Die Bundeshauptstadt

15. Bezirk - Käthe-Königstetter-Hof (Johnstraße 77, Tautenhayngasse 2-8)

Die in den Jahren 1932/33 nach Plänen von Friedrich Pindt errichtete Wohnhausanlage mit 143 Wohnungen wurde 1949 nach der Gemeinderätin Käthe Königstetter benannt. Katharina „Käthe“ Königstetter (* 17. April 1874 in Wien; † 3. April 1940 ebenda) war eine österreichische Politikerin (SDAP), Gewerkschafterin und Näherin.

Der langgestreckte Block mit den isolierten Balkongruppen auf  den ansonsten glatten und schmucklosen Fassaden wirkt ausgesprochen sachlich und modern. Bemerkenswert ist das nicht signierte, triptychonartige Terrakottarelief an der Johnstraße.

Es stellt eine Mutter mit Kind, einen Architekten (als "Arbeiter des Geistes") und einen Maurer (als "Arbeiter der Faust") dar und erinnert an die Bildsprache sakraler Darstellungen. Am anderen Ende der Tautenhayngasse, auf Nummer 28, findet sich übrigens eines der wenigen architektonisch qualitätsvollen Gebäude des Ständestaates, das 1935/36 von Franz Wiesmann errichtete Familienasyl "St. Engelbert" (sic).

Literatur: Hans und Rudolf Hautmann, Die Gemeindebauten des Roten Wien 1919–1934, 1980; Inge Podbrecky, Rotes Wien, 2003; Helmut Weihsmann, Das Rote Wien. Sozialdemokratische Architektur und Kommunalpolitik 1919–1934, 1985/2002.

Quelle: Text: www.dasrotewien.at, Bild: Wolfgang Glock, gemeinfrei (möglicherweise Lizenz falsch angegeben!) und Manfred Werner - Tsui unter der Lizenz CC BY-SA 3.0.

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