Die Bundeshauptstadt

10. Bezirk - Pfarrkirche Königin des Friedens (Quellenstr. 197)

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Gemeinde im Triesterviertel immer größer. Unter vielen Mühen gelingt es eine Kapelle 'Zur Königin des Friedens' zu errichten. Es war ein mit Eternit verkleideter Holzbau, der während des 1. Weltkrieges als Spitalskirche bei den Schleierbaracken diente.

Im Jahr 1922 wird diese Holzkirche auf den Platz zwischen Matzleinsdorfer Friedhof und Quellenstraße übertragen. Die 'Notkirche' bot etwa 800 Personen Platz, davon waren 250 Sitzplätze.

Im Jahre 1924 übernehmen die Palottiner die Kapelle. In einer wirtschaftlich schwierigen Zeit bedurfte es großer Anstrengungen, um dem Ziel einer selbständigen Pfarre näherzukommen. Im Jahre 1930 wird der Baugrund für eine neue Pfarrkirche angekauft.

Im Herbst 1934 kommt es zum 1. Spatenstich und zur Grundsteinlegung. Jetzt geht die Pfarrwerdung rascher vor sich.

Im Frühjahr 1935 (am 1. April) wird unser Seelsorgebezirk zur Pfarre erhoben und bereits im Herbst desselben Jahres ist der Bau des Gotteshauses abgeschlossen.

Mit einem Grundriss von 52m x 22m beträgt das Fassungsvermögen der Kirche 3000 Personen. davon sind etwa 480 Sitzplätze.

Am 16. November 1935 erfolgt die Einweihung durch Kardinal Innitzer.
Beim ersten feierlichen Pontifikalamt am Sonntag den 17. November 1935 schließt Kardinal Innitzer seine Ansprache mit den Worten:

"Möge dieses Heiligtum in der Quellenstrasse eine Quelle des Segens und des Friedens werden für diese Pfarrgemeinde, für unsere Wienerstadt, für unser Vaterland, ja für die ganze Welt!"

Die weitere Entwicklung: Das Gotteshaus und die Klosterräumlichkeiten bieten die lange ersehnten Entfaltungsmöglichkeiten.

Orchesterempore und Orgel waren ursprünglich an der linken vorderen Seite über der Sakristei, erst 1992 wurde die Orgel im hinteren Teil der Kirche dem sog. Chor untergebracht.

Jedoch auch in der Pfarre 'Königin des Friedens' geht die Politik und vor allem die Kriegswirren nicht spurlos vorbei. Gott sei Dank wurde die Kirche in den Kriegstagen nur unwesentlich beschädigt. Es wurde jedoch das große torbogenförmige Chorfenster (rechts vom Hochaltar) zerstört. Darauf konnte man, umrahmt von einfachen Darstellungen folgende Bibelworte lesen:

"Der Friede Gottes, der allen Begriff übersteigt, wird Euch Herz und Sinn bewahren."

Nach dem Krieg wurde das Chorfenster vorerst notdürftig verglast und letztendlich durch ein neues Fenster, entworfen von Frau Prof. Margret Bilger, ersetzt.

Im Jahre 1941/42 schuf die Künstlerin Charlotte Klima das Mosaik der Kanzel und des linken Seitenaltars. In der Folge wurden auch die Mosaike der Kommunionbank und des rechten Seitenaltars geschaffen.

Das Bild 'Maria mit dem Kind' von August Rieder (vor 1880) wurde zum Namensgeber unserer Kirche.

Ursprünglich zierte den Hochaltar eine Kreuzigungsgruppe mit überlebensgroßen, aus Edelholz geschnitzten Figuren des Favoritner Bildhauers Franz Zorn.

Seit 1948 ersetzt ein Fresko des schlesischen Malers Albert Ferenz, das die ganze Apsis umspannt, die Kreuzigungsgruppe.

Die ursprünglichen Glocken in den beiden Türmen mussten im Krieg abgeliefert werden. Erst rund 9 Jahre später gab es wieder ein Glockengeläute.

Am 19. Oktober 1952 wurde die neue, größere Glocke im rechten Turm geweiht. Die kleinere Glocke im linken Turm wurde dann 5 Jahre später am 28. April 1957 Vinzenz Pallotti geweiht und an ihren Platz aufgezogen.

Weblink: www.kdf.at

Quelle: Text: www.kdf.at, Bilder: © Bwag/Wikimedia und DerHHO, gemeinfrei.

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