Person - Ulrike Truger
Ulrike Truger (* 16. Oktober 1948 in Hartberg,
Steiermark)
ist eine österreichische Bildhauerin und lebt und arbeitet in Wien und
Buchschachen im
Burgenland.
Leben: Truger übersiedelte 1951 nach Wien, maturierte, studierte Mathematik, und studierte Bildhauerei in der Hochschule für Angewandte Kunst bei Wander Bertoni.
1995 kaufte Truger einen leerstehenden Hof in
Buchschachen, renovierte und erweiterte ihn mit einem Atelier.
Im November 2009 stellte sie ohne baurechtliche Genehmigung eine monumentale, 16 Tonnen schwere Marmorskulptur namens „Gigant“,
ein Mahnmal für die Menschenrechte, vor dem Haus des Wiener Musikvereins in der Wiener
Innenstadt auf.
Anschließend wollte die Bildhauerin die Skulptur für 250.000 Euro der Stadt Wien verkaufen,
diese stieg jedoch trotz Fürsprache Diverser aus der Kulturszene nicht ein und stellte am 3. Jänner 2011 einen Abtragungsbescheid aus.
Am 1. März 2011 ließ die Künstlerin auf Grund der Kosten- und Strafandrohungen der Gemeinde Wien die Skulptur abtransportieren.
Funktionen (Auswahl):
1990 Berufung in den Beirat für bildende Kunst im Ministerium
1988–1990 Präsidentin des Berufsverbandes bildender Künstler Österreichs
1989 Leitung des internationalen Bildhauersymposions Lindabrunn
2000 Österreichische Kulturwoche in Addis Abeba, Leitung des Bildhauer-Workshops
Werke (Auswahl):
1979 Sich Erhebende, Lindabrunner Konglomerat, Wien, Arbeiterkammer
1982 Vordere weibliche Mitte, Bronze, Wien, Hallenbad Brigittenau
1982
Guten Morgen, Sterzinger Marmor,
Oberwart, Schwerpunktkrankenhaus
1983 Sich Erhebende II, Kalkstein,
Grafenschachen, Volksschule,
Burgenland
1983 Torso, Carrara-Marmor, Wien,
Kurpark Oberlaa
1984 Sich Erhebende III, Serpentin Tauerngrün,
Wien-Kagran, Internationale Schule
1985 Aufbruch II, Krastaler Marmor,
Wien-Ottakring, Wohnhausanlage, Ottakringer Straße 9–15
1986 Große Liegende, Serpentin Tauerngrün,
Wien-Ottakring, Höhere Bundeslehranstalt für Mode und Bekleidungstechnik
1986 Lucia, Griechischer Marmor, Wien
Innere Stadt, Bank für Arbeit und Wirtschaft
1988 Große Liegende, Reinhardtsdorfer Sandstein, Berlin, Treptower Park
1991 Steinerner Fluß, Serpentin Tauerngrün, Hartberg, Fußgängerzone
1991 Bein, Hüfte, Wirbelsäule, Arm, Untersberger Marmor, Salzburg, Sanatorium Pierer
1993 Die Stolze, Waldviertler Marmor, Salzburg, Bank für Arbeit und Wirtschaft
1995 Wandgestaltung mit Architekt Wolfgang Brunbauer, Serpentin, Tauerngrün und Beton, Wiener Neustadt, Arena Nova
1996 Auftauchende, Waldviertler Marmor, Salzburg, Universität
1999 Sich Erhebende, Lindabrunner Konglomerat,
Wien-Ottakring, Kunstmeile
2000
Wächterin, Carrara/Statuario Marmor, Wien,
Burgtheater
2001
Elisabeth: Zwang-Flucht-Freiheit, Carrara/Statuario Marmor, Wien,
Hermesvilla
2001
Aufbruch, Krastaler Marmor, Große Liege, Serpentin Tauerngrün,
Oberwart, Stadtpark
2003
MARCUS-OMOFUMA-STEIN, Afrikanischer Granit, zu Marcus Omofuma, Wien –
Mariahilfer Straße nächst dem MuseumsQuartier
2009 GIGANT – Mensch Macht Würde, Carrara/Statuario Marmor, Wien – Karlsplatz Nähe
Künstlerhaus, Präsentation des Menschenrechtssteins von 24. November 2009 bis 1. März 2011
Auszeichnungen (Auswahl):
1974 Kunstpreis der Stadt Hartberg
1977 Theodor-Körner-Preis
1977 Auslandsstipendium der Steiermärkischen Landesregierung
1978 Arbeitsstipendium der Gemeinde Wien
1981 Staatsstipendium für bildende Kunst
1983 Wiener Festwochenpreis für Plastik
1983 Museumspreis der Kasser Art-Foundation
1984 Zuerkennung eines Staatsateliers im Prater
1987 Ehrenmedaille für besondere künstlerische Leistungen der Gesellschaft bildender Künstler Österreichs
2002 Kunstpreis der Theodor Kery-Stiftung
2002 Liesl Bareuther-Preis der Gesellschaft Bildender Künstler Österreichs
Ausstellungen (Auswahl):
1978 Steirischer Herbst, Graz
1980 Sculpture live,
Künstlerhaus Wien, Wien
1981 Anthropos, Josefsplatz, Wien
1983 Wiener Festwochen, Orangerie im Palais Auersperg
1984 Frauenarbeit, BAWAG Foundation, Wien
1986 125 Jahre
Künstlerhaus Wien, Wien
1988 Treptower Park, Berlin
1989 Künstlerhaus, Graz
1990 Kunst in der Bauhütte, Lehrbauhof, Salzburg
1993 Städtische Museen, Heilbronn
1994 Kunst in der Landschaft, Gut Gasteil, Prigglitz
1995 4 Positionen Stein, Rupertinum, Salzburg
1997 Skulptur im Park, Renner-Institut, Wien
1999
Künstlerhaus Wien, Wien
2001 Stein-Leben,
Oberwart
2002 stein leben, Wiener Neustadt
2008
Künstlerhaus Wien, Wien
2008 Landesgalerie,
Eisenstadt
2008 Lisztzentrum,
Raiding
Literatur (Auswahl):
mit Johann Klinger und Uwe Arnold: Skulpturen. Truger Bildband Wien 2004, ISBN 3-200-00134-8.
Karoline Riebler: Ulrike Truger. Eine österreichische Bildhauerin im öffentlichen Raum. Wien 2012 Diplomarbeit).
Quelle: Dieser Text basiert auf dem Artikel
Ulrike_Truger aus der freien Enzyklopädie
Wikipedia und steht unter der Lizenz
Creative Commons CC-BY-SA 4.0 (Text erweitert). In der Wikipedia ist eine
Liste der Autoren verfügbar.
Bilder: www.nikles.net.