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23. Bezirk - Sterngarten

Das Freiluftplanetarium Sterngarten am Georgenberg in Wien-Mauer ist eine unentgeltlich benutzbare Anlage zur freisichtigen Beobachtung des Himmelsgeschehens bei Tag und Nacht. Der Sterngarten besteht seit 1997 und wird vom Astronomischen Büro betreut.

Er besteht aus
* einer Stufenpyramide mit Edelstahlbrüstung und Behindertenrampe,
* einem Südmast (südlicher Messpfeiler),
* sechs Sonnensäulen mit Querarmen,
* einem Nordmast mit Lochscheibe und einer als „Ungeziffer“ (Hermann Mucke) bezeichneten Zeitentabelle sowie
* einem Nordweg mit Schrägmast, einem Analemma und einer Sonnenuhr.

Zum Gebrauch: Von der Wotruba-Kirche kommend betritt man den Sterngarten von Norden her und erreicht zunächst den Stützpfeiler des Schrägmastes am Ende des Nordweges. Man erkennt, dass Stützpfeiler, Schrägmast, Nordmast und Südmast genau fluchten und damit eine Ebene bilden. In dieser Ebene liegen der örtliche Meridian und die Erdachse. Der Schrägpfeiler ist eine Parallele zur Erdachse.

Am Fuß des Schrägpfeilers ist im Nordweg das Ziffernblatt einer Sonnenuhr eingelassen, die den Schrägmast als Schattenwerfer nutzt.

Die eineinhalb Meter über die Pyramidenplattform ragende Oberkante der Edelstahlbrüstung, die Sockeloberkanten des Nord- und des Südmastes sowie die Oberkanten der Querarme der Sonnensäulen bilden eine Ebene, die „Mathematischer Horizont“ genannt wird. In der Mitte der Pyramidenplattform ist eine Scheibe eingelassen, die die Position des Beobachters markiert. Über diesem Punkt kann der Beobachter durch Bücken oder Strecken sein Auge exakt in die so genannte Himmelsmitte bringen.

Das Azimut eines Objektes am Himmel kann an der Brüstung und die Höhe an Nord- oder Südmast oder an den Sonnensäulen geschätzt werden. Nord- und Südmast verfügen über Edelstahlringe im Höhenabstand von 10°.

Die sechs Sonnensäulen stehen etwas entfernt rund um die Stufenpyramide. Drei davon markieren im Osten den Sonnenaufgang zur Sommersonnenwende, zu den Tagundnachtgleichen und zur Wintersonnenwende. Die anderen drei markieren im Westen entsprechend den Ort des Sonnenunterganges zur Wintersonnenwende, den Tagundnachtgleichen und zur Sommersonnenwende.

Während die Säulen den geometrischen Aufgangsort des Sonnenkörpers markieren, geben Kerben in den Querarmen der Sonnensäulen den Aufgangsort der wahrnehmbaren Sonnenscheibe an. Dieser liegt wegen der Strahlenbrechung in der Atmosphäre stets etwas weiter nördlich.

Quelle: Text: Wikipedia, Bild: www.nikles.net.



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