Ungarisch: Posaszentkatalin, Kroatisch: Katalena

St. Kathrein im Burgenland ist eine Ortschaft der österreichischen Gemeinde Deutsch Schützen-Eisenberg, Bezirk Oberwart. Der Ort hat laut Volkszählung von 2001 137 Einwohner und liegt auf einer Seehöhe von 237 Meter.  St. Kathrein wird vom Rodlingbach durchflossen, welcher dann bei Gaas in die Pinka mündet. Rechter Zufluss des Rodlingbaches ist der Harmischbach.

Der ungarische Ortsname ist (Pósa-)Szent-Katalin, der kroatische Name Katalena.

St. Kathrein im Burgenland wird erstmalig im Jahre 1378 als "Posafalva" genannt. Im 17. Jahrhundert wurde die Heilquelle bei der Magdalenakapelle von vielen Wallfahrern besucht, da ihr gewisse Wunder zugeschrieben wurden.

Der Ort wurde im 16. Jahrhundert von Kroaten neu besiedelt. Bis in die Zwischenkriegszeit überwog das kroatische Bevölkerungselement, seither ist das Kroatentum stark rückgängig bzw. ist es im Verschwinden.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname (Pósa-)Szent-Katalin verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Sehenswürdigkeiten:
Kath. Pfarrkirche hl. Katharina (ObjektID: 8106), St. Kathrein Nr. 5
Magdalenenkapelle (ObjektID: 8107)
Amerikanerkreuz

Pfarrkirche St. Kathrein im Burgenland:

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Kathrein steht in erhöhter Lage am Südrand des Ortes St. Kathrein. Sie ist der heiligen Katharina geweiht und gehört zum Dekanat Güssing.

Geschichte: Die Pfarre bestand bereits im Mittelalter, war aber zeitweise eine Filialkirche von Szent Péterfa - Prostrum. Die Pfarre wurde 1804 neu errichtet. Der heutige Bau wurde 1753 unter Verwendung von älterem Mauerwerk erbaut und 1783 erstmals renoviert. Im Jahr 1796 wurde der Turm errichtet. Im Jahr 1950 wurde der Chor über den Fundamenten des gotischen Chores erweitert. Nach einer Restaurierung und Erweiterung wurde das Gotteshaus 1953 neu geweiht.

Architektur und Ausstattung: Die Kirche ist ein einschiffiger, schmuckloser Saalbau mit stark eingezogenem Chor mit 3/8-Schluss. Der vorgebaute Westturm hat einen Spitzhelm. Über dem zweijochigen Schiff ist ein flaches Tonnengewölbe mit Stichkappen mit Gurten auf Pilastern. Die zweigeschossige Empore ist dreiachsig und mit jeweils drei Kreuzgratgewölben unterwölbt. Zwischen Schiff und Apsis ist ein breiter Triumphbogen. Über den drei Chorjochen ist ein Tonnengewölbe, über der Apsis ein Kappengewölbe.

Hochaltar, Seitenaltar und Orgelgehäuse sind neugotisch und stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Bild "Schutzengel mit Kind" wurde Mitte des 18. Jahrhunderts nach einer Skizze von Michelangelo Unterberger geschaffen. Auf der Rückseite befindet sich die heilige Maria, Teil einer ehemaligen Fahne. Der Sakristeischrank stammt vom Ende des 18. Jahrhunderts.

Magdalenenkapelle (ObjektID: 8107):

Der kleine zweigeschoßige Bau wurde Ende des 17. Jahrhundert über einer Quelle errichtet, die im Zusammenhang mit Wunderheilungen erwähnt wurde.

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