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Niederösterreich - Mannswörth

Mannswörth ist ein Dorf mit etwa 1600 Einwohnern in Niederösterreich und gehört zur politischen Stadtgemeinde Schwechat. Das Dorf ist die einzige Siedlung in der gleichnamigen 25,21 km² großen Katastralgemeinde, auf deren Gebiet sich auch der Großteil des Wiener Flughafens Schwechat befindet.

Lage: Das aus einem Uferzeilendorf hervorgegangene Straßendorf befindet sich bei der Mündung der Schwechat in die Donau. Es wird heute nach Süden hin durch das ausgedehnte Gelände der Raffinerie Schwechat bzw. der Ost-Autobahn begrenzt und nach Norden hin von der Donau.

Geschichte: Der Ort wird erstmals 1058 als Mandeswerde genannt, was Insel eines Mannes namens Mand bedeutet, und war seit Mitte des 11. Jahrhunderts eine Urpfarre. Ab 1850 selbstständige Gemeinde, wurde Mannswörth 1938 von Niederösterreich abgetrennt und von der NS-Diktatur nach Wien eingemeindet.

1945 fiel der Ort in die sowjetische Besatzungszone Niederösterreich, blieb aber verwaltungsrechtlich noch mit dem nach der Auflösung Groß-Wiens wieder zu verkleinernden Wien verbunden. 1954 gab die sowjetische Besatzungsmacht ihr Veto gegen solche Änderungen auf. Dann wurde Mannswörth in die ebenfalls wieder niederösterreichisch gewordene Stadt Schwechat einbezogen.

Mannswörth ist eine Urpfarre, die vor 1147 dem Bistum Passau unterstellt wurde. Sie erstreckte sich über Schwechat, Himberg, Schwadorf, Wienerherberg, Rauchenwarth und Ebergassing.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Barbara-Rohrbrücke: Die Barbara-Rohrbrücke (Barbarabrücke) ist eine Rohrbrücke für Erdgas und überquert seit 1957 die Donau zwischen der Lobau im 22. Bezirk (Donaustadt) und der zu Schwechat gehörenden Mannswörther Au. Die Gasleitung selbst führt von Schwechat nach Baumgarten an der March und hat eine Durchsatzkapazität von 150.000 m3 pro Stunde.
Bildstock Mannswörther Straße: Der Bildstock befindet gegenüber der Mannswörther Straße 34 in Mannswörth. Die Inschrift lautet: "MARIA!".
Bildstock neben Ostautobahn: Der Bildstock befindet sich neben der Ostautobahn A4, an einem Radfahrweg (verlängerter Autobahweg).
Dorfplatz: Der Dorfplatz wurde im Mai 2017 unter Pater Silvio Crosina mit einer Florianimesse eingeweiht. Auf dem Dorfplatz befinden sich die Florianikapelle, die renovierte Dreifaltigkeitssäule vom Sportplatz und ein Trinkwasserbrunnen. Das Grundstück gegenüber der Volksschule wurde 2016 unter der Bürgermeisterin Karin Baier und Vizebürgermeisterin Brigitte Krenn angekauft.
Dreifaltigkeitssäule: Die Dreifaltigkeitssäule befindet sich am Dorfplatz in Mannswörth, neben der Florianikapelle. Die Inschrift lautet: Errichtet von Mathias Huber und seiner Gattin Katharina 1860". Die Dreifaltigkeitssäule wurde 2017 von Steinmetzmeister Schmalzl und Feldmann renoviert.
Flur-/Wegkapelle hl. Florian: Die Flur-/Wegkapelle hl. Florian befindet sich vor Mannswörther Straße 129 bzw. Raiffeisengasse in Mannswörth und ist unter der Objekt-ID: 4661 (BDA: 8703) denkmalgeschützt. Ursprünglich 1836 an der Mannswörther Straße Nr. 53 errichtet, in den 1960er Jahren durch den Bau einer Tankstelle an die heutige Position versetzt. Im Inneren befindet sich eine Statue des heiligen Florian. Anmerkung: 08/2022 war die Kapelle leer.
Florianikapelle: Die Florianikapelle befindet sich am Dorfplatz in Mannswörth, neben der Dreifaltigkeitssäule. Die Einweihung fand im Mai 2017 unter Pater Silvio Crosina statt. Die Sitzbänke vor der Florianikapelle wurden von der Feuerwehr Gladbeck gespendet.
Gasthof Wegl: Der Gasthof Wegl befindet sich an der Mannswörther Straße 114 in Mannswörth und ist unter der Objekt-ID: 9615 (BDA: 13429) denkmalgeschützt. Das Gebäude wurde im 16. Jahrhundert errichtet.
Kreuz Poigenau: Das Kreuz befindet sich in der Poigenau, zwischen dem Flughafen Wien und der Donau. Tabernakelpfeiler aus dem Jahr 1752. Andachtsbild: modern, glasiertes Tonrelief, die Hl. Kümmernis darstellend, beschriftet mit: "Heilige Kümmerniss Anno 1752". Nur zu Fuß zugänglich.
Kreuz Zaineth-Au: Das gußeiserne Kreuz befindet sich in der Zaineth-Au, nahe der Donau.
Kreuz Zaineth-Brücke: Das Kreuz befindet sich bei der Zaineth-Brücke, Richtung Hochwasserschutzdamm.
Kriegerdenkmal 1. WK: Das Soldatendenkmal war ein Obelisk mit krönendem Adler und wurde 1952 abgerissen.
Kriegerdenkmal 1. und 2. WK: Das Soldatendenkmal ist eine freistehende rechteckige Wand, gekrönt mit Eisernem Kreuz neben der Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer. Die Inschrift lautet: "Den Opfern des Ersten und Zweiten Weltkrieges".
Neumühle/Wohn- und Mühlengebäude samt Lagerräumen: Die Neumühle/Wohn- und Mühlengebäude befindet sich Auf der Ried 1 in Mannswörth und ist unter der Objekt-ID: 4658 (BDA: 8701) denkmalgeschützt. Das Gebäude wurde 1674 erstmals erwähnt und 1720 an der heutigen Stelle Auf der Ried errichtet.
Pfarrhof: Der Pfarrhof befindet sich an der Mannswörther Straße 138 in Mannswörth und ist unter der Objekt-ID: 4657 (BDA: 8700) denkmalgeschützt. Das zweigeschossige hakenförmige Gebäude hat eine Bausubstanz aus dem 16. Jahrhundert. In der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde der Pfarrhof umgebaut; unter anderem errichtete man dabei nordseitig die zweigeschossige Pfeilerarkaden.
Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer: Die röm.-kath. Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer, befindet sich am östlichen Ortsrand, Mannswörther Straße 134, und ist von einem weitläufigen Kirchhof umgeben. Die katholische Pfarrkirche hl. Johannes d. Täufer in Mannswörth besteht in ihrer heutigen Form seit 1662 und ist unter der Objekt-ID: 4656 (BDA: 8699) denkmalgeschützt. Die langgezogene Saalkirche besteht aus einem barocken Langhaus, einem gotischen fünfgeschossigen Wehrturm und einem gotischen Chor. Südseitig ans Langhaus ist eine achteckige Kapelle angebaut, die Mitte des 17. Jahrhunderts errichtet wurde. Der Hochaltar ist ein bemerkenswerter spätbarocker-frühklassizistischer Tempietto aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Im Inneren befindet sich ein Hochaltarblatt gestaltet von Rudolf Hausleithner (1840-1918).
Rohrbrücke Mannswörth: Die Rohrbrücke Mannswörth ist eine Rohrbrücke für diverse Produkte und überquert die Donau zwischen Mannswörth und dem Ölhafen Lobau im 22. Wiener Gemeindezirk Donaustadt. Die Leitungen werden in einer Fachwerkbrücke über die Neue Donau direkt zum Zentraltanklager der OMV in der Lobau geführt.
Schloss Freyenthurn: Das Schloss Freyenthurn (Gut Freyenthurn) befindet sich an der Mannswörther Straße 59-61 in Mannswörth und ist unter der Objekt-ID: 32706 (BDA: 34410) denkmalgeschützt. Das Gut Freyenthurn wurd 996 erstmals erwähnt, von 1850 bis 1901 wurde es als Mälzerei für die Brauerei Schwechat verwendet. 2001 von der Stadtgemeinde Schwechat gekauft, 2005 wurde es an die Wohnbaugesellschaft WET verkauft und 2009 als Tagungs- und Veranstaltungsort wieder eröffnet.
Skulptur von Karl Martin Sukopp: Die Skulptur des Schwechater Malers und Bildhauers Karl Martin Sukopp aus Schwechat befindet sich an der Kreuzung Mannswörther Straße und Jägerhausgasse in Mannswörth. Die Figur hatte ursprünglich als Spielfigur gedient.
Sowjetische Kriegsgräberstätte: Der sowjetische Soldatenfriedhof befindet sich direkt vor dem Eingang des Mannswörther Friedhofs (Der Friedhof zählt insgesamt 500 Gräbstätten), an der Mannswörther Straße 147 (L2064). Alle Inschriften sind in Kyrillisch.
Wandbild Mannswörther Straße: Das Wandbild befindet sich an der Mannswörther Straße 95, neben der von 1894 bis 1895 erbauten Volksschule, in Mannswörth.

Öffentliche Einrichtungen: In Mannswörth befinden sich ein Kindergarten und eine Volksschule.

Altlasten: Von 1965 bis 1979 wurde beim Weißen Kreuz eine aufgelassene Kiesgrube zur Deponierung von Hausmüll und hausmüllähnlichen Abfällen genutzt, wobei teilweise sehr hohe Anteile an Kunststofffolien, geschredderten Autoreifen und Papier verfüllt wurde. Diese Ablagerungen weisen hohe Ausgasungen auf, die selbst zwar kaum gefährlich sind, aber Rückschlüsse auf die Ablagerungen zulassen. Durch Sickerwasser aus dem Ablagerungsbereich kommt es zu Schadstoffeinträgen in das Grundwasser. Die Schadstoffausbreitung im Grundwasser ist zwar begrenzt, dennoch stellt diese Altablagerung eine erhebliche Gefahr für die Umwelt dar.

Persönlichkeiten:
Rudolf Hausleithner (1840–1918), akademischer Maler

Straßennamen und Riedbezeichnungen in Mannswörth: Straßennamen zum Teil von Mannswörther Ur- und Neugestein - DAS Infoblatt online (E. Vorwahlner, Schwechat) entnommen.
Auf der Ried: Die Gasse "Auf der Ried" verläuft von der Mannswörther Straße bis zur Alberner Hafenzufahrtsstraße. Orientierungsname nach einer alten Flurbezeichnung.

Autobahnweg: Ehemalige Südrandstraße. Diese war die Verbindung zwischen der Ignaz-Köck-Straße und der Hausfeldgasse. Nach Fertigstellung der Ostautobahn A4 erhielt die alte Südrandstraße den neuen Namen Autobahnweg. Dieser verläuft parallel zur Autobahn, zwischen der Hans-Kudlich-Gasse und der Mannswörther Straße, wobei der Autobahnweg nach der Hausfeldgasse, im östlichen Bereich, als Feldweg genützt wird. An dieser Stelle befindet sich ein Bildstock (verlängerter Autobahweg).

Auweg: Der Auweg ist eine Seitengasse der Mannswörther Straße am östlichen Dorfausgang in Mannswörth. Der im Jahre 1976 vergebene Orientierungsname nach einer alten Flurbezeichnung im sogenannten "Fischerdörfl". Die Stadtgemeinde Schwechat hat 1976 die Verkehrsfläche von der Mannswörther Straße 113 bis 115 mit der Bezeichnung "Am Fischerdörfl" versehen, um den volkstümlichen Namen des alten Ortsteiles zu erhalten.

Baumeistergasse: Die Baumeistergasse befindet sich im sogenannten "Fischerdörfel", einer Seitengasse von der Zainethbrückengasse (Zaineth-Brücke) bis zum östlichen Ortsteil. Die Namensgebung der Gasse erfolgte nach dem Lehrer, Ornithologen und Tierpräparator Baumeister Johann, (* 1. September 1895, Mannswörth).

Danubiastraße: Die Danubiastraße ist eine Verbindungsstraße zwischen der Mannswörther Straße und der B9, der Hainburger Bundesstraße. Die Danubiastraße wurde von der Bevölkerung um 1900 "Schmittenstraße" (nach dem Huf- und Wagenschmied Maringer) genannt, bis 1928 "Bahngasse" und im Volksmund "Idingergassl", nach der dort ansässigen "Greißlerfamilie" Idinger, ab 1928 wurde die Bahngasse, anläßlich des 100. Todestages, in "Franz-Schubert-Straße" umbenannt (Protokoll der Gemeinde Mannswörth, 19.04.1928). Die Straße wurde um das Jahr 1961 nach der Firma "Danubia Petrochemie AG" benannt, welche im Jahr 1957 gegründet wurde.

Die Lange Heide: Die Lange Heide befindet sich im Überschwemmungsgebiet des Flusses Schwechat. Diese langgestreckte Gebiet liegt zwischen der Schwechat und dem ehemaligen Krebsengraben.

Goldackerl: Das Gebiet der Goldackerl, auch Goldäcker genannt, wird landwirtschaftlich genutzt. Das Gebiet liegt zwischen dem inzwischen angeschütteten Heferlbach, der Schwechat und dem ehemaligen Krebsengraben und schließt direkt an das Kirchenhäufl an. Die Goldackerl befinden sich im Überschwemmungsgebiet der Schwechat. Der ehemalige Gemeindegrund wird jetzt von den Mannswörther Bauern verkauft. Der Name könnte aus der überschwemmungsfreien Zeit stammen, da die Gründe in dieser Zeit und auch die Ernte "Gold" wert waren.

Hausfeldgasse: Verläuft von der Mannswörther Straße bis zum Autobahnweg. Benannt wurde die Hausfeldgasse nach den an die Felder angrenzenden Häusern.

Hausleithnergasse: Seitengasse der Mannswörther Straße, verläuft hinter dem Gemeindebau Mannswörther Straße Nr. 145 und mündet an der Ostseite des Friedhofes wieder in die Mannswörther Straße. Die Gasse wurde 1970 nach dem in Mannswörth geborenen Schulleitersohn Rudolf Hausleithner (1840 - 1918) benannt. Der später international bekannte Historien- und Porträtmaler war ab 1869 Mitglied des Wiener Künstlerhauses. Auch Kaiser Franz Joseph I. erwarb drei Bilder von dem Künstler. Seine Werke befinden sich in vielen öffentlichen Sammlungen. Die Stadtgemeinde Schwechat ist im Besitz von Gemälden Hausleithners, die in der Galerie des Schlosses Rothmühle zu sehen sind.

Heideweg: Seitenweg der Mannswörther Straße zum Schwechatfluß. Früher führte der Heideweg zum Tanklager "Jupiter". Orientierungsname nach einer alten Flurbezeichnung.

Heinrich-Pevny-Gasse: Verläuft von der Franz-Wlk-Gasse bis zur Johann-Resch-Straße und endet hinter dieser als Sackgasse. Die Gasse wurde 1988 nach Heinrich Pevny (1899 - 1981) benannt, der seit 1919 an der Volksschule Mannswörth unterrichtete und diese Schule bis 1964, zuerst als Oberlehrer und später als Schuldirektor, leitete. Pevny, der sich auch große Verdienste um die Mannswörther Heimatforschung erwarb, ist besonders als Entdecker der Hundsheimer Höhle national bekannt geworden.

Hüttendorfergasse: Verbindet die ÖMV-Straße und die Johann-Resch-Straße. Benannt wurde die Gasse nach Lorenz Hüttendorfer zum Freyenthurm, der im 16. Jahrhundert Besitzer der Herrschaft Freyenthurm war.

Ignaz-Köck-Straße: Verbindung am westlichen Ortsanfang, zwischen der Mannswörther Straße und der Franz-Wlk-Gasse, bis zur ehemaligen Südrandstraße. Endet an der A4 bzw. dem verlängerten Autobahnweg, der in diesem Abschnitt nur als Feldweg geführt wird. Ignaz Köck war Abgeordneter der ÖVP zum Nationalrat und ab 1956 der erste ÖMV-Generaldirektor. Unter seiner Leitung wurde die Erdgasbrücke bei Mannswörth errichtet. Er leitete die Gesellschaft bis zu seinem Tod im Jahre 1957.

Jägerhausgasse: Verläuft vom Goldackerweg bis zur Zainethbrückengasse. Benannt nach dem nahegelegenen Forsthaus der Gemeinde Wien, dem "Jägerhaus", in der Mannswörther Straße.

Johann-Resch-Straße: Die Johann-Resch-Straße verläuft parallel zur ÖMV-Straße und ist die Verbindung zwischen der Ignaz-Köck-Straße und der Franz-Aichinger-Gasse. Benannt nach dem Wiener Landtagsabgeordneten und amtsführenden Stadtrat Johann Resch (* 11. November 1890 in Pottschach; † 26. April 1960 in Wien), der ab 1956 der erste Vorsitzende des Aufsichtsrates der ÖMV war.

Karl Engler-Straße: Verbindungsstraße zwischen der ÖMV-Straße und der Franz-Wlk-Gasse, nahe der Ostautobahn A4. Benannt wurde die Straße nach Carl Oswald Viktor Engler, einem bedeutenden Forscher aus dem Erdölgebiet, (* 5. Januar 1842 in Weisweil; † 7. Februar 1925 in Karlsruhe). Basierend auf einem Vorschlag der ÖMV, wurde dieser auf Beschluss des Schwechater Gemeinderates in seiner 54. Sitzung am 28. Juni 1963 angenommen.

Katharinenhof: Der Katharinenhof ist ein Gutshof und befindet sich beim Gelände des Flughafens Wien-Schwechat. Das in Richtung der Brucker Bundesstraße liegende Gebäude wurde vom Schwechater Brauherrn Anton Dreher II. Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts errichtet und nach seiner Ehefrau Katharina (Tochter des Simmeringer Brauereibesitzers Meichl) benannt. Der Gutshof befindet sich derzeit im Besitz der Großenkelin Anton Drehers II. und wird weiterhin bewirtschaftet.

Kirchenhäufl: Das Kirchenhäufl (ein Stück Auwald) liegt zwischen dem ehemaligen Heferlbach und der Schwechat. Im Osten grenzt das Kirchenhäufl an die Zainethbrückengasse (Zaineth-Brücke) und im Westen an die sogenannten "Goldackerl". Die Namensgebung erfolgte von der örtlichen Lage gegenüber der Pfarrkirche. Das "Häufel" oder der "Haufen" ist ein häufig gebrauchter Ausdruck von der an der Donau lebenden Bevölkerung für Insel.

Kolbgasse: Die Kolbgasse ist eine Seitengasse der Römerstraße und endet an der A4. Die Gasse verläuft parallel zur Franz Aichinger-Gasse. Das frühere sogenannte "Schwechat Gassl" wurde nach der dort ansässig gewesenen Familie Kolb benannt.

NOVA-Siedlung: Die NOVA-Siedlung wurde von den Eigentümern der ehemaligen NOVA-Raffinerie erbaut.

Mannswörther Straße: Die Mannswörther Straße (L2064), die Hauptstraße durch Mannswörth, befindet sich von der Bahnunterführung bei der Innerbergstraße in Schwechat durch Mannswörth und mündet vor dem Gelände des Flughafens in die Hainburger Bundesstraße. Die früheste urkundliche Erwähnung erfolgte in einer Urkunde aus dem Jahre 1058, als der junge Kaiser Heinrich IV. dem Passauer Eigenstift St. Pölten "zum Seelenheil seines Vaters und der Dienerin Imre drei königliche Huben im Orte Mandeswerde zwischen der Swechant und Viskaha" schenkte.

Morchweg: Der Morchweg befindet sich von der Einmündung der Mannswörther Straße (Wien) in die Straße "Auf der Ried", zu den Feldern auf der Spannweide. Zur Erinnerung an Albert Morch benannt, der Edelmann und Rektor der Universität Wien und von 1645 bis 1678 Pfarrer in Mannswörth war. Er ließ die Pfarrkirche, die (vermutlich) im Jahre 1619 bei Überfällen der ungarischen Rebellen unter Gabor Bethlen beschädigt worden war, wieder aufbauen. Albert Morch wurde im Langschiff der Mannswörther Kirche begraben.

ÖMV-Straße: Die ÖMV-Straße verbindet die Ignaz-Köck-Straße mit der Franz-Aichinger-Straße. Benannt nach der Österreichischen Mineralöl-Verwaltung (ÖMV), welche die ab 1936 in Schwechat errichtete Raffinerie "Nova" nach der Unterzeichnung des Staatsvertrages übernommen hatte und ab 1958 bedeutend ausbauen ließ. Die Großraffinerie wurde 1995 zur OMV ("Oesterreichischen Mineralölverwaltung") umbenannt.

Raiffeisengasse: Die Raiffeisengasse verläuft von der Mannswörther Straße zur Zainthbrückengasse. Benannt wurde die Gasse nach dem Bayern Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818 - 1888), der in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts die "Deutschen landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaften" als Selbsthilfevereine "zur Abhilfe der ländlichen Not" gründete und diese später in Spar- und Darlehenskassenvereine ("Raiffeisenvereine") umwandelte. Diese Kassen haben später auch in anderen europäischen Staaten Verbreitung gefunden. Der Pfarrer Franz Lorenz gründete am 8. November 1928, in Zusammenarbeit mit dem pensionierten Oberlehrer Johann Lindauer, eine Raiffeisenkasse in Mannswörth. Als Kassenlokal diente ein vom Pfarrer zur Verfügung gestelltes Zimmer im Pfarrhof. Die "Raiffeisen reg. Gen. m. b. H. Schwadorf" errichtete im Jahre 1951 eine Lagerhaus-Filiale in der Mannswörther Straße 84-86 und betrieb diese bis zum Jahr 1994.

Rascherweg: Von der Einmündung in die Mannswörther Straße (Wien) in die Straße "Auf der Ried" zu den Feldern auf der Spannweide. Benannt nach dem Adeligen und Hofkammerrat Johann Rascher von Weyregg, der zusammen mit dem Oberstleutnant Freiherr Ludwig de la Borde 1662 die Mannswörther Marienkapelle gestiftet hat.

Reichartgasse: Die Reichartgasse verläuft von der ÖMV-Straße bis zur Johann-Resch-Straße. Die Gasse ist eine Parallelgasse zur Ignaz-Köck-Gasse und der Heinrich-Pevny-Gasse. Wilhelm Reichart zum Freyenthurm war Mitte des 16. Jahrhunderts Besitzer der Herrschaft Freyenthurm.

Riegerweg: Beginnend von der Johann-Resch-Straße endet der Riegerweg in einer Sackgasse in der Höhe der Franz-Meissl-Gasse. Zur Erinnerung an den Pfarrer Josef Rieger benannt, der ab 1804 die Kirche in Mannswörth betreute. Nachdem Kaiser Napoleon I. im April 1809 Wien und die Vorstädte zum zweiten Mal, mit 60.000 Soldaten, besetzt hatte, kam es auch in Mannswörth zu schweren Ausschreitungen französischer Soldaten gegen die Bevölkerung. Nachdem sich Pfarrer Rieger deswegen bei der französischen Heeresleitung beschwert hatte, wurde er von den Soldaten so schwer misshandelt, daß er im Dezember 1809, einen Monat nach Abzug der Franzosen, an den Folgen seiner Verletzungen starb.

Römerstraße: Der Name der Römerstraße erinnert daran, daß Mannswörth schon in der Römerzeit bewohnt war. In der nahen Poigenau wurden Mauerreste eines römischen Wachturmes entdeckt, die vermuten lassen, daß sich dort in der "Mannswörther Römerzeit", die etwa mit 90 bis 400 n. Chr. zu datieren ist, eine Militärstation befunden haben könnte. Bodenfunde im näheren Umfeld der Pfarrkirche, deren Turm wahrscheinlich ebenfalls auf römischen Fundamenten steht, deuten ebenfalls auf eine großräumige Besiedelung hin, und eine größere Anzahl von gestempelten Ziegelbruchstücken, römischen Gebrauchsgegenständen und Fundamentresten im Bereich der ehemaligen Südrandstraße deuten auch dort auf eine schon länger bestehende Ansiedlung hin.

Schwarzenbachweg: Von der Einmündung der Mannswörther Straße (von Wien aus kommend) in die Straße "Auf der Ried", zu den Feldern auf der Spannweide. Benannt wurde der Schwarzenbachweg nach dem Braumeister der Gutshofbrauerei Freyenthurm, welcher im Jahre 1733 gestorben ist und in einem Grab im Langsschiff der Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer in Mannswörth beigesetzt wurde.

Steinriegelgasse: Seitengasse der Hans-Kudlich-Gasse, sie endet als Sackgasse. Die Benennung der Gasse, "Steinriegel", ist die Bezeichnung einer außerhalb des Ortgebietes von Mannswörth gelegenen landwirtschaftlich genutzten Fläche.

Storchenweg: Seitenweg der Mannswörther Straße bis zur Baumeistergasse. Die Bezeichnung "Storchenweg" erinnert daran, daß das "Fischerdörfl" ein beliebter Nistplatz für Störche ist.

Südrandstraße: An der Südseite der Autobahn, von der Danubiastraße abzweigend, parallel zur Ostautobahn. Die ehemalige Südrandstraße wurde nach dem Bau der Ostautobahn zum "Autobahnweg" umbenannt. Die neue Straße gleichen Namens verbindet das Werksgelände der OMV mit dem der Petrochemie. Am verlängerten Autobahnweg befindet sich ein gemauerter Bildstock.

Warthergasse: Verbindet die Römerstraße mit der Hausfeldgasse. Benannt nach dem Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr Mannswörth Leopold Warter. Warter verunglückte am 11. November 1931 bei einem Verkehrsunfall tödlich.

Zainethbrückengasse: Verläuft von der Mannswörther Straße über die 1996 erbaute Zaineth-Brücke bis zum Hochwasserschutzdamm. Die Gasse, die gleichnamige Brücke und der Auwald erhielten ihre Namen nach der im Jahre 1021 urkundlich erwähnten "Zusinasprucca", einer Brücke, die über die damaligen Arme der Donau führte.

Quelle: Text: Wikipedia (erweitert um Sehenswürdigkeiten und Straßennamen), Straßennamen zum Teil von Mannswörther Ur- und Neugestein - DAS Infoblatt online (E. Vorwahlner, Schwechat) entnommen. Bilder: © Bwag/Wikimedia und www.nikles.net.



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