Cookie Consent by Privacy Policies Generator website

Die Bundeshauptstadt

14. Bezirk - Mariabrunn

Namensgebend ist eine Quelle, in der der Legende nach die heilige Gisela († 1033), Schwester Kaiser Heinrichs II. des Heiligen († 1024) und Gattin des ungarischen Königs Stephan des Heiligen († 1038), eine Marienstatue fand und durch Trinken des Wassers genas. Die Statue, zunächst in einer hölzernen Kapelle, im 12. Jahrhundert in der Schlosskapelle Purkersdorf, im 14. und 15. Jahrhundert in der Kirche von Weidlingau aufgestellt, soll beim Ungarneinfall 1477 in die "Ursprungsquelle" geworfen, nach 1490 wieder entdeckt und in einer neuen Kapelle aufgestellt worden sein, wo sie die Erste Türkenbelagerung 1529 unversehrt überdauerte. Jakob Gremblinger (1593-1602 Pfarrer von Hütteldorf und 1600-1613 von Weidlingau) ließ die Kapelle auf eigene Kosten erneuern; die vom Schottenstift veranstaltete Wallfahrt nach "Unserer lieben Frau zum Brunn", die von Sankt Ulrich (7) ihren Ausgang nahm, ist erstmals 1610 bezeugt (Wallfahrten). 1639 erfolgte die Grundsteinlegung für die Kirche (Mariabrunner Kirche) und das Kloster der Augustiner-Barfüßer (Mariabrunner Barfüßerkloster) neben der Ursprungsquelle; in der 1655 vollendeten Kirche wurde die Gnadenstatue (dem Stil nach aus der Mitte des 15. Jahrhunderts) aufgestellt. Der Name wandelte sich von "Unser lieben Frauen Brunn" in "Mariabrunn" (erstmals 1657 bezeugt). 1784 wird das Kloster (bis dahin der Pfarre Hütteldorf unterstellt) Sitz einer Pfarre, zu der neben Mariabrunn Hadersdorf, Weidlingau, Hainbach, Halterbach und Auhof gehören; 1789 verbot Joseph II. alle Wallfahrten, 1829 wurde das Kloster aufgehoben (Forstakademie Mariabrunn; Forstliche Versuchsanstalt Mariabrunn). Die kleine Ortschaft Mariabrunn (1795 zwei, 1822 sieben, 1831 acht, 1880 zehn Häuser mit 86 Bewohnern) wurde 1850 nach Hadersdorf eingemeindet und gehörte ab 1868 zum politischen Bezirk Sechshaus (umfassend die Gerichtsbezirke Hietzing, Purkersdorf und Sechshaus), ab 1890 zum politischen Bezirk Hietzing (Hietzing, Purkersdorf und Neulengbach), von dem im selben Jahr der Gerichtsbezirk Hietzing abgetrennt und nach Wien eingemeindet wurde (13. Bezirk). Der verbleibende politische Bezirk, nun Hietzing-Umgebung genannt, wurde 1904 um den Gerichtsbezirk Liesing erweitert. 1938 wurde Hadersdorf-Weidlingau (mit Mariabrunn) mit Baumgarten, Breitensee, Hütteldorf und Penzing zum 14. Bezirk zusammengefasst.

Weiterführende Links:
Friedhof Mariabrunn
Mariabrunner Pfarr- und Wallfahrtskirche
Pfarrhaus Mariabrunn
Ursprungbrunnen

Quelle: Text: geschichtewiki.wien.gv.at, Bilder: Bilder: www.nikles.net, © Bwag/Wikimedia und Lab0 unter der Lizenz CC BY-SA 3.0.



Disclaimer

Einige Texte sind von der freien Wikipedia kopiert und angepasst worden. Die allermeisten Bild- und Mediendateien sind aus eigener Quelle und können auf Anfrage für eigene Webseiten verwendet werden. Sollten sich dennoch Bild- oder Mediendateien auf dieser Seite finden, welche einen Copyright unterliegen, so bitte ich um Verständigung per Email office@nikles.net, damit ich einen Copyright-Vermerk bzw. Weblink anbringen kann, bzw. auf Wunsch die Bild- oder Mediendateien löschen kann.

Kontakt

Günter Nikles
Josef Reichl-Str. 17a/7
7540 Güssing
Austria

Email: office@nikles.net
Website: www.nikles.net
Fax: 03322/44384