Breitensee
14. Bezirk

Breitensee ist ein Bezirksteil im Westen Wiens, der
gemeinsam mit Penzing,
Baumgarten, Hütteldorf und
Hadersdorf-Weidlingau den 14.
Wiener Gemeindebezirk Penzing bildet. Breitensee wird durch die Hütteldorfer
Straße im Süden, die Hernstorferstraße, die Stauffergasse und den Baumgartner
Friedhof im Westen, den Flötzersteig im Norden und die Steinbruchstraße und die
Schanzstraße im Nordosten begrenzt.
Geschichte: Breitensee wurde in einer Urkunde
erstmals 1195 als „Prantensee“ erwähnt. Das Wort Pranten bedeutet so viel wie
Brandrodung. Der Name Breitensee könnte sich aber auch auf einen Teich namens
Angerteich zurückführen lassen, welcher auch 1828 noch so groß war, dass ein
Fiaker während der Reinigung seiner Kutsche beinahe ertrunken wäre. Doch im
Laufe der Zeit verkam der Teich zum Tümpel und wurde 1873 schließlich
trockengelegt. Zur Erinnerung an den damaligen Teich, steht in Breitensee noch
ein Brunnen.
Nach der Gründung einer Siedlung wurde hauptsächlich Feldwirtschaft betrieben,
später entwickelte sich Breitensee zu einem bedeutenden Weinbauort. 1673 wurde
Breitensee im "Unterösterreichischen Land-Kompaß" in die Reihe der besten
Weinorte eingereiht. Die Bewohner waren großteils Bauern und Handwerker.
Breitensee wurde jedoch durch die Türkenbelagerung und die Pest sehr in
Mitleidenschaft gezogen. Um 1700 erwarb Graf Johann Ferdinand von Kuefstein die
Herrschaft Breitensee. 1726/36 wurde die Breitenseer Schlosskapelle errichtet,
die ab 1740 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. 1740-1772 besaß
Johann Michael Kienmayer die Herrschaft Breitensee.
1874 fuhr erstmals die Pferdetramway vom Linienwall bis nach Breitensee. 12
Jahre später wurde diese auf Dampf umgestellt und schließlich 1903
elektrifiziert.