Ungarisch: Várújfalu, Kroatisch: Sovice

Woppendorf ist ein Ort im südlichen Burgenland im Bezirk Oberwart in Österreich. Politisch gehört es zur Großgemeinde Hannersdorf. Der ungarische Name des Ortes ist Varujfalu.

Mit 133 Einwohnern (31. Oktober 2011) ist Woppendorf der kleinste Ortsteil der Großgemeinde Hannersdorf.

Der Ort dürfte eine Neugründung auf der Stelle des verödeten Dorfes "villa corradi", das in Urkunden des 13. Jahrhunderts genannt wird, gewesen sein. Es gehörte zur Herrschaft Burg. Erstmals gesichert urkundlich erwähnt wird Woppendorf als "Ujfalu" (Neudorf). Der Name "Woppendorf" leitet sich von den Wappenträgern ab, die dort Sicherungsposten der Burganlage waren. Woppendorf liegt 260 m über dem Meeresspiegel. Etwa 200 m nördlich des Ortes gab es Kalk, der dort noch bis 1920 gebrochen und gebrannt wurde. Am Südende des Dorfes waren zwei Steinbrüche, die heute nicht mehr in Betrieb sind. 1830 wurde die Kirche erbaut. 1873 wurde die Ortschaft von einer fürchterlichen Choleraepidemie heimgesucht, daran erinnert das der hl. Rosalie geweihte Cholerakreuz. Während des 2. Weltkrieges wurde ein Gemeinde- und Rüsthaus im Rohbau aufgestellt, das 1952 fertig gestellt wurde. Um den Landwirten die Arbeit auf dem Felde zu erleichtern, wurde 1966 mit der Grundzusammenlegung begonnen. 1969 wurde eine neue Pinkabrücke errichtet. 1975 fand eine Restaurierung der Kirche statt. Ein Zubau des Gemeinde- und Rüsthauses erfolgte 1993, mit dem Bau der Kanalisationsanlage wurde im Jahr 1995 begonnen.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Várújfalu verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland. 1971 wurden die Gemeinden Burg und Woppendorf mit Hannersdorf zusammengelegt.

Auswanderung: Die meisten Auswanderer aus diesem Dorf nahe Großpetersdorf wanderten nach Allentown, Coplay, Northampton, Bethlehem und Chicago aus, wo einige von ihnen heute noch in Burgenländer-Vereinen führend tätig sind. Die Auswanderung begann im Jahre 1900 und erfuhr in den 50er Jahren noch einmal einen Höhepunkt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Kath. Filialkirche hl. Johannes der Täufer, Woppendorf 84

Weblink: www.hannersdorf.at

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