11. Simmering

Das Wappen des 11. Bezirks ist dreigeteilt und steht für die drei ehemaligen Gemeinden, aus denen der Bezirk gebildet wurde. Das silberne "S" auf blauem Grund steht für den Bezirksteil Simmering. Das springende Einhorn auf goldenem Grund steht wiederum für Kaiserebersdorf. Es stammt aus dem Wappen derer von Hintperg-Ebersdorf, die die Grundherrschaft des Gebietes ursprünglich inne hatten. Der dritte, untere Wappenteil zeigt das Symbol der früheren Gemeinde Albern. Die auf rotem Grund abgebildeten gekreuzten Fische stehen dabei für den Fischfang, der in Albern eine alte Tradition hatte

Simmering gehört zu den ältesten Siedlungsgebieten im Wiener Raum. Die Ansiedlung liegt mehr als 3000 Jahre zurück und um ca 400 v. Chr. vermischten sich Kelten mit der ansässigen Bevölkerung. Um das Jahr 15 v. Chr. geriet das Königreich Noricum unter die Herrschaft der Römer. Aus dieser Zeit stammt auch die so genannte Römerstraße die durch die heutigen Bezirke Landstraße und Simmering nach Süden führt. Die erste Erwähnung von "Simmaningen" steht in einem Dokument des Klosters St. Emmeram in Regensburg aus dem Jahre 1028. Weitere urkundlich belegte Schreibweisen sind Symanin, Symaningen, Simmanin und Simoning, was möglicherweise auf ein altes Adelsgeschlecht zurückgeht, denn nachweisbar ist ein Eberhard von Simoning im Jahre 1400. Mitte 15. Jh. wurde die Pfarre Simmering dem Bistum Wien zugehörig. Während der Türkenbelagerungen war Simmering als östlichster Bezirk diesseits der Donau besonders stark von Verwüstung und Zerstörung betroffen. Bis 1850 hatte Simmering zahlreiche wechselnde Besitzer, bis im genannten Jahre die Grundherrschaft abgeschafft wurde. Im Jahre 1891 wurden Simmering und das benachbarte Kaiserebersdorf zum 11. Wiener Gemeindebezirk. Als die russische Besatzung nach dem Zweiten Weltkrieg aus Wien abgezogen war, kam zusätzlich das Dorf Albern zu Simmering. Heute kennt man Simmering hauptsächlich in Verbindung mit dem Zentralfriedhof und dem einzigartigen Wohnkomplex in den Gasometern.

Sehenswertes/Bauwerke in Simmering:
Alberner Hafen - Arche - ev. Pfarre am Leberberg - Bildstock Zinnergasse (Christophorus) - Borromäuskirche - Friedhof der Namenlosen - Friedhof St. Marx - Friedrich-Engels-Hof - Gasthaus "Friedhof der Namenlosen"Hafen Lobau - Kaiserebersdorfer Friedhof - Karl-Höger-Hof - Kraftwerk Simmering - Kirche St. Laurenz zu Simmering - Kloster St. Raphael - Luegerkirche am Zentralfriedhof - Pfarre Hasenleiten - Pfarrkirche Kaiserebersdorf - Pfarrkirche Neusimmering - Pfarre St. Benedikt Leberberg - Pfarre St. Klemens - Pfarre St. Lukas - Pfarrkirche St. Peter und Paul (Maria am Baum) - Rumänisch-orthodoxe Kirche (Zum Hl. Apostel Andreas) - Schloss Concordia - Schloss Kaiserebersdorf - Schloss Neugebäude - Schloss Thürnlhof - Simmeringer Gemüseanbaugebiet - Zentralfriedhof