Ungarisch: Salafa, Kroatisch: Šaledrovo

Während der Zugehörigkeit zu Ungarn führte der Ort den Namen Salafa. Laut einer alten Urkunde sei Schallendorf ein Försterdorf gewesen, dessen Häuser mit Fichtenrinden - Schalen - gedeckt waren. Daraus entstand der Name Schalendorf, der sich zu Schallendorf umbildete.

Ortsnamenformen: Chalafalva (1528), Soledorff (1698).

Eine andere Erklärung besagt: Aus den um Schallendorf und sich nach Westen und Süden erstreckenden zahlreichen Wäldern schallten ständig die Axthiebe der fleißigen Bewohner des Försterdorfes. Dieses ständige "Schallen" gab dem Dorf den Namen.

Geschichte: 1589: Um diese Zeit wurde Schallendorf (Czalafalva bzw. Saledrovo) zum ersten Mal im Urbar der Güssinger Grundherrschaft erwähnt, wobei nur Kroatischnamige angeführt wurden. Das Dorf war im Besitz der BATTHYANY. 1689 schien der Ort in der kanonischen Visitation unter dem Namen Soledorff auf. Damals und noch 1932 war die Gemeinde kroatisch. Bis zum 2. Weltkrieg lebten auch Roma in Schallendorf. Sie wurden aber vom nationalsozialistischen Regime verschleppt. Die wirtschaftliche Not trieb einige Schallendorfer dazu, nach Amerika auszuwandern. Eine Zählung ergab, dass bis 1939 38 Personen auswanderten.

Bürgermeister:
Philippovits Paul bis 1904
Radakovits Friedrich 1904 - 1907
Augustin Adolf 1907 - 1932
Bauer Stefan 1932 - 1939
Ifsics Christian 1939 - 1947
Ifsits Franz 1947 - 1954
Derkits Hermann 1954 - 1958
Dergovsits Franz 1958 - 1970

Ab 1. Jänner 1971 wurde Schallendorf Teil der Großgemeinde St. Michael.

Der Glockenturm: Im Jahre 1860 wurde der Glockenturm mit zwei Glocken von der Gemeinde Schallendorf gekauft. Zuvor stand er in Tobaj. die große Glocke musste im 2. Weltkrieg zur Einschmelzung abgeliefert werden. 1949 wurden zwei neue Glocken gekauft und von Pfarrer Josef Liebmann geweiht. Die Glocken wurden zum Wetter- und Feuerläuten, aber auch zum Gebetsläuten und bei Todesfällen verwendet.

Sage: Bei einem Fest junger Leute in Schallendorf wollte ein junges Mädchen in übermütiger Weinlaune beweisen, dass es den Mut habe, allein auf den nächtlichen Friedhof zu gehen und von dort ein Grabkreuz mitzubringen. Im Friedhof angekommen, sah es den dunklen Umriss eines Mannes auf einem Grabstein sitzen, glaubte, dass jemand aus ihrer Gesellschaft ihr voraus gelaufen sei und sie erschrecken wolle, und riss der stummen Gestalt spottend den Hut vom Kopfe. Dann ergriff sie das nächste Grabkreuz und eilte zur fröhlichen Runde zurück. Keiner der Anwesenden aber erkannte den Hut als sein Eigentum. Von Bangigkeit ergriffen ging das Mädchen nach Hause, legte Hut und Grabkreuz auf das Fensterbrett und ging zu Bette. Da hörte sie ein Klopfen am Fenster und eine Stimme befahl ihr, die entwendeten Gegenstände noch vor Morgengrauen auf den Friedhof zurückzubringen. Das Mädchen nahm Hut und Grabkreuz und folgte dem unheimlichen Befehl. In der Morgenfrühe wurde sie tot inmitten der Gräber gefunden. Die Toten hatten sich gerächt.

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