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Die Bundeshauptstadt

Person - Josef Freiherr von Bonomo

Bonomo, Joseph (Josef) Freiherr von (Feldzeugmeister, geb. zu Triest am 8. Mai 1768, gest. zu Wien am 31. März 1850). Er entstammt einem alten Triestiner Patrizier- und krainerisch-ständischen Geschlechte. In der Wiener Ingenieur-Akademie erzogen, wurde er October 1787 Unterlieutenant im Corps. 1787–1790 focht er mit Auszeichnung im Türkenkriege, und ward für seine thätige Verwendung bei der Belagerung von Belgrad im December 1789 Oberlieutenant. 1792–1796 focht er in den Niederlanden und erkämpfte sich beim Sturm auf die Lunette St. Sauve 25. October 1793 die Capitän-Lieutenants-Charge. Ebenso that er sich bei der Berennung von Mannheim, 1795 beim Sturme auf die Linie von Höchsheim u. bei der Belagerung von Kehl hervor und avancirte 1797 außer der Tour zum Hauptmann. Vom J. 1797–1801 war B. bei der Armee in Italien und that sich bei der Wiederbesetzung von Fiume, und 1798 bei Venedig hervor. Auch sein ganzes ferneres Avancement erfocht sich B. wie bisher nur durch Waffenthaten, in den Feldzügen der J. 1805, 1809, 1813 und 1814 in Italien, und 1815, in welchem er zum Obersten bei der Armee in Deutschland befördert worden. In den Friedensjahren bis 1829 war B. Fortifications-Districts-Director theils in Graz, theils in Venedig; avancirte 1829 zum Gen.-Major beim Genie-Hauptamte in Wien, 1826 zum FML. in seiner Anstellung, und mit 19. April 1845 erhob Se. Majestät den Veteran, der 61 Jahre gedient, in 17 Feldzügen, 16 Belagerungen, Bombardements, Vertheidigungen fester Plätze mitgefochten, in den österreichischen Freiherrnstand. Im Juni 1848 wurde B. mit dem Feldzeugmeisters-Charakter in den Ruhestand versetzt.

Der Soldatenfreund (Zeitung in Wien, 4°.) 1850, S. 192. – Wappen: Ein rother Schild, welchen fünf silberne, schrägrechts übereinanderliegende Stufen, die oberste an den rechten und die unterste an den linken Seitenrand stoßend, durchziehen.

Die Grabstelle von Josef Freiherr von Bonomo, gemeinsam mit Alfred Freiherr von Sacken und Marie Freiin von Sacken, befindet sich am St. Marxer Friedhof (Gruppe 5).

Quelle: Text: Wikisource, Bilder: gemeinfrei und www.nikles.net



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