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Die Bundeshauptstadt

Person - Rudolf Waisenhorn

Rudolf Waisenhorn, populärer Bürgermeister von Liesing (1918-1921), Mitarbeiter der Allgemeinen Arbeiter-Kranken- und Unterstützungskasse, * 13.05.1871 in Liesing, † 14.05.1921 † 12.12.1921 in Liesing, Bestattungsdatum: 15.12.1921

Leben: Im Jahr 1900 wurde Rudolf Waisenhorn als erster Sozialdemokrat Mitglied im Liesinger Gemeinderat, von 1919 bis 1921 war er der erste sozialdemokratische Bürgermeister von Liesing. Im Weiterern war er Mitarbeiter der Allgemeinen Arbeiter-Kranken- und Unterstützungskasse.

Ehrungen:
1957 wurde die Rudolf-Waisenhorn-Gasse nach ihm benannt.

Arbeiter Zeitung vom 14.12.1921, Seite 5: Unsere Toten. Montag ist in Liesing Genosse Rudolf Waisenhorn nach längerem Leiden gestorben. Er war einer der ältesten Parteigenossen, der in der Stadt Liesing und Umgebung für die Arbeiterschaft geradezu vorbildliche Arbeit geleistet hat. Schon vor Errichtung des vierten Wahl­körpers wurde er als Sozialdemokrat aus dem dritten Wahl­körper in die Stadtgemeindevertretung gewählt, wo er nahezu zwei Jahrzehnte zuerst allein und dann im Verein mit einigen anderen Genossen erfolgreich wirkte. Es war selbstverständlich, daß niemand anderer als er im Jahre 1918 unter, der Be­geisterung der ganzen Arbeiterschaft, und man kann ruhig sagen, unter Billigung der ganzen Bevölkerung, zum Bürgermeister der Stadt Liesing gewählt wurde. Waisenhorn, der die harte Schule eines Arbeiters durch­gemacht hatte, rang sich aus eigener Kraft zu einem ansehnlichen Maße von Bildung und Wissen empor. Im Jahre 1896 wurde er Krankenkassenbeamter und war zuletzt der Leiter der Expositur Liesing der Allgemeinen Arbeiterkrankenkasse. Im Jahre 1919, mitten in rüstiger Arbeit, erlitt er einen Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr erholen konnte. Nach anderthalbjährigem Siechtum hat ihn nun der Tod von seinem schweren Leiden erlöst. Die Arbeiterschaft von Liesing und Umgebung, die Partei und auch die gesamte Bevölkerung der Stadt Liesing sind dem Genossen Waisenhorn zu großem Danke verpflichtet. Sein selbstloses und schlichtes Proletarierwesen, sein sachliches Können haben ihm die Liebe der ganzen Bevölkerung eingetragen. Deshalb ist auch die Trauer der Liesinger um ihren Bürgermeister groß und echt. Genosse Waisenhorn hinterläßt eine Witwe und eine Tochler, welche Lehrerin ist. Das Leichenbegängnis findet morgen Donnerstag um 1/2 4 Uhr vom Liesinger Rathause aus statt.

Arbeiter Zeitung vom 21.12.1921, Seite 8: Danksagung. Außerstande, jedem zu danken, sprechen wir auf diessm Wege allen, die uns einen Beweis ihrer Anteilnahme gegeben haben an unserem schweren Verlust, den wir durch das Ableben unseres teuren Gatten, respektive Vaters erlitten haben, den herzinnigsten Dank aus. Insbesondere denen, die sich an dem Begräbnis beteiligt oder den teuren Dahingeschiedenen durch eine Blumenspende geehrt haben. Liesing, am 19. Dezember 1921. Frau Johanna Waisenhorn und deren Tochter Johanna.

Weiters im Grab bestattet:
Johanna Waisenhorn, 17.05.1868, † 27.11.1922, Bestattungsdatum: 30.11.1922
Johanna Khek, 07.11.1890, † 15.04.1953, Bestattungsdatum: 22.04.1953

Die Grabstelle, ein Ehrengrab, befindet sich am Friedhof Liesing (Gruppe: 6, Nummer: G2).

Quelle: Text: www.nikles.net, Bilder: www.nikles.net, Arbeiter Zeitung vom 14.12.1921, Seite 5, Arbeiter Zeitung vom 21.12.1921, Seite 8.



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