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Die Bundeshauptstadt

Person - Anton Böck, Bürgermeister

Anton Böck, Kaufmann und Hausbesitzer, Ehrenbürger und Bürgermeister von Strebersdorf, Obmann des Ortsschulrates, Mitglied des Bezirksstraßen-Ausschusses, * 11.01.1842 in Sievering, † 31.01.1903 in Strebersdorf, Bestattungsdatum: 02.02.1903

Anton Böck wurde im Jahr 1880 als Nachfolger von Michael Riegler als Bürgermeister von Strebersdorf angelobt. In seine Amtszeit fallen unter anderem die Eröffnung eines Post- und Telegrafenamtes, die Einführung der Gasbeleuchtung, der Bau einer Eisenbahnstation, eine Volks- und Bürgerschule sowie eine Handelsschule. Die Schulbrüder ließen sich 1886 in Strebersdorf nieder, der Provinzialat (der Vorsteher) wurde in der heutigen Anton-Böck-Gasse 20, in der Schulbrüderkirche, eingerichtet. Anton Böck war 23 Jahre Obmann des Ortsschulrates. 1902 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft von Strebersdorf in einem Festakt überreicht. 1912 wurde die Anton-Böck-Gasse in Strebersdorf nach dem Kommunalpolitiker benannt.

Floridsdorfer Zeitung vom 18.10.1902, Seite 3: Ehrung eines Bürgermeisters. Strebersdorf hat seinem hochverdienten Bürgermeister, Herrn Anton Böck, die höchste Auszeichnung, die eine Gemeinde zu erteilen ver­mag, nämlich die Würde eines Ehrenbürgers verliehen. Herr Anton Böck wirkt in der Gemeinde Strebersdorf durch 22 Jahre als Bürgermeister und seit 23 Jahren als Obmann des Ortsschul­rates in verdienstvollster Weise. Während seiner langjährigen Amtstätigkeit war er mit seltenem Eifer und Erfolg um das Wohl der Gemeinde bemüht. Ihm hat der Ort die Errichtung einer Eisenbahnstation sowie eines Post- und Telegraphenamtes zu verdanken. Hie­durch wurde der Verkehr gehoben und zugleich die Baulust geweckt, so daß Strebersdorf heute doppelt so groß ist als es vor 20 Jahren war. Insbesondere entstand das Pensionat und Novi­ziat der Schulbrüder, verbunden mit einer Volks- und Bürgerschule, einer Handelsschule und einem Lehrerseminar mit Oeffentlichkeitsrecht. Für Fortschritt und Bildung war Herr Bürgermeister Böck jederzeit besorgt. Strebersdorf erhielt durch ihn die Gasbeleuchtung und eine neue, allen Anforderungen entsprechende, öffentliche Volksschule; desgleichen finden in ihm alle nützlichen und wohltätigen Vereine der Ge­meinde einen eifrigen Förderer und Wohltäter. Am 9. d. M. fand im Turnsaale des neuen Schulgebäudes, der durch das Pensionat festlich geschmückt worden war, die feierliche Ueberreichung des kunstvoll ausgeführten Ehrenbürger-Diplomes an den Herrn Bürgermeister statt. Anwesend waren außer der Familie des Gefeierten und der gesamten Gemeindevertretung zahlreiche Festgäste, die Lehrkörper der öffentlichen Volks- und der Privat-Bürgerschule mit je einer Abteilung von Schülern. Bürgermeister-Stellvertreter Herr Anton Haberzeth feierte in einer längeren Ansprache die Verdienste des Herrn Böck und überreichte ihm das Diplom. Tief gerührt dankte der Herr Bürgermeister für die Auszeichnung, die in der Gemeinde Strebersdorf vor ihm noch keinem zuteil geworden ist. Nun folgten die Beglückwünschungen von Seite des Herrn Pfarrers von Stammersdorf, P. M. Heeg, des Oberlehrers von Strebersdorf F. Puhrer und des Pensionats-Direktors Servatius Eichfelder. Ein Schulmädchen trug ein von Herrn Josef Richter verfaßtes Festgedicht sehr wirksam vor und die Zöglinge des Pensionates brachten einige Gesangschöre und Musikstücke zur Auf­führung. Zum Schlusse brachte der erste Ehren­bürger von Strebersdorf ein „Hoch" auf Sr. Majestät den Kaiser aus, in das alle An­wesenden begeistert einstimmten, worauf die Volkshymne gesungen wurde.

Neue Freie Presse vom 1.2.1903, Seite 30: Anton Böck, k. k. Baurath, Director und Verwaltungsrath der Union-Baugesellschaft in Wien, als Bruder, gibt hiemit im eigenen sowie im Namen der Frau Marie Flandorfer geb. Böck, als Schwester, Nachricht von dem sie tiefbetrübenden Hinscheiden ihres innigstgeliebten Bruders, resp. Schwagers und Onkels, des Herrn Anton Böck, Kaufmannes u. Hausbesitzers, Ehrenbürgers, Bürgermeisters u. Obmannes des Ortsschulrathes in Strebersdorf, Mitgliedes des Bezirksstraßen-Ausschusses ec. ec. welcher Samstag den 31. Januar 1903 um 5 Uhr Früh nach langem, schwerem Leiden im 61. Lebensjahre selig in dem Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle des theueren Verblichenen wird Montag den 2. Februar, präcise 3 Uhr Nachmittags, vom Trauerhause in Strebersdorf in die Kirche der Schulbrüder zu Maria-Heim in Strebersdorf getragenm daselbst feierlichst eingesegnet und sodann auf dem Ortsfriedhofe in der Familiengruft zur ewigen Ruhe bestattet. Die heil. Seelenmesse wird Dienstag dem 3. Februar um 9 Uhr Vormittages in obgenannter Kirche gelesen. Wien, den 31. Januar 1903. Die tieftrauernden Hinterbliebenen.

Neue Freie Presse vom 22.4.1904, Seite 23: [† Oberbaurat Franz Böck.] Gestern ist hier der Verwaltungsrat und Direktor der Union-Baugesellschaft, Oberbaurat Franz Böck, im 72. Lebensjahre gestorben. Böck, der sich in Fachkreisen großer Beliebtheit erfreute, war Ritter des Franz Josefs-Ordens und besaß zahlreiche andere Auszeichnungen. Er ist bei allen großen Bauten, welche die Union-Baugesellschaft ausgeführt hat, als technischer Leiter tätig gewesen. Die Einsegnung der Leiche erfolgt Samstag um 3/4 2 Uhr in der Votivkirche, worauf die Leiche nach Strebersdorf geführt und dort in der Familiengruft beigesetzt wird.

Neue Freie Presse vom 23.4.1904, Seite 21: Vom tiefsten Schmerze gebeugt, geben die Unterzeichneten allen Verwandten und teilnehmenden Freunden Nachricht von dem Hinscheiden des Herrn Franz Böck k.k. Ober-Baurates, Ritters des Franz Josefs-Ordens, Besitzers des goldenen Verdienstkreuzes m. d. Krone, Besitzers der großen goldenen Salvator-Medaille, Verwaltungsrates und Direktor der Union-Baugesellschaft, Vizepräsidenten der österr. Asphalt-Aktiengesellschaft, Vorst.-Stellvertreters der Genossenschaft der Bau- und Steinmetzmeister, Vorstandmitgliedes der Wiener Bezirkskrankenkasse, Mitgliedes der Unfallverhütungskommission im k. k. Handelsministerium, beh. aut. Zivilingenieurs ec. ec., welcher Donnerstag den 21. April 1904 um 3/4 3 Uhr nachmittags nach kurzem Leiden im 72. Lebensjahre selig in dem Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle des teuren Verblichenen wird Samstag den 23. d. M. um 3/4 2 Uhr nachmittags vom Trauerhause: I., Rathausstraße Nr. 9, in die Probsteipfarrkirche zum göttlichen Heiland (Votivkirche) gebracht, daselbst feierlich eingesegnet, sodann nach Strebersdorf überführt, alldort um 4 Uhr in der Kirche der Schulbrüder zu Marta Heim nochmals feierlich eingesegnet und auf dem Ortsfriedhofe in der Familieugruft zur ewigen Ruhe beigesetzt. Die heiligen Seelenmessen werden Montag den 25. d. M. um 9 Uhr vormittags in der Kirche der Schulbrüder zu Marta Heim in Strebersdorf, sowie Dienstag den 26. d. M. um 9 Uhr vormittags in obgenannter Probsteipfarrkirche in Wien gelesen werden. Wien, den 21. April 1904.

Weiters im Grab bestattet:
Anton Böck, Kaufmann, Ehrenbürger und Bürgermeister von Strebersdorf, * 11.01.1842 in Sievering, † 31.01.1903 in Strebersdorf, Bestattungsdatum: 02.02.1903
Anton Böck, Förster des Stifter Klosterneuburg, * 01.09.1804, † 25.10.1872, Bestattungsdatum: 27.10.1872
Franz Böck, k.k. Oberbaurat, Direktor der Union Baugesellschaft, * 26.03.1833, † 21.04.1904, Bestattungsdatum: 23.04.1904
Maria Fröhlich, Bestattungsdatum: 09.06.1950
Hertha Müller, * 14.08.1900, † 17.05.1971, Bestattungsdatum: 04.06.197
Aloisia Baber, k.k. Oberlieutenants-Witwe, * 13.11.1808, † 23.12.1880, Bestattungsdatum: 25.12.1880
Franz Rudolf Böck, Zivil-Ingenieur-Sohn, * 27.04.1860, † 07.04.1880 († laut Grabstein 10.04.1880), Bestattungsdatum: 09.04.1880
Christina (Justina) Böck, * 11.02.1825, † 19.03.1881, Bestattungsdatum: 21.03.1881
Elisabeth Böck, * 29.01.1800, † 23.12.1894, Bestattungsdatum: 25.12.1894
Katharina Böck, * 03.09.1843 (* laut Grabstein 03.12.1843), † 22.11.1901, Bestattungsdatum: 24.11.1901

Die Grabstelle (auf Friedhofsdauer) befindet sich am Strebersdorfer Friedhof (Gruppe: M, Nummer: 9).

Quelle: Text: www.nikles.net, Bilder: www.nikles.net, Floridsdorfer Zeitung vom 18.10.1902, Seite 3, Neue Freie Presse vom 1.2.1903, Seite 30, Neue Freie Presse vom 22.4.1904, Seite 23, Neue Freie Presse vom 23.4.1904, Seite 21.



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