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Die Bundeshauptstadt

Person - Ludwig Titze

Ludwig Titze oder Tietze (* 1. April 1797 in Braunau/Böhmen [Broumov/CZ], 11. Jänner 1850 in Wien) war ein Sänger, der eine Reihe von öffentlichen Erstaufführungen von Franz Schuberts Liedern und anderen Vokalwerken gab. Er war Mitglied der Wiener Hofmusikkapelle und der Tonkünstler-Societät sowie Vize-Pedell der Universität Wien.

Titze besaß eine einfühlsame und gut ausgebildete Tenorstimme mit einem sehr reinen Vortragsstil und war allseits beliebt. Er sang bei den 1821 von Franz Xaver Gebauer gegründeten "Concerts Spirituels" und fungierte nach Gebauers frühem Tod 1823 als Chorleiter, wobei Karl Holz die Leitung übernahm und Baron Eduard von Lannoy als Dirigent fungierte. Zwischen 1822 und 1839 trat er in 26 Konzerten der Tonkünstler-Societät auf und sang die Tenorsoli in Werken wie Händels Solomon, Athalia, Jephtha und Messias sowie Joseph Haydns Die Schöpfung und Die Jahreszeiten, wobei er in letzterem nach 1833 mit Josef Staudigl zusammenarbeitete.

Ab 1822 sang er auch bei unzähligen Konzerten und Soireen der Gesellschaft der Musikfreunde. Sein besonderes Verdienst war jedoch die Aufführung von Schubert-Liedern bei diesen Soiréen. Er sang nacheinander: Rastlose Liebe (29. Januar 1824, und 1831); Erlkönig (1825); Der Einsame (1826); Nachthelle (1827); Normans Gesang (8. März 1827, begleitet von Schubert am Klavier, und 1839); Gute Nacht (1828); Der blinde Knabe und Drang in die Ferne (1829); Liebesbotschaft und Auf dem Strome (1832); An mein Herz Sehnsucht und Die Sterne (1833); außerdem wirkte er in den Quartetten Geist der Liebe (1823 und 32); Die Nachtigall (1824); Der Gondelfahrer (1825) und dem Solo im Lied von Miriam (1832) mit.

Bei dem einzigen Konzert, das Schubert am 26. März 1828 gab, sang er Auf dem Strome, begleitet von Josef Rudolf Lewy auf dem Waldhorn und von Schubert am Klavier. Diese Listen zeigen, dass Schuberts Werke in Wien zu Lebzeiten des Komponisten nicht völlig vernachlässigt wurden. Zwischen 1821 und 1840 taucht sein Name 88 Mal in den Programmen der Soireen der Gesellschaft auf.

Titze wird in einer Anekdote über die Entstehung von Schuberts Lied Horch, horch, die Lerche erwähnt.

Die Grabstelle befindet sich am St. Marxer Friedhof (Plan 117).

Quelle: Text: Wikipedia, Bilder: www.nikles.net und Wiener Zeitung vom 19.1.1850, Seite 10.



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