Cookie Consent by Privacy Policies Generator website

Die Bundeshauptstadt

03. Bezirk - Verkehrsmuseum Remise (Wiener Straßenbahnmuseum)

Das Verkehrsmuseum Remise der Wiener Linien (auch: Remise – Verkehrsmuseum der Wiener Linien, bis in das Jahr 2012 als Wiener Straßenbahnmuseum), ist dem öffentlichen Stadtverkehr gewidmet und das größte Straßenbahnmuseum der Welt, das sich mit dem öffentlichen Verkehr einer einzigen Stadt beschäftigt. Der Schwerpunkt der Sammlung des Verkehrsmuseums liegt in einer möglichst kompletten Dokumentation originaler historischer Straßenbahnfahrzeuge und Autobusse, die in Wien eingesetzt worden sind. Das Museum zählt zu den umfangreichsten Originalsammlungen dieser Art weltweit.

Standort: Standort ist die 1901–1990 in Betrieb gewesene Straßenbahnremise am Ludwig-Koeßler-Platz im 3. Wiener Gemeindebezirk Landstraße. Hier verkehrte früher neben der bis heute bestehenden Linie 18 auch die Linie J; über die Stadionbrücke bestand eine Gleisverbindung zu den Linien 80 (RotundenbrückePrater, Lusthaus) und zur Bedarfslinie 81 (Rotundenbrücke–Rennplatz Freudenau). In der Freudenau konnte man zur Hochzeit des Straßenbahnverkehrs auf einer großen Schleifenanlage Dutzende Züge zur Abbeförderung von Zuschauern der Pferderennen „stapeln“. Die Remise wurde dementsprechend geräumig angelegt.

Auf einer Fläche von 7.700 m² werden auf 1.810 m Gleis rund 100 Straßenbahn- und Stadtbahn-Fahrzeuge aus der gesamten Wiener Stadtverkehrsgeschichte ausgestellt. Das älteste Ausstellungsstück ist eine Pferdetramway aus dem Jahr 1868.

Betreiber: Betrieben und erhalten wird das Museum von den Wiener Linien, der stadteigenen Verkehrsgesellschaft. Die Vereine VEF (Verband der Eisenbahnfreunde) und WTM (Wiener Tramwaymuseum) beteiligen sich durch viele als Leihgaben beigestellte Fahrzeuge und durch das Restaurieren von Fahrzeugen. (Die beiden Vereine führen auf Bestellung auch Sonderfahrten mit historischen Garnituren durch.)

Geschichte: Rettung vor der Verschrottung und Restaurierung historisch bedeutender Fahrzeuge waren seit 1966 Anliegen der im selben Jahr gegründeten Sammlung Wiener Tramwaymuseum. Die Anliegen waren im damaligen Wiener Umfeld, in dem von Stadtautobahnen geschwärmt und die Straßenbahn oft als Verkehrshindernis gesehen wurde, auf wenige, nicht selten belächelte „Außenseiter“ beschränkt.

In Kooperation mit den damaligen Wiener Stadtwerken - Verkehrsbetriebe richteten die Enthusiasten in der heute nicht mehr bestehenden, kleinen Halle IV des Betriebsbahnhofs Ottakring das Wiener Tramwaymuseum – Vorläufer des heutigen Museums – ein. 1973 nahm man die Stadtrundfahrten „Rund um Wien“ mit historischen Wagen auf. 1978 produzierte Wolfgang Ambros mit akustischer Unterstützung des WTM seine LP „Schaffnerlos. Die letzte Fahrt des Schaffners Fritz Knottek“, die sich musikalisch mit dem Ersatz der Schaffnerinnen und Schaffner durch „a Kastl aus Metall“ befasste. Die Sammlung Wiener Tramwaymuseum war bis 16. Februar 1986 in Halle IV des Betriebsbahnhofes Ottakring zu besichtigen. Später musste diese Halle aufgegeben werden und wurde abgerissen.

Mitte der achtziger Jahre erkannten die Verkehrsbetriebe (WStW-VB oder kurz WVB) Bedeutung und Sympathiewert der historischen Sammlung, übernahmen das Projekt eines Straßenbahnmuseums selbst und überstellten einen Teil der Ausstellungsfahrzeuge in den Betriebsbahnhof Erdberg. Die beiden Vereine, die Eigentümer dieser Fahrzeuge sind, der Verband der Eisenbahnfreunde (VEF) und der eigens für die musealen Aktivitäten gegründete Verein "Wiener Tramwaymuseum (WTM)", stellten ihre Wagen für das neue, viel größere Museum als Dauerleihgaben zur Verfügung. Seit 31. Mai 1986 waren diese in der Remise Erdberg an Wochenenden zu besichtigen (2006 konnte das 20-Jahre-Jubiläum in Erdberg gefeiert werden). Als die Remise für den Straßenbahnbetrieb nicht mehr benötigt wurde (Betriebseinstellung 6. Jänner 1990), begann die Adaptierung zum echten Museum, das am 13. Juni 1992 in Betrieb genommen wurde.

Ausstellung und Museumsbetrieb: Viele Fahrzeuge des Museums werden in einem eigenen Werkstättenbereich, der über vier Gleise mit 232 m Länge und eine Fläche von 900 m² verfügt, in betriebsfähigem Zustand gehalten, um bei besonderen Anlässen fahrend präsentiert werden zu können. Zahlreiche Fahrzeuge wurden seit der Eröffnung bereits aufwändig restauriert und rekonstruiert.

Erwähnenswerte Ausstellungsstücke sind neben der dunkelgrünen Pferdetramway aus dem Jahr 1868 auch die Dampftramwaygarnitur (1885 / 1886) sowie elektrisch betriebene Straßenbahn- und Stadtbahnwagen aus der Zeit von 1901 (die erste elektrische Linie wurde in Wien 1897 in Betrieb genommen) bis 1969. Ebenfalls im Museum ausgestellt sind Linienautobusse aus der Zeit von 1949 bis 1989.

Eine Spezialität des Museums ist die Ausstellung von „Gastfahrzeugen“ aus anderen Straßenbahnmuseen. Unter anderem waren im Wiener Straßenbahnmuseum auch historische Triebwagen der ehemaligen Straßenbahnen von St. Pölten und Baden bei Wien ausgestellt. 2009 wurde vom Verein „Museumstramway Mariazell“ ein Zug der „Gelben Elektrischen“ Straßenbahn Salzburg restauriert.

Das Video zum Lied „Jai Ho (You are my destiny)“ der Pussycat Dolls aus dem Film „Slumdog Millionaire“ wurde 2009 vom Regisseur Thomas Kloss im Museum gedreht.

Quelle: Text: Wikipedia, Bilder: Tokfo unter der Lizenz CC BY-SA 3.0 at, HeinzLW unter der Lizenz CC BY-SA 3.0 at und Falk2 unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.



Disclaimer

Einige Texte sind von der freien Wikipedia kopiert und angepasst worden. Die allermeisten Bild- und Mediendateien sind aus eigener Quelle und können auf Anfrage für eigene Webseiten verwendet werden. Sollten sich dennoch Bild- oder Mediendateien auf dieser Seite finden, welche einen Copyright unterliegen, so bitte ich um Verständigung per Email office@nikles.net, damit ich einen Copyright-Vermerk bzw. Weblink anbringen kann, bzw. auf Wunsch die Bild- oder Mediendateien löschen kann.

Kontakt

Günter Nikles
Josef Reichl-Str. 17a/7
7540 Güssing
Austria

Email: office@nikles.net
Website: www.nikles.net