Ungarisch: Olahcikleny, Kroatisch: Hrvatski Cikljin

Spitzzicken gehört zur Gemeinde Rotenturm an der Pinka, welche aus Rotenturm selbst, und den Ortsteilen Spitzzicken und Siget besteht. Die Einwohnerzahl betrug am 31. Oktober 2011 genau 200 Einwohner.

Das Ortsgebiet war schon seit uralter Zeit besiedelt, was durch Funde aus Bronze- und Römerzeit bestätigt wurde. Der erste schriftliche Nachweis stammt aus der Zeit von König Ludwig dem Großen, unter dem Namen Weresuarfelde. Von König Sigismund wurde Rotenturm das Marktrecht verliehen. 1456 wurde der deutsche Name Rotenturm erstmals unter Berthold II erwähnt. Im 16. Jahrhundert ging der Besitz in die Herrschaft der ungarischen Familie Erdödy über. Jedoch waren von 1557 bis 1613 die Grafen Zrinyis Besitzer der Burg. 1613 übernahmen wieder die Erdödy's die Herrschaft, welche treue Gefolgsleute der Habsburger waren. Sie halfen bei der Abwehr der Türken, und förderten die Ansiedlung der Kroaten.Die Familie Erdödy herrschte viele Jahre, und 1917 nach dem Tod von Graf Julius Erdödy ging es mit der Gemeinde bergab. 1925 bekam die Marktgemeinde ihren entgültigen Namen: Rotenturm an der Pinka

Mit dem Anschluss an das deutsche Reich 1938 fiel der Bezirk Oberwart dem Gau Steiermark zu. Zum Glück war das Ortsgebiet erst die letzten Wochen auch Kriegsschauplatz.

Nach dem Krieg wurde eine Wasserversorgungsanlage errichtet, das Straßen- und Kanalisationsnetz ausgebaut.

Für Besucher: Sportplatz, Tennisplatz, Bücherei, im Winter einen Eislaufplatz, Fischteich

Gästeinformation: A-7501 Rotenturm an der Pinka, Schloßplatz 2, Tel.: 03352/34155-0

Wappenverleihung am 11.10.1992: In goldenem Schild eine rote Mauer mit einem dreigezinnten Torturm, über dem sich ein aus einem roten, halben Rad steigender Hirsch erhebt.

Die Landschaft ist sehr vielgestaltig, Hügel und Täler wechseln einander ab. Wald und Feld sind reich an Sträuchern, Heilkräutern, Blumen und Beeren sowie Pilzen. Wanderwege durch idyllische Landschaften laden zum Spazierengehen ein, ebenso der Radweg Vier-Jahreszeiten der zur Therme Bad Tatzmannsdorf führt. Durch diese unmittelbare Nähe wird für die nächste Zeit der Ausbau eines "sanften" Tourismus forciert. Auch die Burg Stadtschlaining oder das Freilichtmuseum Bad Tatzmannsdorf sind in der näheren Umgebung, nicht zu vergessen das Felsenmuseum in Bernstein. Die Gasthöfe mit freundlicher Bedienung und vorzüglicher burgenländischer Küche sind weit über die Gemeindegrenze bekannt.

Spitzzicken liegt zwischen Oberwart und Großpetersdorf, nordostlich von Rotenturm im südlichen Burgenland.

Erstmals erwähnt wurde die kroatische Ansiedlung 1567 unter Wy Zeck, die Gründung unserer Ortschaft muss aber schon um 1550 erfolgt sein.

Die erste deutsche urkundliche Erwähnung als Spitz stammt aus dem Jahr 1586. Ende des 16. Jahrhunderts kam es zu einer Neubesiedelung durch die Walachen. So heißt Spitzzicken ab 1614 Olah-Cziklin (= Walachisch Zicken) oder so wie jetzt Hrvatski Cikljin (= Kroatisch Zicken). Die neuen Siedler nahmen eine besondere Stellung ein, so wurden in einer Urkunde aus dem Jahr 1744 fast alle Einwohner Spitzzickens als Adlige bezeichnet.

Seit 1971 gehört Spitzzicken zur Gemeinde Rotenturm.

Sehenswürdigkeiten:
Kath. Filialkirche hl. Barbara (ObjektID: 8475), die einfache Kirche mit dreigeschoßigem Südturm steht auf dem Anger und wurde 1820/21 erbaut. Der Altar stammt aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Spitzzicken, OrtstafelSpitzzickenSpitzzickenSpitzzickenSpitzzickenSpitzzickenSpitzzicken, Kath. Filialkirche hl. BarbaraSpitzzicken, HubertuskapelleSpitzzicken, HubertuskapelleSpitzzicken, Kreuz, InschriftSpitzzicken, RadwegSpitzzicken, RundwegSpitzzicken, VolksschuleSpitzzicken, Weihnachten 2005Spitzzicken, Weihnachten 2005Spitzzicken, Weihnachten 2005Spitzzicken, Weihnachten 2005Spitzzicken, KriegerdenkmalSpitzzicken, KriegerdenkmalSpitzzicken, KriegerdenkmalSpitzzicken, KriegerdenkmalSpitzzicken, KriegerdenkmalSpitzzicken, KriegerdenkmalSpitzzicken, Ortstafel