Person - Peter Pfeffermann
Peter Pfeffermann, Magister der Zahnheilkunde, Zahnarzt, Chirurg und Geburtshelfer, 1809, † 23.03.1870, zuletzt wohnhaft 1., Lobkowitzplatz 3.
Dr. Peter Pfeffermann erhielt 1849 das Privileg auf die "Erfindung eines Zahnpulvers in fester Form, Zahnpasta genannt",
1860 das Privileg für ein "künstliches Zahngebiss aus verbessertem vulkanisierten Kautschuk",
und schrieb im Jahr 1862 das Lehrbuch
Fassliche Darstellung der gesamten Zahnheilkunde nach dem neuesten Standpunkte.
Weiters erhielt er 1863 ein Patent für eine "privilegierte Zahnpasta" und erfand ein
„Mundwasser,
welches im Munde eine angenehme Kühle verbreite und unangenehmen Geruch benehme".
Ehrungen:
Pfeffergasse, im Jahr 1862 benannt nach dem Mediziner und Zahnarzt Peter Pfeffermann;
Er kaufte um 1860 ein Haus an der
Taborstraße und baute es um,
wodurch zwischen deren Hausnummern 61 und 63 eine kurze Seitengasse entstand.
Warum die Gasse nicht nach dem vollständigen Namen als
Pfeffermanngasse benannt wurde, ist unbekannt.
Der Ungar. Zeitschriftliches Organ für magyarische Interessen vom 26.4.1843, Seite 4:
Zahnärztliche Anzeige.
Gefertigter, immer mehr gestärkt im Vertrauen
auf seine stets mit dem besten Erfolg ausgeübte Praxis
und bisherige von den resp. Theilnehmern ehrenvoll
gewürdigten Leistungen, selbst für die schwersten Aufgaben
im Gebiete der Zahnheilkunde, empfiehlt sich einem
hochverehrten Publikum, und macht auf die neuerfundenen
Emailzähne, welche er in großer Auswahl
so eben erhalten hat, aufmerksam; ferner besitzt er einen
großen Vorrath sehr schöner, sowohl englischer als
amerikanischer Zähne, welche sich ihrer guten Haltbarkeit
wegen vorzüglich auszeichnen. — Dankend für das
ihm bisher geschenkte Zutrauen, verspricht er, fortwährend
Alles aufzubieten, was Kunst und langjährige Erfahrung
vermag, vorzüglich dadurch, indem er selbst
Alles ohne Beihilfe eines Maschinisten verfertigt, wodurch
er also alle mechanische Vorrichtungen wie auch
jeden einzelnen Zahn um einen billigen Preis zu liefern
im Stande ist, um seine pl. t. Patienten zu befriedigen.
Ordinationsstunden von 9 bis 11 Uhr Vormittag,
und von 2 bis 4 Uhr Nachmittag. Wohnt in der Dorotheagasse,
Marcsi'schen HauS 2. Stock gegenüber dem Handelstandsgebäude.
Peter Pfeffermann,
Magister der Zahnheilkunde, Chirurg
und Geburtshelfer.
Wiener Zeitung vom 3.11.1849, Seite 8:
Das k. k. Handelsministerium hat am 8. August 1849
die nachstehenden ausschließenden Privilegien nach den Bestimmungen
des Patentes vom 31. März 1832 zu verleihen
befunden:
Dem Peter Pfeffermann, Magister der Augen- und
Zahn-Heilkunde in
Pesth, am Josephsplatz im Murat'schen
Hause, derzeit in Wien Nr. 316, für zwei Jahre, auf die
»Erfindung eines Zahnpulvers in fester Form, Zahnpasta genannt.«
Temesvarer Zeitung vom 18.7.1860, Seite 7:
Im März 1860.
Ertheilte Privilegien.
Dr. Peter Pfeffermann, in Wien.
Erfindung künstlicher Zahngebisse aus verbessertem vulkanisirten Kautschuk. 2. März 1860, 1 J., geheim.
Vereinigte Laibacher Zeitung vom 25.1.1862, Seite 5:
Das Privilegium des Dr. Peter Pfeffermann,
ddo. 2. März 1860, auf die Erfindung künstlicher
Zahngebisse aus verbessertem vulkanisirten Kautschuk
(bezüglich des in der Beschreibung angegebenen Zusatzes
der Parfumirung des vulkanisirten Kautschuks
als Verbesserungs-Privilegium aufrecht erhalten, in
allen übrigen Theilen aber bereits außer Kraft gesetzt.)
Wiener Zeitung vom 27.3.1870, Seite 16:
Den 23. März.
Pfeffermann Peter, Doctor der Medicin, 55 J.,
Stadt, Lobkowitzplatz 3, Magenentartung.
Die Grabstelle befindet sich am
St. Marxer Friedhof (
Position 201b).
Quelle: Text: www.nikles.net, Bilder: Lithographie von Adolf Dauthage, 1852, gemeinfrei,
Der Ungar. Zeitschriftliches Organ für magyarische Interessen vom 26.4.1843, Seite 4,
Wiener Zeitung vom 3.11.1849, Seite 8,
Temesvarer Zeitung vom 18.7.1860, Seite 7,
Vereinigte Laibacher Zeitung vom 25.1.1862, Seite 5,
Wiener Zeitung vom 27.3.1870, Seite 16.