Ungarisch: Bándol, Kroatisch: Bandol

Weiden bei Rechnitz ist eine Gemeinde im Burgenland im Bezirk Oberwart in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Bándoly, der kroatische Ortsname Bandol. Der Ortsname auf Romani lautet Bandula. Im Ort gibt es eine große Anzahl an Angehörigen der burgenlandkroatischen Minderheit. Durch Weiden fließt in südlicher Richtung der Weidenbach.

Am Südhang des Bernstein-Günsergebirge mit einer herrlichen Landschaft liegt die Gemeinde Weiden bei Rechnitz. Die elf Ortschaften der Gemeinde befinden sich großteils im Landschaftsschutzgebiet. Die Gemeinde ist mit ihren intensiv bewirtschafteten und gepflegten Wiesen und Äckern ein ideales Erholungsgebiet.

Auch zahlreiche Freizeitmöglichkeiten, wie Wandern, Radfahren und Tennis werden angeboten. Im Ortsteil von Weiden bei Rechnitz befinden sich ein botanischer Garten mit verschiedenen Heilpflanzen. Diese Pflanzen werden für die Homöopathie, Bachblüten und Aromatherapie verwendet.

Die Gemeinde besteht aus den Orten Allersdorf im Burgenland/ Ključarevci, Allersgraben/ Širokani, Mönchmeierhof/ Marof, Oberpodgoria/ Podgorje, Parapatitschberg/ Parapatićev Brig, Podler/ Poljanci, Rauhriegel/ Rorigljin, Rumpersdorf/ Rupišće, Unterpodgoria/ Bošnjakov Brig, Weiden bei Rechnitz/ Bandol, Zuberbach/ Sabara.

Geschichte: In den Jahren 1535 brachte Franz Batthyány aus von türkischen Gebieten bedrohte Kroaten als Siedler in die Ortschaften Rauhriegel und Podler. 1650 siedelte Graf Ádám I. Batthyány in Podler 14 vorwiegend kroatische Familien an und stattete sie mit diversen Privilegien aus. Den Namen der Familien nach zu schließen dürften auch Deutsche und Ungarn unter den Siedlern gewesen sein.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Bándoly verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Die Gemeinde gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Kath. Pfarrkirche hl. Johannes Nepomuk (ObjektID: 8641), die römisch-katholische Pfarrkirche Weiden bei Rechnitz steht an der Dorfstraße in der Gemeinde Weiden bei Rechnitz im Bezirk Oberwart im Burgenland. Sie ist dem heiligen Johannes Nepomuk geweiht und gehört zum Dekanat Rechnitz in der Diözese Eisenstadt. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz. Die Pfarre Weiden bei Rechnitz wurde 1808 gegründet. Die heutige Kirche wurde 1819 gebaut. Der Erweiterungsbau mit Querschiff, Altarraum und Sakristei wurde 1953 nach Plänen von Karl Holey errichtet. 1968 erfolgte eine Restaurierung.
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