Schloss Pötzleinsdorf
18. Bezirk
Das Pötzleinsdorfer Schloss war früher als „Ricci´scher Freihof“ bekannt, da ein gewisser Ricci darin einen Textilbetrieb betrieben hatte. Nach der Aufhebung der klösterlichen Grundherrschaft wurde das Schloss an Philippina von Herberstein verkauft, die den Grundstein zum Schlosspark anlegte. Nachdem die Grundherrschaft an Johann Heinrich Geymüller übergegangen war, ließ dieser den Park nach der Art eines englischen Landschaftsgarten anlegen. Durch den Konkurs des Bankiers kam das Schloss in der Folge in verschiedene Hände, zuletzt in jene des Möbelfabrikanten und Mäzens Max Schmidt (1861–1935). Dieser vermachte den Besitz der Gemeinde Wien mit der Auflage, ihn für öffentliche Zwecke zu nützen. Die Stadt Wien öffnete 1935 den Park für die Bevölkerung und ließ das Schloss 1950 durch Roland Rainer zum Jugendgästehaus umbauen. Dabei wurde die von Schmidt angebrachte neobarocke Freitreppe vor dem Mittelrisalit der Ostfassade abgetragen und auch im Inneren der schlossartige Charakater beseitigt. Seit 1993 beherbergt das Schloss die Rudolf Steiner-Schule.