18. Währing
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Das Wappen von Währing repräsentiert die vier ehemals selbständigen Gemeinden aus denen der Bezirk 1892 gebildet wurde. Das zentrale Herzschild zeigt den Heiligen Laurentius, den Schutzheiligen des Bezirksteils Währing. Laurentius trägt eine silberne Alba und eine rote, goldgesäumte Dalmatik. Der Gitterrost in seiner linken Hand symbolisiert sein Martyrium. Der linke obere Wappenteil steht für den Bezirksteil Pötzleinsdorf. Er zeigt den Heiligen Ägidius, den Patron der alten Pötzleinsdorfer Kirche. Der rechte Wappenteil zeigt wiederum den Heiligen Johannes Nepomuk, den Kirchenpatron von Gersthof. Nur das Wappen von Weinhaus hat keinen religiösen Hintergrund. Es zeigt zwei Winzer mit einer goldenen Weintraube und steht für den ehemals bedeutenden Weinbau, der Weinhaus zu seinem Namen verhalf |
Währing ist der 18. Wiener Gemeindebezirk und liegt im Nordwesten Wiens am Rande des Wienerwaldes. Währing wurde 1892 durch die Eingemeindung der ehemaligen Vororte Währing, Weinhaus, Gersthof, Pötzleinsdorf, Neustift am Walde und Salmannsdorf gegründet. 1938 wurden die Bezirksteile Neustift am Walde und Salmannsdorf jedoch großteils an den Bezirk Döbling abgegeben. Währing gilt heute auf Grund zahlreicher Villen(z. B. Cottageviertel) neben Hietzing und Döbling als bürgerlicher Nobelbezirk, wobei die ÖVP hier seit 1946 durchgehend den Bezirksvorsteher stellt. Dennoch weist Währing einen beträchtlichen Anteil von gürtelnahen Gründerzeitquartieren, vor allem südlich der Gentzgasse auf ("Kreuzgassenviertel").
Bezirksteile: Währing wurde ursprünglich aus sechs ehemals selbständigen Gemeinden gebildet, wobei Salmannsdorf und Neustift am Walde 1938 an Döbling angegliedert wurden. Bei Währing blieben das namensgebende Währing sowie Weinhaus, Gersthof und Pötzleinsdorf (von Ost nach West), die entlang des heute kanalisierten Währinger Bachs liegen. Währing ist im Wesentlichen in vier Katastralgemeinden unterteilt, die grob den Grenzen der ehemaligen Gemeinden entsprechen. Die Katastralgemeinden Währing und Pötzleinsdorf reichen jedoch auch auf das Bezirksgebiet von Döbling, während im Nordenosten Währings ein Teil der Katastralgemeinde Neustift (u.a. Neustifter Friedhof) liegt.

Geschichte: Nach der Eingemeindung der Vorstädte
im Jahr 1850 begann in den 1870er Jahren die Diskussion auch um die
Eingemeindung der Vororte. Die Initiative kam dabei aus Währing. Der
Rechtsanwalt Dr. Leopold Florian Meißner richtete eine Petition an den
niederösterreichischen Landesausschuss, in dem er die Bildung von "Groß-Wien"
anregte. Fast alle Vororte waren jedoch gegen den Vorschlag. Nach dem Wunsch
Kaiser Franz Josephs in einer Rede 1888 beschloss jedoch der
niederösterreichische Landesausschuss die Vereinigung Wiens mit den Vororten.
Das Gesetz trat 1892 in Kraft und vereinte
Währing, Gersthof,
Pötzleinsdorf, Weinhaus,
Neustift am Walde und
Salmannsdorf zum 18. Wiener Gemeindebezirk
Währing. 1938, nach dem Anschluss Österreichs an das Dritte Reich, wurden
jedoch Neustift am Walde sowie
Salmannsdorf von Währing abgetrennt und
dem 19. Bezirk (Döbling) hinzugeschlagen.
Namensgebung: Währing wurde erstmals etwa 1170 als
Warich urkundlich genannt. Über die Herkunft des Namens gibt es nur
Vermutungen. Möglicherweise ist er slawischen (var für warme Quelle) oder
germanischen Ursprungs (werich für Tagwerk, d.h. ein Feld in einer Größe, wie
es ein Mann an einem Tag bearbeiten kann), womöglich leitet er sich auch von
Werigandus, dem ersten Abt des Klosters Michelbeuern, ab. Ein weiterer
möglicher Ursprung des Namens könnte sich auf die slawische Landnahme
zurückführen, gehen doch Döbling (Toplica = warmer Bach) und Währing (Varica =
dunkler Bach) auf slawische Toponyme zurück.
Sehenswertes in Währing:
Geymüller-Schlössel -
Jüdischer Friedhof Währing -
Kirche St. Severin -
Kirche St. Gertrud -
Kirche St. Aegidius zu Pötzleinsdorf
- Kirche St. Leopold im Gersthof -
Kirche St. Josef zu
Weinhaus -
Lutherkirche -
Paulinenwarte - Pötzleinsdorfer Schlosspark -
Schloss Pötzleinsdorf -
Türkenschanzpark -
Yunus-Emre-Brunnen -
Währinger Friedhof -
Währingerpark