Die Bundeshauptstadt

Straßennamen, 6. Bezirk

A
Aegidigasse - 1852 nach dem Heiligen Aegidius, Namenspatron der Pfarrkirche von Gumpendorf, benannt.
Amerlingstraße - 1887 nach Friedrich von Amerling benannt. Er wohnte 1828 bis 1831 sowie nach seiner Rückkehr aus Italien von 1833 bis 1840 im Palais Strozzi.
Anilingasse - 1865 nach Anilin, dem Grundstoff zum Färben von Stoffen, benannt. Früher wohnten in dieser Gasse Färber.

B
Barnabitengasse - 1862 nach dem Orden der "Barnabiten", einem katholischen Männerorden, benannt. Der Männerorden war die Betreuung der Mariahilfer Kirche übertragen worden. Vor 1862 hieß die Gasse Kleine Kirchengasse.
Bienengasse - 1862 nach einem Hausschild "Zum Bienenkorb" in der Gasse benannt. Vor 1862 hieß die Gasse Krongasse.
Blümelgasse - 1887 nach Carl Blümel, einem Fabrikant aus Mariahilf, der durch Verdienste um die Armen bekannt wurde, benannt.
Brauergasse - 1862 nach der damals ansässigen Gumpendorfer Brauerei benannt. Vor 1862 hieß die Gasse Bräuhausgasse.
Brückengasse - 1862 nach der Nevillebrücke, zu der die Gasse führt, benannt. Vor 1862 hieß die Gasse Kirchengasse.
Bundesländerplatz - 1990 aus Zeichen der Solidarität mit den übrigen Bundesländern nach diesen benannt (Verkehrsfläche ohne Adressen)
Bürgerspitalgasse - 1841 nach dem Bürgerspitalfonds, in dessen Besitz sich die Gegend befand, benannt.

C
Capistrangasse - 1906 nach dem Heiligen Johannes Capistran benannt. Vor 1906 hieß die Gasse Windmühlgasse.
Chwallagasse - 1887 nach Rudolf Chwalla, einem Fabrikanten und Förderer der Seidenraupenzucht aus Mariahilf, benannt.
Corneliusgasse - 1867 nach Peter von Cornelius, einem Historienmaler, beziehungsweise nach Peter Cornelius, seinem Neffen, einem Komponisten, benannt.

D
Damböckgasse - 1886 nach Ludwig Damböck, einem Spitzenfabrikant aus Mariahilf, benannt.
Dominikanergasse - 1827 erstmals erwähnt. Nach einer Mühle an der Wien, die 1606 bis 1777 dem Dominikanerorden gehörte, benannt.
Dürergasse - 1862 nach dem Künstler Albrecht Dürer benannt. Vor 1862 hieß die Gasse Untere Stättengasse.

E
Eggerthgasse - 1902 nach Karl Eggerth, einem Gemeinderat und Besitzer des Karolinenbades, benannt.
Eisvogelgasse - 1869 nach einem Hausschild "Zum Eisvogel" in der Gasse benannt. Die Gasse hieß in den Jahren 1827 bis 1869 Gärtnergasse, zuvor Obere Gärtnergasse.
Esterhazygasse - 1862 nach Fürst Nikolaus Esterházy benannt. Dieser errichtete hier ein Palais und einen Park. In den Jahren 1797 bis 1852 hieß die Gasse Neue Gasse, später Berggasse.

F
Fallgasse - 1867 nach dem hier verlaufenden Fallbach, einem Nebenfluss der Wien, benannt.
Fillgradergasse - 1862 nach der wohltätigen Marie Anna Fillgrader (Witwe eines Glockengießers) benannt, die eine Stiftung für verarmte Bürger gründete. Die Gasse wurde 1787 angelegt, um 1797 erhielt sie den Namen Rosengasse, ehe sie 1862 umbenannt wurde.
Fritz-Grünbaum-Platz - 1989 nach dem Schriftsteller Fritz Grünbaum benannt.
Fügergasse - 1876 nach dem Historienmaler Friedrich Heinrich Füger benannt.

G
Garbergasse, 1862 nach dem wohltätigen Webwarenfabrikanten, Gemeinderat und Ortsrichter Karl Garber (*1807, †1897) benannt.
Gaudenzdorfer Gürtel, 1894/1910 benannt nach dem Ortsnamen Gaudenzdorf. 1892 wurde Gaudenzdorf zum 12. Wiener Gemeindebezirk Meidling eingemeindet. Hieß davor Gürtelstraße und Margaretengürtel.
Getreidemarkt, 1866 nach den einst dort befindlichen Getreidespeichern benannt, bis 1864 wurde ein Getreidemarkt abgehalten.
Gfrornergasse, 1832 nach Franz Gforner (*1798, †1840) benannt, eröffnete 1832 die Gasse
Girardigasse, 1918 nach Alexander Girardi benannt, hieß davor Engelgasse.
Grabnergasse, 1894 nach Johann Nepomuk Grabner (1825-1893, Bezirksvorsteher, Obmann des Ortsschulrates und Lehrer) benannt. Sitz der Magistratsabteilung 31 - Wasserwerke
Gumpendorfer Gürtel
Gumpendorfer Straße, 1862 zur Erinnerung an den alten Vorstadtnamen Gumpendorf benannt, hieß davor Im Saugraben, Kothgasse, Bräuhausgasse und Gumpendorfer Hauptstraße.

H
Haydngasse, 1862 nach Joseph Haydn benannt, hieß davor Kleine Steingasse. Siehe auch Haydnhaus mit Brahms-Gedenkraum
Hirschengasse, 1827 nach dem Gasthausschild Zum Hirschen benannt.
Hofmühlgasse, 1862 nach Karl Hof benannt, letzter Mühlenbesitzer am Wienfluss, seine Dorotheermühle bestand von 1680 bis 1847, hieß 1827 Dorotheergasse, 1797 Dorothe Gasse. Siehe auch Geburtshaus Fanny Elsslers
Hornbostelgasse, 1855 nach dem Großindustriellen und Handelskammerpräsidenten Theodor von Hornbostel benannt, hieß davor Große Schlossgasse.
Hugo-Wolf-Gasse, 1903 nach Hugo Wolf benannt.

J
Joanelligasse, 1902 nach dem 1673 gestorbenen Barnabitenpriester Don Cölestin Joanelli benannt.

K
Kaunitzgasse, 1862 nach Wenzel Anton Graf Kaunitz benannt. Siehe auch Gedenktafel Ferdinand Kürnberger
Kollergerngasse, 1870 nach dem Kollergern benannt (Riedname), ein Gern ist ein keilförmiges Grundstück.
Königseggasse, 1862 nach dem Grundbesitzer und Stifter der Gumpendorfer Kirche Leopold Wilhelm von Königsegg benannt, hieß davor Rosengasse.
Königsklostergasse, 1887 nach dem 1782 aufgelösten und 1784 abgetragenen Königskloster benannt, hieß davor Bettlerstiege.
Kopernikusgasse, 1867 nach Nikolaus Kopernikus benannt.
Köstlergasse, wurde 1895 nach dem Mariahilfer Gemeinderat und Bezirksvorsteher Adam Köstler (*1817, †1892) benannt. Siehe auch Otto Wagner Haus
Kurt-Pint-Platz, 2000 nach dem ehemaligen Bezirksvorsteher Kurt Pint benannt (Verkehrsfläche ohne Adresse).
Kurzgasse, 1862 wegen ihrer Kürze so benannt.

L
Laimgrubengasse, 1862 nach den Lehmgewinnungsstätten in der ehemaligen Vorstadt Laimgrube benannt, hieß davor Große und Kleine, dann Obere und Untere Pfarrgasse. siehe auch Laimgrubenkirche, Geburtshaus Vinzenz Chiavacci und Beethovenhaus
Lehargasse, 1948 nach Franz Lehár benannt, hieß davor Dreihufeisengasse.
Liniengasse, 1862 nach dem Linienwall benannt, zu dem sie führte, hieß davor Feldgasse.
Linke Wienzeile, seit 1899, zuerst Am Wienufer, auch Ufergasse, später Magdalenenstraße und Wienstraße, am linken Wienflussufer gelegen. Siehe auch Gedenktafel Emanuel Schikaneder und Türkenkugel
Loquaiplatz, 1903 nach dem Gemeinderat, Landtagsabgeordneter und Bezirksvorsteher Ferdinand Loquai benannt.
Luftbadgasse, 1862 nach dem 1852 erbauten Esterházybad, dem ersten Dampfbad Wiens, genannt.
Lutherplatz, 1983 nach Martin Luther benannt.

M
Magdalenenstraße, 1862 nach dem ehemaligen Vorort Magdalenengrund benannt, ein Teil der Straße hieß davor Untere Wehrgasse, ein anderer Schnellgasse.
Marchettigasse, nach dem Seidenfärber Johann Baptist Marchetti benannt, er baute das erste Haus in der Gasse.
Mariahilfer Gürtel (von Gumpendorfer Straße bis Westbahnhof)
Mariahilfer Straße, früher: Kremser Straße und Bayerische Landesstraße. Sie hatte aber auch lokale Namen und hieß sogar Schönbrunner Straße, siehe auch Ehemalige Werkstätte Siegfried Marcus, Geburtshaus Ferdinand Raimund, Haydndenkmal
Matrosengasse, 1862 nach einem Laden, der Zum Matrosen hieß, benannt, hieß davor Baumgasse.
Meravigliagasse, 1862 nach der Familie Meraviglia benannt, welche von 1755 bis 1801 im Besitz von Grundstücken in dieser Gegend war, hieß davor Kleine Schlossgasse.
Millergasse, nach dem Stahlwarenerzeuger und Grundrichter von Gumpendorf Franz Matthias Miller benannt.
Millöckergasse, hieß bis 1900 Theatergasse, danach nach Karl Millöcker benannt. Siehe auch Papageno-Tor
Mittelgasse, 1862 so benannt da sie bei ihrer Eröffnunung 1833 in der der Mitte zwischen Gumpendorfer Straße und Mariahilfer Straße lag.
Mollardgasse, 1862 nach dem Grafengeschlecht Mollard (1629-1755 Besitzer der Herrschaft Gumpendorf) benannt, hieß davor Obere Wehrgasse und Obere- und Untere Annagasse.
Morizgasse, 1862 nach dem wohltätigen Justizsekretär Gottfried Moriz von der Hölz benannt, war um 1820 Besitzer des ersten Hauses in der Gasse.
Münzwardeingasse, 1862 nach dem kaiserlichen Münzwardein Siegmund Hammerschmied benannt, er erwarb 1663 Besitz zwischen Mollardgasse und Gumpendorfer Straße.

N
Nelkengasse, wurde 1862 nach dem Gasthaus Zur Nelke benannt, hieß davor Schiffgasse.

O
Oskar-Werner-Platz, 2002 nach dem in Mariahilf in der Marchettigasse geborenen Schauspieler Oskar Werner benannt (Verkehrsfläche ohne Adresse)
Otto-Bauer-Gasse, hieß bis 1949 nach der Gumpendorfer Kaserne Kasernengasse, danach nach dem, auf Hausnummer 2 wohnhaften, Otto Bauer benannt.

P
Papagenogasse, 1876 nach der Figur aus der Zauberflöte benannt.
Pfauengasse, 1827 nach einem Hausschild Zum Pfauen benannt.
Pliwagasse, 1933 nach Ernst Pliwa, dem Schöpfer des Fortbildungsschulwesens benannt.
Proschkogasse, 1911 nach den Schriftstellern Dr. Franz Isidor Proschko und seiner Tochter Hermine Camilla benannt, hieß davor Wäschergasse.

R
Rahlgasse, 1866 nach dem Maler Carl Rahl benannt. siehe auch Rahlstiege

S
Sandwirtgasse, 1862 nach einem Gasthausschild Zum Sandwirt benannt, in welchem Andreas Hofer bei seinem Wien-Aufenthalt 1809 wohnte, hieß davor Kahlgasse.
Schadekgasse, 1913 nach dem ehemaligen Bezirksvorsteher Franz Josef Schadek benannt, hieß ursprünglich Hollerbeergasse, dann Kollergerngasse, ab 1906 Windmühlgasse.
Schmalzhofgasse, 1862 nach dem Hof eines vermögenden Schmalzhändlers benannt.
Sechshauser Gürtel
Sonnenuhrgasse, 1876 nach einem Haus, an dem drei Sonnenuhren befestigt waren, benannt.
Spalowskygasse, 1949 nach dem Gemeinderat und Nationalratsabgeordneten Franz Spalowsky benannt, hieß 1857 Grasgasse.
Spörlingasse, 1862 nach dem Tapetenfabrikanten und Wohltäter Michael Spörling benannt.
Stiegengasse, 1862 nach der dortigen Amonstiege benannt, hieß davor Gärtnergasse und Windmühlgasse.
Strohmayergasse, nach dem Ziegelofenbesitzer Lorenz Strohmayer benannt.
Stumpergasse - (vorher: Große Steingasse), benannt nach Anton Stumper (1740-1814), der 1811 die Gründe für die Errichtung der Gasse freigab. 1907 wohnte Adolf Hitler hier ungefähr ein halbes Jahr. Außerdem ist hier das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien ansässig sowie das IHS - Institut für Höhere Studien, Abt. für Politologie.

T
Theobaldgasse, wurde 1862 nach der 1343 erbauten und 1529 von den Türken zerstörten St. Theobald Kapelle benannt.
Turmburggasse, wurde 1862 nach einem um 1765 erwähnten Gutshof mit Kapelle und hohem Turm (Turmburg) benannt.

V
Viktor-Matejka-Stiege, wurde 1998 nach Viktor Matejka (*1901, †1993) benannt.

W
Wallgasse, 1862 nach dem Linienwall benannt, hieß davor Große Schlossgasse und Wallstraße
Webgasse, wurde 1862 nach den ehemaligen Webwarenfabriken, die sich in dieser Gegend befanden benannt, hieß davor Große Schmiedgasse.
Wienzeile, siehe auch Wagner-Häuser an der Wienzeile
Windmühlgasse, benannt nach dem Bezirksteil Windmühle. Der Name leitet sich nach einer um 1562 errichteten Windmühle ab.
Worellstraße, wurde 1903 nach dem Gründer eines katholischen Waisenhilfsvereines namens Stephan Worell (*1829, †1898) benannt

Quelle: Wikipedia, überarbeitet.



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