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19. Bezirk - Setagayapark

Der Setagayapark, auch Japanischer Garten Döbling genannt, wurde in den Jahren 1990 bis 1992 nach Plänen des japanischen Gartengestalters Ken Nakajima (1914–2000) im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling errichtet.

Zwischen Döbling und Setagaya, einem Stadtteil von Tokio, bestand bereits seit 1984/85 ein Freundschafts- und Kulturabkommen, woraus die Idee entstand, in Döbling einen Japanischen Garten zu errichten. Anderen Quellen zufolge entstand der Park auch anlässlich des 120-jährigen Bestands des 1869 geschlossenen Österreichisch-Japanischen Freundschaftsvertrags mit Unterstützung von Tokio-Setagaya, des Schwesterbezirks von Döbling. Bereits 1988 sollte auf dem in der Bevölkerung als Heinrichshügel bekannten Grünfläche ein Japanischer Garten entstehen.

Gestaltung: Der nach Plänen des japanischen Gartengestalters Ken Nakajima von 1990 bis 1992 erbaute Park wurde im Mai 1992 feierlich eröffnet. Er symbolisiert eine japanische Landschaft und verfügt über eine Quelle, einen Wasserfall, einen Teich, sowie für japanische Gärten typische Steine und Pflanzen. Um den hier vorhandenen Baumbestand zu erhalten und aufgrund der Neigung des Geländes wurde der Parkeingang in der südwestlichen Ecke angelegt. Von dort erreicht man über einige Stufen das Bambustor, das im Tokusabari-Stil gehalten ist und das dem Garten der Shugakuin-Villa am Fuße des Berges Hiei am Nordrand von Kyoto nachempfunden ist. Zusätzlich zum Haupteingang verfügt der Park auch noch über einen behindertengerechten Eingang. Direkt neben dem Haupteingang befindet sich ein Steinmonument, in das, in japanischer Schrift, das Wort Furomon (dt. Paradies) gemeißelt ist. Über den gesamten Park verbreitet finden sich auch weitere japanische Steinskulpturen, wie zum Beispiel eine Steinstupa, eine Steinlaterene oder die Skulptur einer Steinpagode.

Anfangs war für den rund 4700 Quadratmeter großen Park eine vollzeitbeschäftigte Person für Rückschnittarbeiten im Park verantwortlich. Die Flora im Park wird als Mischung aus traditionell japanischen Pflanzen (Magnolie, Blütenkirsche oder Bambus) und in Österreich heimischen Pflanzen und Gehölzarten, die oftmals einen japanischen Charakter wiedergeben sollen. Das Wasser, das aus einer Quelle am oberen Ende des Parks kommt, fließt unter einer nur wenige Meter langen gewölbten Holzbrücke (Pagodensteg) über eine Reihe von Wasserfällen (Kaskaden) in den Seerosenteich, in dem neben Fischen auch Schildkröten oder Enten anzutreffen sind. Direkt beim Teich befindet sich auch ein Teehaus, in dem wenige Male im Jahr traditionelle Teezeremonien abgehalten werden, das jedoch die meiste Zeit leer steht. Etwas weiter nördlich der ersten zentral gelegenen Brücke befindet sich zudem noch eine weitere wenige Meter lange Holzbrücke mit höherem Geländer. Außerdem gibt es im Park einige unüberdachte, wie auch überdachte Sitzmöglichkeiten. Teile des Parks, wie das Teehaus, die Pagode, die Steinlaterne und der Eingangsbereich sind Geschenke von Setagaya und dessen Bürgermeister Keiji Ohba.

Öffnungszeiten: Der Setagayapark ist während der Wintermonate (1. November bis einschließlich 31. März), sowie bei winterlichen Verhältnissen gesperrt. Von 1. April bis 31. Oktober ist der Park täglich ab 7 Uhr geöffnet und schließt in den Monaten Mai bis August um 21 Uhr, in den Monaten April und September um 20 Uhr und im Oktober um 19 Uhr. Im Park herrscht ein generelles Hundeverbot.

Weitere Japanische Gärten in Wien: Neben dem Setagayapark befinden sich in Wien eine Reihe weiterer Japanischer Gärten, wie dem Japanischen Garten beim Schloss Schönbrunn, dem Takasakipark im Kurpark Oberlaa, dem Franz-Karl-Effenberg-Asiagarten am Gelände der Berufsschule für Gartenbau und Floristik in Kagran, dem Hof 2 im Alten AKH am Alsergrund oder der Kirschenallee auf der Donauinsel.

Quelle: Text: Wikipedia, Bilder: www.nikles.net.



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