Person - Ignaz Donner
Ignaz Donner, Münzgraveur im Hauptmünzamt, Medailleur, * 1752 (oder 16.01.1753) in Kremnitz (Kremnica), † 19.09.1803 Wien,
zuletzt wohnhaft: 1., Johannesgasse Nr. 1037.
Ignaz Donner war der Sohn von Sebastian Donner (1707–1763, Stempelschneider und Bildhauer)
sowie der Neffe von Matthäus Donner (1704–1756, Bildhauer und Medailleur) und des Bildhauers
Georg Raphael Donner.
Leben: Ignaz Donner kam bereits im jugendlichen Alter von 13 Jahren 1766 nach Wien und absolvierte eine Ausbildung
bei einem Bildhauer unter Aufsicht des Münzmeisters des Hauptmünzamtes.
Vermutlich zur gleichen Zeit efolgte der Beginn einer Lehre als Stempelschneider.
1775 schuf er seine erste Medaille. 1777 erfolgte die Anstellung als Münzscholar am Wiener Münzamt.
1782 Graveuradjunkt, 1797 Erster Münzgraveur. Im Jahr 1787 wird Donner Mitglied der Wiener Akademie.
Medaillen und Münzen (Liste unvollständig):
1784: Medaille auf die Gründung der medizinisch-chirurgischen Akademie in Wien ("Josephinum").
1786: Medaille auf die Verlegung der Akademie in die Annagasse.
1787: Medaille "JOSEPH. II. AVG. ACADEMIE ARTIUM INSTAURATOR".
1789: Medaille auf Feldmarschall Gideon Ernst Freiherr von Loudon (Laudon) und die Einnahme Belgrads.
1796: Preismedaille der Akademie der freien Künste in Prag.
1797: Medaille Auf die Stiftung für die Stadt Nikolsburg, gemeinsam mit Franz Anton von Sonnenfels (1735—1806).
1799: Medaille auf die Geburt von Erzherzog Joseph Franz Leopold (Entwurf: Ignaz Donner, Ausführung: Theodorus Victor van Berckel).
xxxx: Medaille Franz II. Xaver Altgraf von Salm-Reifferscheidt (* 1. Februar 1749 in Wien; † 19. April 1822 in Klagenfurt), Fürstbischof von Gurk, Kardinal und Pionier des Alpinismus.
Provinzialnachrichten aus den kaiserl. Königl. Staaten und Erbländern vom 13.1.1787, Seite 13:
... ganz neu von Herrn Ignaz Donner verfertigie Denkmunze, wo auf der Hauptseite das
Bildnis des Monarchen mit der Umschrift:
JOSEPH. II. AVG. ACADEMIE ARTIUM INSTAURATOR,
und auf der Rückseite der Schutzgott der
Künste, wie er die Genien der Maleren, Bildhaueren
und Baukunst dem Tempel Minervens zuführet, mit der Überschrift:
INGENIO ET INDUSTRIA, und in der Erergue:
AKADEMIA VIEN. NOVIS INSTITUTIS AUCTA MDCCLXXXVI, zu sehen ist.
Wiener Zeitung vom 24.9.1803, Seite 11:
Hr. Ignaz Donner, erster Graveur im k.k. Münzamt,
alt 51 J. in der Johannesg. N. 1037.
Die Grabstelle befindet sich am
St. Marxer Friedhof (
Position V).
Quelle: Text: www.nikles.net, Bilder: MAK, diverse Münzen (siehe jeweiliges Bild),
Ignaz Donner (medalist), Franz Anton von Sonnenfels (client), Auf die Stiftung für die Stadt Nikolsburg, 1797 (Production), Wien Museum Inv.-Nr. 4643, CC BY 4.0, Foto: Wien Museum (https://sammlung.wienmuseum.at/en/object/91615/),
Sailko unter der Lizenz CC BY-SA 3.0,
Sammlung Belvedere Wien (https://sammlung.belvedere.at/objects/1497/preismedaille-der-akademie-der-freien-kunste-in-prag-von-179) unter der Lizenz Creative Commons License CC BY-SA 4.0,
Provinzialnachrichten aus den kaiserl. Königl. Staaten und Erbländern vom 13.1.1787, Seite 13,
Wiener Zeitung vom 24.9.1803, Seite 11.