alt: Padler (Ungarisch: Polanyfalu, Kroatisch: Poljanci)

Die Ortschaft Podler, Poljanci (Polanyfalu, Polanfalva, Polanecz, Polanicz) liegt 333 m hoch, hat 97 Einwohner und 30 Haushalte. Die Gemeinde wird vom Rumpersdorfer Bach durchflossen.

Die Großgemeinde Weiden bei Rechnitz entstand 1971 im Zuge der Gemeindestrukturverbesserung, nach der 8 Ortsteile mit 11 Ortschaften eine Einheit bildeten.

- Katastralgemeinden: Weiden, Mönchmeierhof, Allersdorf, Oberpodgoria, Allersgraben, Rumpersdorf, Zuberbach, Parapatitschberg, Rauhriegel, Podler, Unterpodgoria

- Öffentliche Einrichtungen: Gemeindeamt, Standesamt, Kindergarten, Volksschule, Raiffeisenkasse, kath. Kirchen, Kinderspielplätze, Fußballplätze. 

Geschichte und Entwicklung: Die geschichtliche Entwicklung reicht ins 15. Jahrhundert zurück. Die Türken drangen auf die Balkanhalbinsel vor, schlugen die Kroaten auf dem Krbavafeld und begannen ihre gefürchteten Raubzüge nach Kroatien und Slavonien. Dadurch gelangten auch die kroatischen Wanderhirten (Walachen) in unseren Raum. Noch heute stellen die Kroaten (Vlahi) den Großteil der Bevölkerung, die sich überwiegend der Umgangssprache bedient. OBERWART trat ursprünglich durch den Viehhandel in Erscheinung.

Nachdem 1841 Oberwart zur Marktgemeinde und 1864 zur Bezirkshauptstadt erhoben wurde, verloren Stadtschlaining und Rotenturm ihre Vormachtstellung ein und Oberwart wurde administratives und wirtschaftliches Zentrum des Bezirkes. Heute ist die Stadt wichtigste Einkaufsmetropole im südlichen Burgenland und auch als Messestadt weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

1560 Ansiedlung von 14 kroatischen Familien - Herrschaft Rechnitz-Schlaining: Mönchmeierhof, Rauhriegel, Allersdorf, Allersgraben, Podler

Alte Siedlung DOMBORU, anders PADLER, wird von Grundherrschaft niedergerissen. Ein Meierhof wird errichtet. Dieser zerfällt später.

1648 13. Juni - Wiedererrichtung des Dorfes POIANICZ, anders DOMBORU, mit walachischen Siedlern. Die Walachen genießen verbriefte Freiheiten z.B. die Gewährung einer dreijährigen Abgabenfreiheit.

1757 Bau einer hölzernen, strohgedeckten Kirche im Dorf
1794-1799 Bau der steinernen Kirche
1928 Anbau des steinernen Kirchturmes
1944 Elektrifizierung
1950 Wasserleitungsbau
1982 Gründliche Kirchenrenovierung

Kapellen und Kreuze:
Kreuz am Friedhof: 1920 von Josef Skvarits errichtet
Waldkapelle: 1991 von Vinzenz Berzseny errichtet
Marterl: Am Ortsausgang nach Süden

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Kath. Filialkirche hl. Antonius (ObjektID: 8637), Podler 6, die Kirche ist ein kleiner klassizistischer Kirchenbau mit dreigeschoßigem Südturm. Sie wurde in den Jahren 1794 bis 1799 errichtet.