Die Bundeshauptstadt

Brücken in Wien - Franz-Ippisch-Steg

Der Franz-Ippisch-Steg ist eine Fußgängerbrücke und befindet sich bei der Rampengasse im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling. Der Steg führt über die Gleisanlagen der ÖBB (Franz-Josefs-Bahn) und verbindet die Heiligenstädter Straße mit der Heiligenstädter Lände. Der Steg wurde im Jahr 1990 errichtet. Gleich anschließend befindet sich der Döblinger Steg, welcher den Donaukanal überquert.

Franz Ippisch wurde als siebentes von neun Kindern eines Justizbeamten aus Altwiener Familie geboren. Schon in der Kindheit sang er im Kirchenchor und erlernte das Cellospiel. Als 15-jähriger spielte er im Kurorchester Bad Pirawarth und begann 1898 seine Ausbildung am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde bei Reinhold Hummer (Violoncello), Josef Hoffmann (Klavier) und Hermann Graedener (Komposition). Privatunterricht nahm er bei Franz Schmidt. Während seines Studiums spielte er bereits als Cellist im Orchester der Wiener Volksoper, dem er dann von 1903 bis 1933, unterbrochen von Militärdienst und Erstem Weltkrieg, als Solocellist angehörte.

Daneben betätigte sich Ippisch auch als Musiklehrer, Komponist und Kammermusiker und war einer der Gründer des Wiener Sedlak-Winkler-Quartetts. 1934 nahm er die wohl besser bezahlte Stelle eines Militärkapellmeisters in Salzburg an. Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 musste er wegen der jüdischen Herkunft seiner Frau mit seiner Familie Österreich verlassen. Zuvor hatte Ippisch noch - offenbar vergeblich - in einem Brief an Adolf Hitler darum gebeten, die "unverschuldete Schmach der jüdischen Abkunft" seiner Ehefrau, die zum Christentum konvertiert war, zu "tilgen".

Anfang Februar 1939 gelangte er nach Guatemala, wo er bald Generaldirektor der Polizei- und Militärorchester und Dirigent des Orchesters des Konservatoriums in Guatemala-Stadt wurde. Am Konservatorium lehrte er Dirigieren und Tonsatz und war Leiter des aus dem Konservatoriumsorchester hervorgegangenen nationalen Sinfonieorchesters.

Ippisch wurde so zu einer führenden Person im Musikleben Guatemalas, der viele Musiker lehrte und beeinflusste, wie etwa Manuel Alvarado, Rafael Juárez Castellanos, Joaquin Orellana, Benigno Mejía oder Jorge Alvarao Sarmientos. 1954 musste er sich krankheitshalber in den Ruhestand zurückziehen.

Ein Teilnachlass von Franz Ippisch wurde 1963 der Wienbibliothek von seinem Sohn Franz J. Ippisch geschenkt und wird dort von Gerald Schwertberger gesichtet.

Sein Cousin Rudolf Ippisch (1878–1953) war ein Pionier der Traunseeschifffahrt und Erbauer der Seilbahn auf den Feuerkogel.

Quelle: Wikipedia (1. Absatz www.nikles.net), Bilder: Linie29 unter der Lizenz CC BY-SA 3.0.



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