Ungarisch: Sóskút(falu), Kroatisch: Šeškut

Sulz im Burgenland ist ein Ort und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Gerersdorf-Sulz im Burgenland. Durch Sulz fließt der Sulzbach und der Zickenbach. Rechter Zubringer zum Sulzbach ist der Gemeindgraben.

Das Angerdorf liegt am Zickenbach nordwestlich von Güssing. Es gibt Funde aus der Römerzeit. Ausgegrabene Münzen und Statuen befinden sich im Budapester Museum. Der Ort wird im Jahre 1388 urkundlich erwähnt. Es gibt Hakenhöfe, teils noch mit ursprünglicher Giebelfassade. Der Ort wurde im 16. Jahrhundert von Kroaten neu besiedelt. Das Kroatentum ist in der Nachkriegszeit erloschen. Peter Jandrisevits (Urkunden und Dokumente über das südliche Burgenland) stammte aus Sulz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Kastell Sulz, Festetics (ObjektID: 27784), Sulz im Burgenland 40, um 1800 errichtet.
Filialkirche Sulz, an der Oberen Hauptstraße
Güssinger Mineralwasser, Quellenhaus der Vitaquelle (ObjektID: 27786), Güssinger Straße 1
Denkmal Peter Jandrisevits, an der Oberen Hauptstraße
Holzkreuz, an der Oberen Hauptstraße
Holzkreuz, am Hackenberg
Kriegerdenkmal
Dreiländereck (gemeinsam mit den Gemeinden Kroatisch Tschantschendorf und Tobaj)

In den Urkunden werden verschiedene Namen gebraucht:
Soskwt Kupasfalwa, ungarisch, Trinkbecherdorf oder Pokaldorf
Soskut, ungarisch, zu deutsch "Salzbrunn"
Sulz, kroatische Schreibweise oder Sulz, eine Bezeichnung für Salz

Eine besondere Blütezeit erlebte Sulz mit der Erbauung des Kastells durch die Witwe des Grafen Festetics, Judith geborene Saller von Jakobhaza. Sie ließ die im Zuge des Neubaues des Kastells die seit langem bekannten Mineralquellen neu fassen und gab auch eine Analyse in Auftrag. Ihr Haus war das Zentrum des Kurbetriebes. Neuen Aufschwung nahm der Ort durch die Gründung eines Mineralwasserfüllbetriebs im Jahre 1905. Unter dem Namen "Vitaquelle" wurde das Mineralwasser aus Sulz in der ganzen Monarchie verkauft. Mit dem 1. Weltkrieg endete auch dieser Aufschwung und Sulz versank im Dornröschenschlaf.

1956 wurde die Güssinger Mineralwasser AG gegründet. Als "Güssinger" war das Mineralwasser sehr beliebt und durch die wirtschaftlichen Erfolge des Betriebes wurde auch der kleine Ort Sulz nachhaltig belebt.

1971 wird Sulz im Zuge der Gemeindezusammenlegungen mit Gerersdorf und Rehgraben zur Großgemeinde Gerersdorf-Sulz.

Geschichte in Zahlen:
1469 Erste urkundliche Erwähnung
1496 Erwähnung der Quellen von Soskut
1541 Benedek Soskuty wird als Eigentümer genannt
1543 Die Familie Jakabhazy ist Eigentümer
1627 Istvan Saller wird als Eigentümer ausgewiesen
1636 Adam Batthanny läßt Kalk brennen
1744 Es die Siedlung mit vielen Details beschrieben
1815 Errichtung des Kastells von Sulz
1817 Erste Badesaison mit Kurgästen
1825 Erste Heilwasseranalyse
1905 Gründung des Mineralwasserversandbetriebes
1971 Zusammenlegung der Gemeinde Sulz mit Gerersdorf und Rehgraben.

Persönlichkeiten:
Peter Jandrisevits (1879–1938) aus Sulz, Geistlicher und Politiker (CS)
Alois Müller (1878–1945) aus Sulz, Maschinenarbeiter und Politiker (SDAP)
Andreas Nedwal (1891–1975) aus Gerersdorf, gelernter Schlosser, Bauer und Politiker (ÖVP)

In der Gemeinde leben auch bekannte Sportler:
Siegfried Bauer aus Gerersdorf (Wintertriathlon)
Julia Dujmovits aus Sulz (Olympiasiegerin, Snowboard)
Peter Jandrisevits aus Sulz (Fußballspieler, U-19-Nationalspieler)

Nach oder durch Sulz führen u.a. die Wanderwege: Wasserweg (von Güssing), Vitaweg 2, ...

Sulz, OrtstafelSulzSulzSulz, SpielplatzSulz, SportvereinSulz, Vitaquelle, das Brunnenhaus vom Güssinger MineralwasserSulz, Kastell SulzSulz, Kastell Sulz, 2016Sulz, Kastell Sulz, 2016Sulz, Kastell Sulz, 2016Sulz, Kastell Sulz, 2016Sulz, Kastell, EingangSulz, FeuerwehrSulz, FeuerwehrSulzSulz, ehemaliges Schlachthaus Zechmeister in Sulz im BurgenlandSulz, ehemaliges Schlachthaus Zechmeister in Sulz im BurgenlandSulz, Julia Dujmovits, Olympiasiegerin im Parallel-Slalom 2014 in SotschiSulz, Julia Dujmovits, Olympiasiegerin im Parallel-Slalom 2014 in SotschiSulz, KircheSulz, KircheSulz, Kirche, Fusswahlfahrt 2000Sulz, KircheSulz, Dreiländereck wurde 2008 auf einer Seehöhe von 327 Meter von den Gemeinden Kroatisch Tschantschendorf, Sulz und Tobaj errichtet.Sulz, Dreiländereck wurde 2008 auf einer Seehöhe von 327 Meter von den Gemeinden Kroatisch Tschantschendorf, Sulz und Tobaj errichtet.SulzSulzSulz, BrunnenSulz, neben Zickenbach/SulzbachSulz, Unterführung des Sulzbaches bei der Landesstraße L118 im Ortsgebiet SulzSulz, Wanderweg KoglroasSulz, Wanderweg VitawegSulz, Großer RundwanderwegSulz, Grenzpunkt