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Die Bundeshauptstadt

Person - Friedrich Khek

Friedrich Khek, * 24.06.1874 in Kamberg (heute Kamberk, Tschechien), † 17.03.1950 in Wien, Krankenkassen-Mitarbeiter, 1921-1934 Bürgermeister von Liesing, Ehrenbürger von Bad Vöslau (für die Verdienste um die Erbauung der Marientaler Wasserleitung), Kassenverwalter der Gemeinde Kaumberg.

Ehrungen:
Khekgasse im Bezirksteil Rodaun, 2. Oktober 1957, Gemeinderatsausschuss für Kultur.
Friedrich-Khek-Anlage bei der Seybelgasse/Waisenhorngasse, Platz der ehemaligen Servatiuskapelle.

St. Pöltner Bote vom 22.7.1948, Seite 5: (Ehrung.) Für seine außerordentlichen Leistungen als Obmann des Wasserleitungs­verbandes der Südbahn- und Triestingtalgemeinden wurde dem Friedrich Khek die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Bad Vöslau verliehen.

Arbeiter Zeitung vom 24.3.1950, Seite 3: Friedrich Khek gestorben. Friedrich Khek, der Altbürgermeister von Liesing, ist im 76. Lebensjahr gestorben. In seiner Jugend eignete er sich im Arbeiterbildungsverein Gumpendorf die Grundbegriffe des Sozialismus an und freundete sich dort mit Schuhmeier, Sever, Winarsky und Pemerstorfer an. Seit 1907 gehörte er dem Liesinger Gemeinderat an, 1918 wurde er Vizebürgermeister und 1921 Bürgermeister der damals selbständigen Gemeinde Liesing. Unter seiner Führung wurde Liesing eine der am besten verwalteten sozialistischen Ge­meinden Niederösterreichs. Die Jugendfür­sorge wurde ausgebaut, die erste Schulzahn­klinik Niederösterreichs eröffnet, ein Sport­platz und Schwimmbad gebaut, eine Mütter­beratungsstelle errichtet. Wie in Wien, erhielt jede Mutter ein Säuglingswäschepaket, eine Lehrwerkstätte wurde eingerichtet und, so­ weit es die Mittel gestatteten, die Wohnungsnot bekämpft. Khek setzte sich auch mit aller Energie für den Bau der Wasserleitung der Triestingtal- und Südbahngemeinden ein. Im Februar 1934 wurde Khek von den Austrofaschisten eingekerkert. Die Einäscherung des Verstorbenen fand Donnerstag im Krematorium statt. Morgen Samstag erfolgt um 15 Uhr die Aufbahrung im Liesinger Rataus, von wo sich der Trauerzug zum Liesinger Friedhof begibt.

St. Pöltner Bote vom 30.3.1950, Seite 5: KAUMBERG. (Todesfall.) Nach kurzem, schwerem Leiden ist im Wiener Jubiläums­spital der pensionierte Abteilungsleiter der So­zialversicherungsanstalt Herr Friedrich Khek im 76. Lebensjahre gestorben. In Liesing war Khek 15 Jahre Bürgermeister Für seine Ver­dienste wurde er zum Ehrenbürger von Bad Vöslau ernannt. Nach seiner Pensionierung übersiedelte Khek mit seiner Familie nach Kaumberg und war hier als Kassenverwalter der Gemeinde in öffentlicher Stellung.

Arbeiterinnen-Zeitung 1900, Nummer 23, Seite 5: Genossin Katharina Khek, geb. Boschek, ist Freitag den 30. November nach langem, qualvollem Leiden im 25. Lebensjahre gestorben. Die verstorbene Genossin war Mitglied verschiedener Organisationen und Gründerin des Vereines der Näherinnen, dessen Obmännin sie auch längere Zeit war. Auch agitatorisch hat sie sich bethätigt und sich wegen einer Rede gegen den Militarismus eine 14tägige Arreststrafe zugezogen. Durch eine Erkältung erkrankte sie an Gelenksrheumatismus und konnte beinahe 9 Monate ihr Krankenlager nicht verlassen. Sonntag den 2. Dezember wurde sie von ihrem Wohnhause in Liesing zu Grabe getragen. Eine große Anzahl von Genossen und besonders viele Genossinnen haben ihr das Geleite gegeben. Der Verein der Näherinnen hat sich kor­porativ betheiligt. 20 Kränze wurden an ihrer Bahre niedergelegt. Gen. Schuhmeier widmete ihr am Grabe warme Worte. Die Arme hinterläßt auch ein l 1/2 Jahre altes Kind.

Arbeiter-Zeitung vom 1.12.1900, Seite 11: Friedrich Khek gibt vom tiefen Schmerze ge­beugt im eigenen sowie im Namen der Familie Boschek allen Verwandten und Bekannten die höchstbetrübende Nachricht von dem Hinscheiden der geliebten Gattin, der Frau Katharina Khek, geb. Boschek, welche Freitag den 30. November, um 6 Uhr Abends, nach langem schweren Leiden im 25. Lebensjahre verschieden ist. Das Leichenbegängniß der theuren Verblichenen findet Sonntag den 2. December, um 1/4 4 Uhr Nach­mittags, vom Trauerhause: Liesing, Schulgasse 8, statt. Die tieftrauernden Hinterbliebenen.

Weiters im Grab bestattet:
Gruppe: 17, Nummer: 1:
Friedrich Khek, Bürgermeister von Liesing, * 24.06.1874 in Kamberg (heute Kamberk, Tschechien), † 17.03.1950 in Wien
Katharina Khek, geb. Boschek (Ehefrau von Friedrich Khek), † 30.11.1900 im 25. LJ., Bestattungsdatum: 02.12.1900, zuletzt wohnhaft: Liesing, Schulgasse 8
Antonia Khek, geb. Kraucher, * 15.04.1847, † 18.08.1914, Bestattungsdatum: 22.08.1914
Klementine Heinrich, geb. Khek, * 1870, † 29.09.1932, Bestattungsdatum: 06.10.1932
Karl Heinrich, * 10.12.1868, † 08.05.1945, Bestattungsdatum: 03.08.1946

Gruppe: 17, Nummer: 1A:
Friedrich Khek, * 16.04.1899, † 20.11.1945, Bestattungsdatum: 10.09.1946
Julie Rippl, * 18xx, † 1957, Bestattungsdatum: 02.07.1957
Wratislava Klara Khek, † 1960, Bestattungsdatum: 29.04.1960
Hermine Khek, geb. Gotike ?, * 1909, † 1980, Bestattungsdatum: 28.10.1980
Wiltraud Johanna Hofmeister, * 01.01.1941, † 02.02.2016, Bestattungsdatum: 19.02.2016

Die Grabstelle (auf Friedhofsdauer) befindet sich am Friedhof Liesing (Gruppe: 17, Nummer: 1).

Quelle: Text: www.nikles.net, Bilder: www.nikles.net, St. Pöltner Bote vom 22.7.1948, Seite 5, Arbeiter Zeitung vom 24.3.1950, Seite 3, St. Pöltner Bote vom 30.3.1950, Seite 5, Arbeiterinnen-Zeitung 1900, Nummer 23, Seite 5, Arbeiter-Zeitung vom 1.12.1900, Seite 11.



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