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Die Bundeshauptstadt

Person - Karl Ludwig Schwender

Carl Schwender der Ältere, Abweichende Namensform: Karl Ludwig Schwender, * 28. März 1808 Neunkirchen (Bad Mergentheim, Deutschland), † 2. Dezember 1866 Rudolfsheim, Niederösterreich (heute Wien 15), Besitzer eines Vergnügungsetablissements.

Kam 1833 aus Karlsruhe als Gasthausbursch nach Wien und arbeitete eine Zeitlang im Paradeisgartel als "Markeur" (Zahlkellner). Danach pachtete er zuerst von der Freifrau Pereira-Arnstein den zu deren Schloss (15) gehörenden Kuhstall, ein langgestrecktes Gebäude, in dem er 1835 ein Kaffeehaus einrichtete. Ende der dreißiger Jahre, als er nach Parzellierung des Schlossbesitzes 1835 einen Kuhstall samt einem Teil des Schlossgartens gepachtet beziehungsweise später erworben hatte, gründete er dort zunächst ein Kaffeehaus, dann ein Sommerrestaurant und eine Bierhalle, schließlich ein Vergnügungslokal (Schwenders Vergnügungsetablissement), das mehrfach erweitert wurde (die letzte Erweiterung, den Bau des Harmoniesaals, erlebte er nicht mehr). Anfang der sechziger Jahre erwarb er im Lizitationsweg einen alten, ausgedehnten Herrschaftsbesitz in Hietzing und gestaltete diesen unter Einsatz bedeutender finanzieller Mittel zu einem erstrangigen Sommervergnügungsetablissement aus (Neue Welt), das bald nach seinem Tod verkauft wurde.

Das Etablissement in Braunhirschen übernahm nach des Vaters Tod Carl Schwender der Jüngere; er führte neben den Haus-, Masken- und Lumpenbällen auch Bürgerbälle (in Alltagskleidung) und Bauernbälle (in Dirndln und Lederhosen) ein. Nach einem erfolgreichen Jahrzehnt starb Schwender der Jüngere 1876; seine Witwe Anna (mit Johann Silberbauer nochmals verheiratet) konnte die Betriebe nur mühsam weiterführen; der Bauzustand begann sich langsam zu verschlechtern, weil kein Geld für die Instandhaltung aufgebracht werden konnte; 1898 musste das Etablissement gesperrt werden. Nach dem Abbruch wurden Wohnviertel errichtet.

Die Schwendergasse in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus wurde nach ihm benannt.

Die Grabstelle befindet sich am Evangelischen Friedhof Matzleinsdorf.

Quelle: Text: geschichtewiki.wien.gv.at, Bilder: www.nikles.net



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