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Die Bundeshauptstadt

02. Bezirk - Edgar-Schranz-Hof

Edgar-Schranz-Hof (2., Rustenschacherallee 44-56, Böcklinstraße 67-75), städtische Wohnhausanlage mit 163 Wohneinheiten, erbaut ab 1954 nach Plänen der Architekten Johann (Hans) Stöhr und Wilhelm Kaiser.

Die Anlage umfasst fünf parallel zueinander angeordnete Baublöcke, die mit den Schmalseiten nach der Rustenschacherallee und der Böcklinstraße orientiert sind, sowie zwei flankierende Häuser, die im rechten Winkel zu den mittleren Trakten stehen. Zwischen den Bauten sind großzügige Freiflächen vorhanden, die als Grünzonen genutzt werden. Die zur Straße geöffnete Anlage bricht mit der Wiener Tradition der intimen, geschlossenen Hofform. Wie schon in den 1920er- und 1930er-Jahren wurde in den 1950er-Jahren versucht, durch konzentrierte Stapelung möglichst vieler Wohnungen ausgedehnte Zonen (Grünraum) für den Erholungsbedarf zu schaffen. Besonderen Reiz gewinnt dieses Konzept durch die damit verbundene Öffnung zum naturbelassenen Areal des benachbarten Praters. Die Gliederung der Trakte ist einheitlich symmetrisch gehalten. An den Breitseiten ist der Mittelteil jeweils durch einen Dachaufbau akzentuiert. Zwei der Zentralachsen sind entweder durch einen Erker betont, der vom ersten Stock bis zum Dachgeschoss reicht, oder mittels Balkone akzentuiert, welche die gegenüber liegenden Fensterachsen paarweise zusammenfassen. Einachsige Erker flankieren die durch Balkone bestimmten mittleren Fassadenabschnitte. Ein schmaler, durch dunklen Verputz von der Grundfarbe des Hauses differenzierter Sockel definiert jeweils das Erdgeschoss.

Mit Beschluss des Gemeinderatsausschusses für Wohnen, Wohnbau, Stadterneuerung und Frauen vom 6. September 2019 erfolgte die Benennung der Wohnhausanlage nach Edgar Schranz in Edgar-Schranz-Hof. Im Zuge der offiziellen Hofbenennungsfeier am 20. Oktober 2020 wurde eine Gedenktafel an der Fassade angebracht.

An der Ecke Böcklinstraße und Lukschgasse befindet sich die 1953 geschaffene Majolikaplastik "Die Badende" von Christa Vogelmayer.

Quelle: Text: geschichtewiki.wien.gv.at, Bilder: www.nikles.net



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