Speising
13. Bezirk

Speising ist ein Bezirksteil des 13. Wiener Gemeindebezirks
Hietzing.
Die erste urkundliche Erwähnung von Speising erfolgte 1365. Damals schenkte
Herzog Rudolf IV. der Wiener Propstei Sankt Stephan (Stephansdom) die
Herrschaften Speising und Lainz. Wegen der relativ
ungeschützten Lage der Ortschaft hatte die Bevölkerung unter den
Kriegseinwirkungen besonders während der Ersten Türkenbelagerung 1529 sehr zu
leiden. Am 1. Jänner 1892 wurde Speising gemeinsam mit mehreren anderen
Vororten als 13. Bezirk Hietzing eingemeindet.
Nach der Eingemeindung setzte große Bautätigkeit ein. Viele Häuser mit Garten
sichern bis heute einen hohen Anteil an Grünflächen. Auch die Spitäler - die
Rothschildstiftung Neurologisches Zentrum Wien und das Orthopädische Spital
Wien Speising (früher Niederösterreichisches Landeskrankenhaus Speising) - sind
von Grünanlagen umgeben.
Das erste Schienenverkehrsmittel, das Speising erreichte, war die 1860 erbaute
Verbindungsbahn. Sie verbindet die Stationen Wien Hütteldorf und Wien
Penzing
an der Westbahn mit der Station Wien Meidling an der Südbahn. Die heute auf der
Strecke verkehrenden Schnellbahnzüge bedienen die Haltestelle Speising, die
auch das benachbarte Lainz erschließt. Der Güterverkehr auf der Verbindungsbahn
soll nach Fertigstellung des Lainzer Tunnels in diesen verlegt werden. Die
Tunnelbaustelle ist am nördlichen Ende der Speisinger Straße zu sehen.
Speising wird von den Straßenbahnlinien 60 (früher Dampftramway Hietzing -
Mödling, heute nur bis Rodaun im 23. Bezirk) und
62 (Ring, Oper - Lainz, Wolkersbergenstraße) durchquert. Am westlichen Ende der
Hetzendorfer Straße befindet sich der Betriebsbahnhof (die Remise) Speising der
Wiener Linien.
In der Bergheidengasse 5-19 bestehen eine Höhere gewerbliche Bundeslehranstalt
für Tourismus und eine Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe.
Auch das Hietzinger Hallenbad an der Atzgersdorfer Straße (Grenze zum 12.
Bezirk) gehört zu Speising.