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Die Bundeshauptstadt

09. Bezirk - Jahoda-Tor

Das Jahoda-Tor befindet sich im Hof 1 des Campus der Universität Wien (Altes AKH) im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund. Die Benennung des Tores erfolgte 1998 im Zuge der Eröffnung des Universitätscampus.

Das Tor, das Hof 1 mit dem Hof 2 verbindet, wurde nach der jüdischen Sozialpsychologin und Sozialistin Marie Jahoda (* 26. Jänner 1907 in Wien, Österreich-Ungarn; † 28. April 2001 in Keymer, Sussex, Großbritannien; auch Marie Jahoda-Lazarsfeld oder Lazarsfeld-Jahoda, durch weitere Heirat Albu; Pseudonym: M. Mautner) benannt. Jahoda, die während des Austrofaschismus im antifaschistischen Widerstand aktiv war, emigrierte zwangsweise nach kurzer Haft 1937 nach Großbritannien und entging dadurch einer weiteren Verfolgung durch das austrofaschistische und später nationalsozialistische Regime.

Das Jahoda-Tor liegt in einer Blickachse mit dem Persönlichkeitsdenkmal Theodor Billroth, dem Zierbrunnen (Gedenkbrunnen) im Universitätscampus (45154) und dem Ärzte-Kriegerdenkmal.

Beim Jahoda-Tor wurde eine Tafel angebracht, die über das Wirken der Wissenschaftlerin aufklärt. Der Text der Tafel lautet:

Marie Jahoda (geb. 1907)

Marie Jahoda studierte an der Universität Wien Psychologie bei Karl und Charlotte Bühler. Sie wurde Mitarbeiterin im Verein 'Wirtschaftspsychologische Forschungsstelle' mit dem Karl Bühler der jungen empirischen Sozialforschung eine institutionelle Plattform geschaffen hatte. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Paul Lazarsfeld und Hans Zeisel erarbeitete sie nach ihrer Promotion (1932) die Studie 'Die Arbeitslosen von Marienthal', welche die Auswirkungen der Massenarbeitslosigkeit für den Einzelnen und seine Gemeinschaft dokumentierte. Die neuartige sozialpsychologische Untersuchungsmethode machte das Forscherteam international bekannt.

Marie Jahoda übernahm die Leitung der Wirtschaftspsychologischen Forschungsstelle bis 1936, als sie wegen ihres politischen Engagements verhaftet und die Forschungsstelle geschlossen wurde. Nach ihrer Entlassung emigrierte sie nach England und ging später in die USA, wo sie an der New York University Sozialpsychologie unterrichtete. Von 1958 bis 1973 lehrte sie in England an verschiedenen Universitäten.

Nähere Umgebung: Beim Jahoda-Tor befinden sich der Japanische Steingarten, die Ferdinand Ritter von Hebra-Gedenktafel und die Leopold Schönbauer Gedenktafel.


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Quelle: Text: www.nikles.net, Bilder: www.nikles.net



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