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Glasing, Filialkirche zur Hl. Dreifaltigkeit

Die katholische Filialkirche zur Hl. Dreifaltigkeit befindet an der Hauptstraße in Glasing und wurde in den Jahren 1925/26 erbaut. Die Segnung erfolgte am 26. September 1926. Den Bauplan der Kirche entwarf Baumeister Johann Neubauer aus Jennersdorf und der Bau fand unter dem Bauunternehmer Herrn Aloys Schwarz aus Mogersdorf statt. Renovierungen der Kirche erfolgten in den Jahren 1949, 1964 bis 1967, 1987 und 2011.

Die Filialkirche zur Hl. Dreifaltigkeit ist unter der ObjektID 28726 (HERIS-ID: 31735) denkmalgeschützt.

Einweihung der Kirche in Glasing (Originaltext Güssinger Zeitung vom 3. Oktober 1926): Seit ihrem 6-7 hundertjährigen Be­stände wird die Gemeinde Glasing kaum noch ein so herzerhebendes Fest gesehen haben, als das am 26. September 1926 begonnene Einweihungsfest ihrer neugebau­ten Kirche. Am Vorabend wie frühmorgens wiederhallten im Tale die kräftigen Pöllerschüsse und ermunterten die Dorfbewohner die kunstvoll aufgeführte Musikstücke. Lang vor der angekündigten Festlichkeit strömten die Menschen von der weiten breiten Um­gebung daher, Urbersdorf und Grossmürbisch sogar in einer Prozession, so dass unmittel­bar vor der Feier die Menge des Volkes auf der breiten Dorfgasse wie ein Menschen­meer wogte. Nach feierlichem Empfange des Herrn Bezirkshauptmannes R. R. Dr. Ernst Mayrhofer und des Herrn P. Quardian Al­fons Pfeiffer an dem Dorfeingange, begann P. Quardian unter Assistens der Patres Gratian Leser und Florid Deák die feier­liche Einsegnung, bei der als Sänger die Herren Oberlehrer aus Grossmürbisch Anton Szucsich und der musikkundige Jüngling Dyonisius Kollár mitwirkten. Dann erhob Pa­ter Gratian Leser auf der neben der Kirche aufgestellten Kanzel seine kräftige Stimme und schilderte mit rührenden Worten die Erhabenheit eines kath. Gotteshauses und den heroischen Opfersinn der Gemeinde­mitglieder, wonach unter Assistens Pater Quardian in der neueingeweihten Kirche zum erstenmale das hl. Messopfer entrichtete, unter dem die Dorfjünglinge und Dorfjung­frauen das vom Fräulein Lehrerin Helene Zistler ihnen eingelehrte deutsche Messlied von Schubert unter Orgelbegleitung des Herrn Dionysius Kollár meisterhaft vortrugen. Das Kirchweihfest fand nachmittag mit einer feierlichen Vesper (Anmerkung: liturgisches Abendgebet im Christentum) seine Vollendung. Es sei noch kurz erwähnt, dass die Schöpfer dieses Gotteshauses die Herren Bürgermeister Franz Buichl, Josef und Aloys Unger, Franz Wein­hofer, Franz Bodisch Nr 9. Aloys Gröller, Sekretär Heinrich Poldt und Quardian Alfons Pfeiffer waren, die als das Baukomitee nicht bloss die Last der Sorgen und Mühen tru­gen, sondern auch in den Gemeinden und zwar in Glasing 17 000 S. durch Amerika 4000 S, in Güssing 340 S, in Urbersdorf 210 S, in Moschendorf 190 S, Sumettendorf 170 S, St.-Nikolaus 110 S, Grossmürbisch 110 S, Heiligenbrunn 50 S, Tobaj 50 S, Steingraben 49 S, Deutschbieling 39 S, Kleinmürbisch 37 S und in Inzenhof 36 S sam­melten. Den Bauplan der Kirche entwarf Baumeister Johann Neubauer aus Jennersdorf und der Bau fand statt unter dem Bauunternehmer Herrn Aloys Schwarz aus Mogersdorf. Der herrlich ausgearbeitete Hochaltar wurde in der kirchlichen Kunstgewerbeanstalt des Herrn Johann Pomper zu Güssing ver­fertigt. Die Wohltäter dieses Gotteshauses möge Gott in das Buch der Vergeltung ein­tragen und Sie mögen zu allen Zeiten Anteil erhalten an allen Gebeten, welche in dieser Kirche emporsteigen zum Throne des Allerhöchsten. (Originaltext Güssinger Zeitung vom 3. Oktober 1926).

100-Jahr Feier der Filialkirche Glasing: Das 100-jährige Bestehen der katholischen Filialkirche zur Hl. Dreifaltigkeit in Glasing wurde am Sonntag, dem 27.9.2026, mit einer Festmesse gefeiert. Bei der von Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics gelesenen Jubiläumsmesse wurde auch der neue Altar eingeweiht. Die Besucher hatten die Möglichkeit, die Messe im Zeltfest live mitzuverfolgen.

Quelle: Text: www.nikles.net, Bilder: www.nikles.net, MeinBezirk Güssing/Jennersdorf, Ausgabe 39 vom 23. und 24. September 2026.



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