Person - Eduard Musil Edler von Mollenbruck
Eduard Musil Edler von Mollenbruck, kaiserlicher Rat,
Fabriks- und Gutbesitzer, Ritter des Eisernen Kronenordens III. Klasse und des Franz Josef-Ordens,
Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone, Ritter des belgischen Leopold-Ordens
und des spanischen Ordens Karl III., Kommandeur des päpstlichen Ordens vom heiligen Grabe, Off. d'Acad. (Ehrentitel Officier d'Académie).
17.02.1839, † 20.11.1910, zuletzt wohnaft: 1., Krugerstraße Nr. 18.
Der kaiserliche Rat Eduard Musil Edler von Mollenbruck kaufte das 1820 gegründete Eisen- und Walzblechwerk von Andreas Töpper
in Neubruck in der Gemeinde Scheibbs und wandelte es 1881 in eine Papierfabrik (Neubrucker Papierfabrik Ed. Musil) um.
Er hielt ein Patent namens "Verfahren zur Herstellung von gelbgefasertem Papier" Patentiert am 27.09.1882.
Weiters im Grab bestattet:
Franz Musil Edler von Mollenbruck (Bruder), * 08.06.1866, † 02.05.1916, Bestattungsdatum: 04.05.1916
Friedrich (Fritz) Rudolf Musil (Bruder), * 02.10.1868, † 02.05.1924, Bestattungsdatum: 05.05.1924
Karl Victor Musil Edler von Mollenbruck, * 18.01.1901, † 14.09.1906, zuerst bestattet am Heiligenstädter Friedhof, Bestattungsdatum: 27.03.1925 am Zentralfriedhof
Auguste Musil Edle von Mollenbruck (Gattin), geb. Rüger, Private, * 1847, † 21.02.1927 (Badener Zeitung: † 22.02.1927), Bestattungsdatum: 24.02.1927
Harald Musil Edler von Mollenbruck (Enkel), Bestattungsdatum: 03.06.1987
Gertrude Musil, Bestattungsdatum: 06.05.1988
Charlotte Anna Hermine Musil Edle von Mollenbruck, geb. Behr (Schwiegertochter), * 18.01.1873, † 07.07.1951 in London, Bestattungsdatum: 18.07.1951 (England und Wales, nationaler Nachlasskalender, Index von Testamenten und Verwaltungen, 1858-1995)
Kurt Eduard Musil (Enkel), Bestattungsdatum: 29.03.1984
Neue Freie Presse vom 22.11.1910, Seite 24:
Vom tiefsten Schmerle gebeugt, geben die Unterzeichneten allen Verwandten und teilnehmenden
Freunden Nachricht von dem Hinscheiden ihres innigstgeliebten, unvergeßlichen Gatten, resp. Vaters,
Schwiegervaters, Großvaters, Bruders ec., des Hochwohlgeborenen Herrn
Eduard Musil Edlen von Mollenbruck,
kaiserl. Rates, Fabriks- und Gutbesitzers, Ritters des Eisernen Kronenordens III. Klasse und des Franz Josef-Ordens,
Besitzers des goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone, Ritters des belgischen Leopold-Ordens
und des spanischen Ordens Karl III., Kommandeur des päpstlichen Ordens vom heiligen Grabe, Off. d'Acad.
welcher Sonntag den 20. November 1910 um 2 Uhr früh nach längerer schmerzhafter Krankheit und
Empfang der heiligen Sterbesakramente im 72. Lebensjahre selig in dem Herrn entschlafen ist.
Die irdische Hülle des uns teuren Verblichenen wird Mittwoch den 23. d. M. präzise 1/4 3 Uhr
nachmittags vom Trauerhause: I., Krugerstraße Nr. 18, in die k. u. k.
Hof- und Stadtpfarrkirche zu St. Augustin
überführt, daselbst um 1/2 3 Uhr feierlichst eingesegnet und sodann auf dem
Zentralfriedhofe
im eigenen Grabe zur ewigen Ruhe bestattet.
Die heiligen Seelenmessen werden Donnerstag den 24. d. M. um 10 Uhr vormittags in obgenannter
Pfarrkirche gelesen werden.
Wien, den 21. November 1910.
Auguste Edle v. Musil-Mollenbruck geb. Rüger, als Gattin.
Franz Musil Edler v. Mollenbruck, Fritz Musil Edler v. Mollenbruck, Dr. Paul Musil
Edler v. Mollenbruck, Walter Musil Edler v. Mollenbruck, als Söhne.
Charlotte Edle v. Musil-Mollenbruck geb. Behr, Julie Edle v. Musil-Mollenbruck
geb. Molloy-Monteith [† 12.11.1943, 68 Jahre], als Schwiegertöchter.
Violet Edle v. Musil-Mollenbruck, Kurt Edler von Musil-Mollenbruck, Harald Edler von Musil-Mollenbruck, als Enkel.
Emilie Rabe geb. Musil, als Schwester.
St. Pöltner Bote vom 1.12.1910, Seite 13:
Neubruck bei Scheibbs. (Kais. Rat Eduard
Musil Edler von Mollenbruck) ist nach
längerer Krankheit am 20. v. M. in Wien im 72.
Lebensjahre gestorben. Als der frühere Besitzer
von Neubruck, welches er im Jahre 1881 ankaufte,
und das sich bis Mitte 1906 in seinem Besitze befand,
ist sein Name im ganzen Erlastale und weitdarüber
hinaus ein wohlbekannter. Aus bescheidenen
Verhältnissen — er war der Sohn eines Lehrers —
und kleinen Anfängen hat er sich durch seine rastlose
Tätigkeit und bedeutende geschäftsmännische
Begabuug zu Besitz und Wohlstand emporgearbeitet
und Ehren, Auszeichnungen und schließlich den erblichen
Adelsstand erhalten Seine irdischen Ueberreste
wurden am 23. v. M. am
Wiener Zentralfriedhof
zur ewigen Ruhe bestattet. R. I. P.
Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe) vom 3.5.1916, Seite 20:
Schmerzerfüllt geben die Unterzeichneten allen Verwandten, Freunden und Bekannten die Nachricht
von dem am 2. Mai 1916, morgens 1/2 2 Uhr, im 50. Lebensjahre nach längerem Leiden und Empfang der
heiligen Sterbesakramente erfolgten Ableben des Herrn
Franz Musil Edlen von Mollenbruck.
Die irdische Hülle des teuren Verblichenen wird Donnerstag, den 4. d. M., um 4 Uhr nachmittags
vom
Zentralfriedhofe aus in der Familiengruft zur ewigen Ruhe bestattet.
Die heiligen Seelenmessen werden Samstag, den 6. d. M., um 10 Uhr vormittags in der
Hof- und Stadtpfarrkirche zu St. Augustin gelesen werden.
Wien, den 2. Mai 1916.
Auguste Musil Edle von Mollenbruck, als Mutter.
Fritz Musil Edler von Mollenbruck, Dr. Paul Musil Edler von Mollenbruck,
Walter Musil Edler von Mollenbruck, als Brüder.
Kranzspenden werden dankend abgelehnt.
(Linzer) Tages-Post vom 6.5.1916, Seite 5:
(Franz Musil Edler von Mollenbruck †.) Aus Gmunden
wird uns geschrieben: In Wien starb am 2. d. M. im
Wer von 50 Iahren Herr Franz Musil Edler von
Mollenbruck, der seit etwa einem Jahrzehnt in der
hiesigen Gegend ansässig war und nach Mathilde Wesendonk
[Agnes Mathilde Wesendonck, geborene Agnes Luckemeyer, * 23.12.1828 in Elberfeld (heute Stadtteil von Wuppertal),
† 31.08.1902 in der Villa Traunblick in Altmünster]
der berühmten Freundin Richard Wagners, den
herrlichen Landsitz bei Traunkirchen erworben hatte. Herr
von Musil war seit langem rückenmarkleidend und kam mit
der Oeffentlichkeit weniger mehr in Berührung. Bis vor
mehreren Monaten hielt er sich auf seinem Landsitz auf, um
dann ein Wiener Sanatorium aufzusuchen. Vor mehreren
Jahren hatte sich der Verstorbene um 30.000 Kronen den
schönen Landungssteg an der Gmundener Esplanade bauen
lassen, der eine Zierde des Seeufers bildet.
Die Grabstelle (auf Friedhofsdauer), eine offene romanisierende Säulenhalle in Pfeilerzaun-Einfriedung, hergestellt 1910 von
Eduard Hauser und Architekt Alexander von Wielemans,
befindet sich am
Zentralfriedhof (Gruppe: 34 H, Nummer: 12).
Quelle: Text: www.nikles.net, Bilder: www.nikles.net, Neue Freie Presse vom 22.11.1910, Seite 24,
St. Pöltner Bote vom 1.12.1910, Seite 13,
Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe) vom 3.5.1916, Seite 20,
(Linzer) Tages-Post vom 6.5.1916, Seite 5.