunst, besonders
der Renaissance; ja, wenige Wochen vor seinem Tode hielt er einen
förmlichen, eine Stunde währenden Vortrag über deutsche Kunst im
Mittelalter, tiefsinnig ausführend, wie zur Reformationszeit deutsche
Auswanderer deutsche Kunst in's Ausland trugen.
Im Begriffe, von Wien abzureisen, war er schon eine Strecke
Wegess abgefahren, als er, von tödtlichem Unwohlsein übermannt,
wieder Kehrt machen mußte. Heimgebracht, schien er Ruhe zu gewinnen;
aber sie ward nur errungen mit dem letzten Hauche. Gustav Gugitz
starb Montag, den 17. Juli 1882, 9 1/4 Uhr Vormittags zu
Oberdöbling
im Hause Nr. 29 der Donaugasse im Alter von 46 Jahren.
Eine trauernde Witwe und vier unerwachsene Töchter beweinen sein
frühzeitiges Hinscheiden. Ein Knabe war zu der Eltern großem Schmerze
in zartem Kindesalter (1880) ihnen entrissen worden. Nicht nur die
G. Gugitz in Verwandschaft nahe Stehenden, sondern viele Freunde,
Verehrer, Künstler und Kunstverständige begleiteten ihn zu seinem
Grabe und weinten ihm eine Thräne nach. Er ruht in der Familiengruft
des
grinzinger Friedhofes, an der nordöstlichen Ecke.
Doch die Spuren seiner künstlerischen Leistungen werden noch
länger dauern, sein Vaterland kann mit Stolz auf ihn als einen seiner
talentreichsten, kunstfertigsten Söhne deuten. Ein verdienstreicher Arbeiter
im Tempel der Kunst ist hervorgegangen aus dem Eckhause Nr. 105
des „Neuen Platzes“ zu Klagenfurt, wo jetzt die Pernhartgasse beginnt.
Nebst seiner Güte und Bescheidenheit zeichnete er sich durch einen
besonderen Rechtlichkeitssinn aus, der so weit gieng, daß er alle ihm
zugedachten Geschenke zurückwies.
An schriftstellerischen Arbeiten erschienen von ihm im Verlage von
R. Waldheim in Wien neun Hefte Bauconstructionen, welches Werk
von Seite des k. k. Handelsministeriums für Baugewerbeschulen herausgegeben wurde.
Ferner veröffentlichte er nach den richtig ausgeführten Plänen
des Opernhausbaues das, in demselben Verlage erschienene Werk:
„Das neue Opernhaus in Wien, erbaut von den Architekten
Van der Nüll und
Sicardsburg,
vollendet von Gustav Gugitz, in 17 Tafeln und Beschreibung.“
In seinem Atelier arbeiteten nebst anderen Architekten die Herren
Emilio Müller und Wilhelm Heß„ „die dann anderweitige Stellung
fanden.
In seinem harmonischen Wirken als Künstler, Lehrer, Hausvater
und Freund, ein Mann von vollem Gusse, hat er durch sein ganzes
Leben jenen Wahrspruch bekräftiget, welchen Emanuel Geibel in die
Worte zusammengefaßt hat:
Was Du gründlich verstehst, das mache,
Was Du gründlich erfuhrst, das sprich,
Bist Du Meister im eig'nen Fache,
Schmäht kein Schweigen im fremden Dich.
Das Reden von Allem magst Du gönnen
Denen, die selbst nichts machen können.
Freie Stimmen vom 27.6.1929, Seite 8:
Heute vormittags entschlief nach langem, schweren, mit Geduld ertragenem
Leiden unsere innigstgeliebte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter
und Tante, Frau
Susanne Gugitz, geb. Martinetti-Isella
Architektens- und Direktors-Witwe
nach Empfang der heiligen Sterbesakramente im 80. Lebensjahre.
Die irdische Hülle der teuren Verblichenen wird Montag, den 24. Juni
1929, um 4 Uhr nachmittags in der Aufbahrungshalle des
Grinzinger Friedhofes
(Endstation Linie 38) feierlich eingesegnet und sodann auf demselben
Friedhofe in der Familiengruft zur ewigen Ruhr bestattet.
Die heilige Seelenmesse wird Montag, den 1. Juli 1929, um 8 Uhr
früh in der
Pfarrkirche zu St. Paul in
Döbling gelesen werden.
Wien, den 21. Juni 1929.
XIX., Pokornygasse 27.
Gottfried u. Gustav Heß
Heinz und Ernst Küchler
Hans und Elisabeth Bierbaum als Enkelkinder.
Marie Heß geb. Gugitz
Antonie Küchler
geb. Gugitz
Josefine Bierbaum
geb. Gugitz als Töchter.
Adolf Heß
Inspektor d. öst. Nationalbank
Ing. Eduard Küchler
General a. D.
Reg.-Rat Robert Bierbaum
Direktor der Hofapotheke
als Schwiegersöhne.
Wiener Zeitung vom 26.9.1884, Seite 6:
Dr. Gugitz Joseph Anton, resign. Hof-
und Gerichtsadvocat, 57 J., IX.,
Porzellangasse 41, Bright'sche Nierenentzündung.
Die Grabstelle, ein Ehrengrab, befindet sich am
Friedhof Grinzing (Gruppe: MA, Nummer: 20).
Quelle: Text: www.nikles.net, Bilder: www.nikles.net,
Wien Museum Onlinesammlung, gemeinfrei,
Klagenfurter Zeitung vom 20.7.1882, Seite 3,
Die Presse vom 22.7.1882, Seite 8,
Freie Stimmen vom 27.6.1929, Seite 8,
Wiener Zeitung vom 26.9.1884, Seite 6.