Wien, das als Statutarstadt auch als politischer Bezirk
fungiert, wird heute in 23 Gemeindebezirke unterteilt. Die
historische Altstadt, heute Großteil des
1. Bezirks, war
noch im Revolutionsjahr 1848 deckungsgleich mit dem
Stadtgebiet. Unter Kaiser Franz Joseph kam es 1850,
1890/1892 und 1904 zu drei großen Stadterweiterungen.
1850 wurden die Vorstädte, die Gemeinden innerhalb des
Linienwalls, als 2. bis 8. Bezirk (seit der Teilung des
ursprünglichen 4. Bezirks in zwei Bezirke: 9.) in die Stadt
Wien einbezogen. 1874 folgte eine kleinere Eingemeindung
außerhalb des Linienwalls (10. Bezirk,
Favoriten). Nach
einem Beschluss von 1890, der am 1. Jänner 1892 in Kraft
trat, wurden die Außenbezirke am rechten Donauufer, damals
Vororte genannt, obwohl teils selbst bereits städtische
Viertel, eingemeindet; damit besaß Wien nun 19 Bezirke. 1900
wurde der nördliche Teil des 2. Bezirks zum
20. Bezirk
erklärt. Bei der dritten großen Erweiterung, 1904, wurden
weite Gebiete am linken Donauufer um Floridsdorf und
Kagran
als 21. Bezirk eingemeindet. Die neuen Stadtgrenzen galten
nun bis 1938.
Eine Vervierfachung seines Stadtgebietes erlebte Wien zur
Zeit des Nationalsozialismus, als man per 15. Oktober 1938
Groß-Wien schuf. Diese Entscheidung wurde 1946 (in Kraft
getreten 1954) größtenteils wieder rückgängig gemacht;
Stammersdorf,
Essling,
Albern,
Unterlaa,
Oberlaa, die
Ortschaften des heutigen 23. Bezirks (Liesing), der
Lainzer
Tiergarten und Hadersdorf-Weidlingau blieben aber bei Wien.
Die linksufrigen Gebiete wurden zwischen
21. und neuem
22.
Bezirk aufgeteilt. Seit 1954 sind die Stadtgrenzen
unverändert.
In den meisten Außenbezirken sind für früher selbstständige
Ortschaften die historischen Namen erhalten, aus deren
Wappen sich auch die Bezirkswappen zusammensetzen. Einige
Dörfer und Siedlungen aus früheren Epochen existieren heute
jedoch nicht mehr. Viele
„Grätzln“ bzw. Stadtteile sind auf die eingemeindeten
Vorstädte und Vororte zurückzuführen, andere wiederum sind
durch Wohnbauinitiativen der letzten Jahrzehnte neu
entstanden oder werden geografisch klar von anderen Gebieten
abgegrenzt.
Bei der Festlegung der Bezirksgrenzen versuchte man, diese
markant entlang wichtiger Straßen oder Flüsse zu setzen,
wenngleich hierdurch einige ehemalige Gemeinden geteilt
wurden. Die Innenbezirke 1 und 3 bis 9 werden durch den
Gürtel von den Außenbezirken abgegrenzt.
Donaukanal und
Donau trennen die Bezirke 2 und 20 von allen anderen; die
Bezirke 21 und 22 liegen als einzige am linken Donauufer.
Auch der Wienfluss ist fast in seinem gesamten Verlauf durch
die Stadt (ausgenommen den Abschnitt von der westlichen
Stadtgrenze bis Hütteldorf) stets Bezirksgrenze.
Bleistiftmühle
(bei
Secession) -
Breitenlee Verschiebebahnhof -
Donauarme -
Dorotheerkloster
-
Franz-Joseph-Kaserne
-
Getreidemarktkaserne -
Großer Federlhof
-
Gumpendorfer
Kaserne
- Heiltumstuhl -
Herrenhaus -
Kahlenbergbahn -
Kaiserliches
Zeughaus -
Katzensteigtor -
Kärntnertor -
Königinkloster -
Küssdenpfennig-Haus - Laurenzertor -
Leopoldsbrunnen - Linienamt -
Linienwall -
Maximilianäischer Probeturm -
Reichsrat -
Ringtheater -
Rotenturmtor -
Schirachbunker -
Schottentor -
Stephansfreithof -
Sühnhaus -
Teuerungsrevolte
1911 -
Theater am Kärntnertor - Tröpferlbad Stadlau
- Warenhaus
Stephan Esders - Werdertor -
Wiener Pfennig -
Wiener
Schachzeitung -
Wiener Stadtmauern
- Wiener
Warenhäuser um 1900 -
Wulzendorf
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