Ungarisch: Rohonc, Kroatisch: Rohunac

Rechnitz befindet sich am Fuß des Geschriebensteins, der die höchste Erhebung im Burgenland ist. Er ist 884 Meter hoch. Rechnitz liegt an der Grenze zu Ungarn und ist von Wein- und Obstregionen umgeben. Die Marktgemeinde ist mit 75 ha Weingärten die zweitgrößte Weinbaugemeinde des südlichen Burgenlands. Die Lage und das trockene Klima ermöglichen den Anbau von Wein, Edelkastanien, Marillen und Pfirsichen. Durch Rechnitz fließt der Rechnitzbach.

1260 wurde Rechnitz zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 1248 wurde der Ort eine Marktgemeinde. Rechnitz hat 3400 Einwohner und liegt in 384 m Seehöhe auf einer Fläche von 4377 ha.

Am Ende des 6. Jahrhunderts gründeten slawische Stämme eine Siedlung namens "Orechovc", die später in "Rechovc" und schließlich in Rechnitz umbenannt wurde.

Auf Grund dieser kulturellen Geschichte hat Rechnitz viele Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

Ein beliebtes Wanderziel ist der Geschriebenstein mit seiner höchsten Erhebung von 883m, mit dem Landesehrenmal für die Gefallenen beider Weltkriege und der Aussichtswarte, die einen prachtvollen Fernblick auf das Südburgenland und die ungarische Tiefebene bietet. Einmalig ist, dass die Staatsgrenze genau in der Mitte des Turms verläuft!

Weinidylle Rechnitz: Rechnitz, mit ca. 75 ha Weingärten die zweitgrößte Weinbaugemeinde des südlichen Burgenlandes, gilt bei den Kennern schon lange als Geheimtipp. Das wunderschöne, reizvolle Rechnitzer Weingebirge liegt östlich des Ortsgebietes und erstreckt sich bis zur ungarischen Grenze.

Bei der Anbaufläche entfallen 75 % auf den Weißwein. Hauptsorten ist der Welschriesling, ein duftiger, fruchtiger burgenländischer Spitzenwein. Von den Rotweinen wird vor allem der unverkennbare Blaufränkische, ein eher zartherber, samtiger Rotwein mit ausgeprägtem Sortenbukett angebaut.

Partnerstadt Alzey (D): Alzey ist eine Stadt mit Geschichte. Das Alzeyer Schloss, das im 11. Jahrhundert erbaut wurde, ist ein bedeutendes Kulturerbe. Die Stadt Alzey liegt in einem Weinbaugebiet und die erste Siedlung entstand im Jahr 223 nach Christus. Die Legenden um Volker von Alzey, dem Spielmann des Nibelungenliedes, sind auch heute noch lebendig. Neben dem Schloss gibt es noch einige andere Sehenswürdigkeiten wie das 1586 erbaute Rathaus, die gotische Nikolauskirche oder den wunderschönen Schlosspark. Alzey ist eine moderne Handels- und Einkaufsstadt und im „Weinbauinstitut“ werden Weine wie "Scheu" oder "Sieger" kultiviert. Die Umgebung von Alzey wird als "Herz des Weinparadieses Rheinhessen" bezeichnet. Gruppen von 20 Personen oder mehr haben die Möglichkeit im Schlosskeller verschiedene Weine zu verkosten. Alzey bietet ein vielfältiges Freizeitangebot. Es gibt einen Reitplatz mit Halle, Fußballplätze, Tennisplätze und vieles mehr. Außerdem kann man auf einem Wald-Trimmpfad seine Ausdauer trainieren.

Partnerstadt Lábatlan, Ungarn: Die Partnerschaft mit Lábatlan, Ungarn besteht seit 2003.

Persönlichkeiten:
Karl Josef Batthyány (1697–1772), General und Feldmarschall
Gustav Pick (1832–1921), Musiker und Komponist von Wienerliedern
Franz Binder (1881–1944), Polizeibeamter und Politiker
Alois Hofer (1892–1976), Maurer und Politiker
Franz Stampf (1899–1981), Kaufmann und Politiker
Margit von Batthyány (geborene Thyssen-Bornemisza) (1911–1989), NS-Kollaborateurin
Christian Kolonovits (* 1952), Komponist und Dirigent

Personen mit Beziehung zum Ort:
Ferenc Faludi (1704–1779), ungarischer Dichter und Gelehrter

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Aussichtswarte (ObjektID: 8444), Am Geschriebenstein, die Gemeinde Rechnitz erbaute 1913 diese Aussichtswarte am Geschriebenstein genau an der Staatsgrenze Österreich-Ungarn. Initiator war der Steuernotar Ladislaus Gullner, Baumeister war der Rechnitzer Josef Varga. Die Aussichtswarte aus Stein wurde anstelle eines Holzturms, den die Gemeinde Güns 1891 errichtet hatte, erbaut. Die Warte bildet die Mitte des Naturparks Geschriebenstein - Írottkő. Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs ist der Aussichtsturm wieder ein beliebtes Ausflugsziel.

Badesee Rechnitz: Der Badesee Rechnitz, auch unter Stausee Rechnitz bekannt, liegt am Ortsrand von Rechnitz im Burgenland/Österreich im Faludital am Südhang des Günser Gebirges. Er ist etwa 300 Meter lang, hundert Meter breit und maximal sieben Meter tief. Gespeist wird der See von den Quellen des Geschriebenstein. Das gesamte Badeareal hat eine Fläche von mehr als fünf Hektar. Der Beschluss zum Bau dieses ersten künstlichen Badestausees im Burgenland fiel im Jahr 1961. Er wurde mit Wasser aus dem Rechnitzbach gefüllt und 1964 für die Badegäste freigegeben. Der See ist Ausgangspunkt zahlreicher Wanderwege durch den Naturpark Geschriebenstein. Am Seegelände steht den Gästen ein Campingplatz für Zelte und Wohnmobile zur Verfügung.
Im Winter ist der zugefrorene See ein idealer Eislaufplatz.

Landessonderkrankenhaus und Heilstätte
(ObjektID: 8443), Am Hirschenstein, die Heilstätte Hirschenstein wurde zwischen 1952 und 1955 für tuberkulose- und lungenkranke Patienten am Hirschenstein im Gemeindegebiet von Rechnitz errichtet. Seit 1987 werden im Pflegezentrum Hirschenstein pflegebedürftige Menschen betreut.

Ehem. Granarium (ObjektID: 8435), seit 2015, Bahnhofstraße 13

Bartok-Mühle oder Stelzermühle (ObjektID: 8440), Mühlbachgasse 1, das zweigeschoßige Gebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert. Auf zwei Seiten sind das Erdgeschoß mit Pfeilerarkaden und das Obergeschoß mit Säulenarkaden gestaltet.

Zwillingskalkofen (ObjektID: 67338), seit 2015

Jüdischer Friedhof (ObjektID: 8709), Herrengasse, ein Schutzbrief, der den Rechnitzer Juden erlaubte auf einem umschlossenen Friedhof ihre Toten zu begraben, war der Anlass, dass 1682 ein eigener jüdischer Friedhof angelegt wurde. Bis ins 19. Jahrhundert wurde der Friedhof, den ab 1827 eine Steinmauer umgab, durch Grundankäufe vergrößert, sodass das Friedhofsareal nunmehr 8215 m² ausmacht. Bereits in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts kam es zu Friedhofsschändungen, doch erst während der NS-Zeit ist es zu großen Zerstörungen gekommen. 1988 wurde der Friedhof von der Kultusgemeinde Graz seiner ursprünglichen Bestimmung entsprechend wieder instand gesetzt. Im November 1990 kam es wieder zu Friedhofsschändungen, seitdem ist der Friedhof nicht mehr öffentlich zugänglich.

Mariensäule (ObjektID: 8446), Bahnhofstraße beim Sportplatz, Mariensäule an der Südausfahrt von Rechnitz neben dem Sportplatz. Die barocke Steinsäule stammt etwa aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts. Auf hoher Säule mit abgesetztem Steinsockel sieht man Maria mit dem Jesuskind im Arm. Ursprünglich stand die Säule auf dem Hauptplatz in Rechnitz gegenüber der Einfahrt des Schloss Rechnitz. Während der Kämpfe gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Madonna beschädigt und nach dem Krieg wieder instand gesetzt. Die letzte Restaurierung erfolgte im Jahre 1996.

Pietà - Mariensäule (ObjektID: 8447), Hauptplatz (vor Kirche), Mariensäule vor dem Hauptportal der katholischen Pfarrkirche Rechnitz. Die Säule zeigt ein Standbild der "schmerzhaften Mutter", umgeben von vier Engelfiguren auf Pfeilern, die ein schmiedeeisernes Gitter verbindet. Auf breiter Deckplatte befindet sich die Steinfigur der Muttergottes mit dem Leichnam Christi im Schoß. Die Säule wurde von der Familie Batthyány in den Jahren 1710/11 aus Dankbarkeit für das Erlöschen der Pest errichtet. Da die Säule durch einen starken Sturm arg beschädigt worden war, wurde sie am 1. Juli 1793 restauriert wieder aufgestellt.

Figurenbildstock hl. Josef (ObjektID: 8448), Hauptplatz (hinter Kirche), die Statue des hl. Josef mit Jesuskind stand früher vor der Einfahrt zum Schloss Rechnitz. Heute befindet sie sich im Vorgarten des Pfarrhauses Rechnitz.
Weinbergkapelle hll. Johannes und Paulus Märtyrer (ObjektID: 8452), Rechnitzer Weinberg, die Weinbergkapelle steht im Rechnitzer Weinberg in der Riede "Rindler". Sie ist ein Barockbau mit Ziegeln gedeckt, einem gemauerten Altar und einem Altarbild mit den Wetterheiligen Johann und Paul, denen die Kapelle geweiht wurde. Sie wurde 1700 durch Graf Adam II. Batthyany erbaut, da es zu dieser Zeit viele schwere Gewitter gab. Es gibt auch die Annahme, dass die Kapelle dem Weinheiligen St. Urban geweiht worden sei. Das alte Holztor wurde 1950 durch ein schmiedeeisernes Tor aus Grabgittern ersetzt. 1960 und 1996 erfolgten Renovierungen.

Fatimakapelle (ObjektID: 8454), Herrengasse bei der Ortseinfahrt, Die Fatimakapelle wurde 1954 nach den Plänen von Baumeister Franz Freingruber errichtet. Die Marienstatue stammt direkt aus Fátima und wurde vom damaligen Bischof von Fátima geweiht.

Kath. Pfarrkirche hl. Katharina (ObjektID: 8430), Hauptplatz,

Evang. Pfarrkirche A.B. (ObjektID: 8432), Hochstraße 1, nach dem Toleranzpatent von 1781 begannen die Rechnitzer Protestanten mit dem Bau eines Bethauses an der Hochstraße, wobei der Eingang nicht direkt von der Straße aus errichtet werden durfte. Im September 1783 konnte hier der erste evangelische Gottesdienst nach der Gegenreformation gefeiert werden. 1813 wurde ein neuer Altar angefertigt mit einem neuen Altarbild, Christus am Ölberg darstellend. 1838 wurden die ersten Glocken angekauft. Mit dem weiteren Kirchenausbau wurde 1853 begonnen. Dabei erhielt die Kirche ihr heutiges Aussehen mit Fassade, Treppenhaus und neugotischem Turm und Fenstern. Der Haupteingang wurde dabei an die Hochstraße verlegt. Die Kirche wurde 1971/72 komplett renoviert. 1996 wurde der Kirchturm saniert.

Friedhofskirche hll. Sebastian, Fabian und Florian (ObjektID: 8433), Günser Straße, am höchsten Punkt des katholischen Friedhofs Rechnitz gelegen, wurde die Friedhofskapelle zwischen 1703 und 1710 erbaut und den Pestheiligen Fabian und Sebastian geweiht. Den Altar bildet der Unterteil eines Sarkophages aus dem Mausoleum, als Portal wurde ein von dort stammendes Eisentor von der Familie Batthyány zur Verfügung gestellt. Die Kapelle ist während der Kampfhandlungen um Rechnitz Ende März /April 1945 abgebrannt. Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut und neu eingeweiht. 1970 - 1972 wurde die Kapelle renoviert und zur Aufbahrungshalle umgestaltet.

Evang. Friedhofskapelle (ObjektID: 8434), Alois Gossi-Gasse,

Ehemaliger Kreuzstadel (ObjektID: 8442), neben Geschriebenstein Straße, am südlichen Ortsrand von Rechnitz liegt der wegen seines kreuzförmigen Grundrisses so genannte Kreuzstadl. Hier wurden beim Massaker von Rechnitz in der Nacht vom 24. auf den 25. März 1945 ca. 180 ungarische Juden ermordet. Die Erschießung erfolgte durch den örtlichen Gestapoführer Franz Podezin und einige Helfer. Trotz oftmaliger Suchgrabungen konnten die Gräber der Opfer bis heute nicht gefunden werden. 1993 wurde der Kreuzstadel von der Israelitischen Kultusgemeinde angekauft, um der Nachwelt als mahnendes Denkmal erhalten zu bleiben.

Burgruine, Hausberg, Ödes Schloss (ObjektID: 8445), die Ruine Ödes Schloss liegt auf einem markanten Geländevorsprung oberhalb des Badesees Rechnitz im Faludital, und ist über einen markierten Fußweg bzw. eine Forststraße erreichbar. Die Anlage bestand aus einem mächtigen Hochwerk, das von einem Ringgraben und einem Ringwall sowie einer Art Vorburg umgeben und nur aus nordwestlicher Richtung zugänglich war. Heute ist das alles verfallen und mit Hochwald bedeckt. Vom "Öden Schloss" ist historisch belegt, dass es im Rahmen der "Güssinger Fehde" des Grafen Iwan gegen Herzog Albrecht I. von Österreich und Steiermark im Jahre 1289 nach längerer Belagerung übergeben werden musste. Nach dem Friedensschluss mit dem ungarischen König Andreas III. wurde die Anlage auf Befehl Herzog Albrecht I. teilweise zerstört. Im 15. Jahrhundert kam es zu einer Einnahme durch Kaiser Friedrich III., zur Belagerung und Eroberung durch König Matthias Corvinus sowie zum Verkauf. Die Burg verlor in der Folge an Bedeutung, da im Ort das Schloss ausgebaut wurde. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ordnete die Komitatsverwaltung die Zerstörung des "Öden Schlosses" an, um "Unterschlupfmöglichkeit für Diebsgesindel zu beseitigen".

Naturpark Geschriebenstein-Írottkő

Evangelisches Pfarrhaus (ObjektID: 8438), Hochstraße 1, Evangelisches Pfarrhaus, Baujahr unbekannt, Von 1964 bis 2012 Jugendgästehaus für Jugendgruppen. Seit 2013 Flüchtlingsheim für Jugendliche.

Text Sehenswürdigkeiten und Persönlichkeiten: Wikipedia

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