Ungarisch: Pinkafö, Kroatisch: Pinkafelj, Romani: Pinkafa

Pinkafeld ist eine Stadtgemeinde mit 5543 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) im Burgenland im Bezirk Oberwart (Österreich). Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Hochart und Pinkafeld. Hochart und Pinkafeld wurden 1970 aufgrund des burgenländischen Gemeindestrukturverbesserungsgesetzes zur Stadtgemeinde Pinkafeld vereinigt. Im Jahr 2001 hatte Hochart 341 Bewohner. Die Stadt Pinkafeld ist hauptsächlich als Schul- und Hochschulstadt bekannt. Namensgebend ist die Pinka, ein Nebenfluss der Raab. Die erste bekannte urkundliche Erwähnung stammt vermutlich aus dem Jahre 860. Damit wäre Pinkafeld eine der ersten deutschsprachigen Siedlungen des heutigen Burgenlandes.

Geschichte: Die erste urkundliche Erwähnung stammt vermutlich aus dem Jahre 860. Während der folgenden 1000 Jahre war Pinkafeld die meiste Zeit beim Königreich Ungarn. Dennoch war die Bevölkerung, wie im Großteil des ehemaligen Deutsch-Westungarn (heute Burgenland), seit der Zeit Karls des Großen überwiegend deutschsprachig. Historisch gesehen ist Pinkafeld eine Stadt von Handwerkern und Bürgern. Die Stadt erwarb schon im späten Mittelalter zahlreiche Privilegien wie die Blutgerichtsbarkeit, das Markt- und Mautrecht und die Zollfreiheit. Im weiteren Verlauf der Geschichte hatten die Pinkafelder Bürger stets großes Interesse daran, diese Privilegien zu erhalten. Und tatsächlich wurden die Pinkafelder Vorrechte von vielen Kaisern, Königen und regionalen Herrschaftsinhabern immer wieder bestätigt und erweitert. Vom 17. Jahrhundert bis ins frühe 20. Jahrhundert prägte das Tuchmachergewerbe die Stadt.

Allgemeines: Historisch gesehen ist Pinkafeld eine Stadt von Handwerkern und Bürgern, beginnend im späten Mittelalter ausgestattet mit zahlreichen Privilegien und Vorrechten wie der Blutgerichtsbarkeit, dem Markt- und Mautrecht und der Zollfreiheit. Privilegien, auf die das Pinkafelder Bürgertum stolz und um deren Erweiterung es stets bemüht gewesen ist. Bis 1921 war Pinkafeld seit über 1000 Jahren die überwiegende Zeit Teil des ungarischen Königreichs. Dennoch war die Bevölkerung, wie im Großteil des ehemaligen Deutsch-Westungarn (dem heutigen Burgenland), seit der Zeit Karls des Großen überwiegend deutschsprachig. Seit dem 17. Jahrhundert prägte die Tuchmacherei die Stadt. Im Zeitalter der industriellen Revolution wurden erste Textilfabriken gegründet. Die europäische Textilkrise führte 1966 zur Schließung zweier großer Textilfabriken in Pinkafeld. 1967 wurde auf dem Gelände des ehemaligen Meierhofs die HTBL Pinkafeld und damit der Grundstein zu einer neuen Identität als Schulstadt gegründet.

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist Pinkafeld eine Schul- und Hochschulstadt, die insbesondere auf dem Gebiet der Ausbildung im technischen Bereich mit ihrer Höheren Technischen Lehranstalt (HTBL) und den drei Fachhochschulstudiengängen österreichweit bekannt ist. In den Sommermonaten finden in Pinkafeld außerdem jährlich die sogenannten „Ferienkurse“ statt, die ebenfalls große Tradition haben und den Faktor „Schule“ in Pinkafeld zusätzlich verankern.

Im Jahr 1960 wurde anlässlich der 1100-Jahrfeier der Stadtgemeinde das SOS-Kinderdorf Pinkafeld gegründet das circa 70 Kinder beherbergt. Es liegt auf einer Anhöhe mit schönem Ausblick auf die Stadt. 1993 wurde mit dem SOS-Jugendhaus in der Siemensstraße eine Einrichtung für die älteren Kinder eröffnet. Es bietet 16 Betreuungsplätze für Mädchen und Burschen ab dem 13. Lebensjahr.

Pinkafeld ist eine der 25 Klimaschutzgemeinden des Burgenlands. Am 4. Dezember 2002 hat der Gemeinderat einstimmig den entsprechenden Grundsatzbeschluss gefasst, dem Klima-Bündnis beizutreten.

2002 hat Pinkafeld am Europäischen Blumenschmuckwettbewerb Entente Florale teilgenommen und dabei Gold errungen. Im Jahre 2003 erhielt Pinkafeld die Genehmigung eine Hinweistafel mit der Aufschrift "Pinkafeld schönste Stadt Europas 2002" an der Autobahn zu errichten, die seither an der österreichischen Süd Autobahn aufgestellt ist.

Wappen: Die erste erhaltene Form des Pinkafelder Stadtwappens stammt von einem Siegelstock aus dem Jahre 1639. Das genaue Alter dieses Wappens ist nicht bekannt. Blasonierung: "In Blau mit silbernem (weißem) Schildbord ein silberner (weißer) Turm mit großem Rundbogenfenster am oberen Ende, der mit einem doppelten Zwiebelhelm versehen ist; der Helm, der von zwei schmalen und etwas niedrigeren Seitentürmchen flankiert wird, trägt zwei schräg gegeneinander geneigte Kreuze, rechts ein griechisches, das zusätzlich mit einem Hahn versehen ist, und links ein Lothringer Kreuz (mit zwei Querbalken). In Fensterhöhe ragt rechts aus dem Turm ein silberner (weißer) Arm heraus, der einen aufgerichteten Schlüssel mit nach links gekehrtem Bart trägt; vor dem Turm eine gerade silberne (weiße) Mauer mit einem Tor auf der rechten Seite, die nach hinten mondsichelförmig den Turm umfasst. Die Pinkafelder Farben sind Weiß und Blau."

Die genaue Entstehungsgeschichte des Wappens kann heute nicht nachvollzogen werden. Das Wappen kann in Zusammenhang mit dem katholischen Kirchenbau in Pinkafeld gebracht werden und möglicherweise mit der ungarischen Adelsfamilie Batthyány, die im Ort seit dem 17. Jahrhundert die Herrschaft innehatte. Der Turm der Marktkirche, die nach der Zerstörung der alten Kirche durch die Türken im Jahre 1532 neu errichtet wurde, wird als hoch und mit einem doppelten Knauf beschrieben. Die zwei Kreuze, von denen eines einen Hahn (der vermutlich als Wetterhahn diente) trägt, werden ebenso erwähnt. Dass es sich bei den Pinkafelder Farben um die Farben weiß-blau der Herrschaft Batthyány handelt, ist denkbar. Die Darstellung auf dem Wappen ist sicher älteren Ursprungs. Der Turm im Wappen wechselte seit dem Entstehen des Wappens mehrmals sein Erscheinungsbild. Einmal trug er nur einen einfachen barocken Helm, später ein einfaches Zeltdach. Seit der Stadterhebung Pinkafelds 1937 wird ausschließlich das zuvor beschriebene Wappen verwendet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Apostelkreuz, neben der Katholischen Pfarrkirche Pinkafeld Hl. Peter und Paul
Durchgangshaus: 1924 errichtete Josef Karl Homma im so genannten Durchgangshaus ein Heimatmuseum mit überregionaler Bedeutung. Es war dies die erste Museumsgründung des 1921 neu geschaffenen österreichischen Bundeslandes Burgenland. Das Museum enthielt unter anderem wertvolle Funde aus der Römerzeit. In den Nachkriegsjahren wurden die Schauräume im Durchgangshaus aufgelöst und sehr viele Sammelstücke gingen verloren. Das Durchgangshaus in der Stadtmitte besteht noch heute.
Eisteich, der Eisteich befindet sich im Stadtpark
Evangelische Pfarrkirche Pinkafeld, die Evangelische Pfarrkirche Pinkafeld wurde 1785 fertig gestellt. 1822 entstand ihr gemauerter Turm. Kaiser Joseph II. erteilte den Protestanten das Recht eigene Gotteshäuser zu errichten, jedoch durften diese keinen Turm haben, der Eingang musste vom Ortszentrum abgewendet sein und durfte nicht direkt an der Straße liegen. Deshalb befindet sich die Kirche in einer Nebenstraße, ihr Eingang befindet sich nicht unmittelbar an der Straße und ist vom Ortszentrum abgewendet.
Feuerwehrmuseum, das Feuerwehrmuseum zeigt zahlreiche historische Geräte der Freiwilligen Feuerwehr Pinkafelds, der ältesten Feuerwehr des Burgenlandes.
Friedhofskapelle Pinkafeld, die Friedhofskapelle mittig im Friedhof wurde von Nikolaus Graf Batthyány und seiner Frau Franziska gestiftet. Die denkmalgeschützte Kapelle ist ein frühes Werk des Wiener Architekten Carl Roesner und gilt als kunsthistorisch bemerkenswerter Bau des romantischen Historismus.
Garnisonsmuseum: Das Garnisonsmuseum, in dem die Geschichte der in Pinkafeld stationierten Heereseinheiten, insbesondere des Infanterieregiments Nr. 83 präsentiert wird, ist eine im Burgenland einzigartige Einrichtung.
Gerichtsberg
Hubertuskapelle, am Gerichtsberg gelegen
Josephi-Kapelle, die barocke Josephi-Kapelle (im Volksmund auch als "Spatzenkapelle" oder "Rosskapelle" bezeichnet) gegenüber dem Bahnhof Alt-Pinkafeld wurde kurz vor 1730 unter Graf Sigismund von Batthyány anstelle eines früheren Kapellenbaus errichtet.
Kalvarienbergkirche Pinkafeld, Die Kalvarienbergkirche ist der älteste noch bestehende Kirchenbau Pinkafelds, die Kalvarienbergkirche wurde um 1748 unter Graf Ádám II. von Batthyány erbaut. An die Südseite der Kirche ist eine Eremitage (Einsiedelei) angebaut. Errichtet wurde die Eremitage vor 1757 mit vier Zimmern, Küche und Keller. Zunächst lebten Augustiner-Eremiten in der Eremitage, später Einsiedler der Raaber Eremitenkonföderation. 1782 wurde die Eremitage aufgehoben und das Gebäude ging an die Pfarre Pinkafeld über - nachdem Kaiser Joseph II. alle Orden, die "nur beteten" und nicht sozial, cariativ oder wirtschaftlich tätig waren, auflösen ließ. Seit 1982 wird die Eremitage von der Franziskusgemeinschaft bewohnt. Der Kreuzweg zur Kalvarienbergkirche stammt auch aus der Zeit um 1748.
Kapelle Hl. Nepomuk, bei der Brücke über die Pinka.
Katholische Pfarrkirche Pinkafeld Hl. Peter und Paul, eine spätbarocke Wandpfeilerkirche mit einem Fassadenturm.
Kirchenmuseum, Im Kirchenmuseum befinden sich Exponate der katholischen und evangelischen Pfarre und eine Weihnachtskrippe aus dem Jahr 1826.
Kloster St. Vinzenz, Das Kloster St. Vinzenz der Genossenschaft der Töchter der christlichen Liebe vom Hl. Vinzenz von Paul wurde von Gräfin Franziska Batthyány gestiftet. Es wurde am 24. Juni 1855 vom Bischof Michael Haas geweiht. Es war ein Spital und wird heute als Pflegeheim genutzt.
Kreuz, Das Kreuz befindet sich auf der Brücke über die Pinka.
Kriegerdenkmal, vor dem Neuen Rathaus
Mariensäule: Die Säule wurde 1757 in der kanonischen Visitation erstmals erwähnt. Historiker nehmen an, dass sie aus Dankbarkeit über die endgültige Abwehr der Türken, die Pinkafeld im Jahre 1532 zerstört und auch später überfallen hatten, errichtet wurde.
Neues Rathaus: Das Rathaus befindet sich am Hauptplatz.
Quelle, Die Quelle befindet sich im Stadtpark.
Rindsmaullsches Gutshaus ("Altes Rathaus"): Das älteste, noch erhaltene Bauwerk Pinkafelds ist das Rindsmaullsche Gutshaus, das Anfang des 17. Jahrhunderts errichtet wurde und ab 1629 in Besitz der ursprünglich aus Tirol stammenden Landadelsfamilie Rindsmaull stand. 1728 erwarb die Gemeinde Pinkafeld das Haus und nutzte es bis 1954 als Rathaus. Außerdem war in dem alten Gutshaus das Landgericht mit Zuständigkeit für Pinkafeld, Sinnersdorf, Ober- und Unterwaldbauern untergebracht. Die Gerichtsbarkeit ging nach 1848 verloren. 1830 wurde im Rindsmaullschen Gutshaus das letzte Urteil gefällt. Vor dem Haus ist noch heute, als Symbol der Gerichtsbarkeit, der Pranger aus dem 17. Jahrhundert zu besichtigen.
Ab 1954 wurde das Haus für Wohnzwecke, später als städtischer Kindergarten verwendet; im Keller befanden sich die Anlagen der örtlichen Gefriergemeinschaft. Seit 1989, nach Übersiedlung des Kindergartens in die neu errichteten Gebäude, befindet sich in dem Gebäude das Pinkafelder Stadtmuseum.
Schlachtenkreuz: Das Schlachtenkreuz aus dem 17. oder 18. Jahrhundert beim Lamplfeld soll an die Schlacht zwischen den Truppen Kaiser Friedrichs III. und dem ungarischen König Matthias Corvinus am Pinkafelder Lamplfeld im Jahre 1459 erinnern.
Schloss Batthyány: Schloss Batthyány war Mittelpunkt der Herrschaft Pinkafeld und ständiger Wohnsitz von Angehörigen der Familie Batthyány. Das Schloss wurde im 18. und 19. Jahrhundert umgebaut. Im denkmalgeschützten Schloss ist seit 1959 die Landesberufschule Pinkafeld untergebracht.
Stadtmuseum Pinkafeld: Seit 1989 befindet sich im ältesten Gebäude Pinkafelds, dem um 1600 errichteten so genannten Rindsmaullschen Gutshaus und ehemaligen Landgericht und Rathaus das Stadtmuseum.
Stadtmuseum: Die allgemeine Geschichte der Stadt, die Rechtsgeschichte (Blutgerichtsbarkeit) und die Geschichte des Pinkafelder Handwerks und Zunftwesens, sowie archäologische Funde aus dem Stadtgebiet, die bis in die Jungsteinzeit zurückreichen werden im Stadtmuseum gezeigt.
Tuchmachermuseum: Das Tuchmachermuseum zeigt Geräte und Werkzeuge des Tuchmachergewerbes.
Turba-Kaserne: 1933 fertiggestellt. 2005 wurde per Gesetz der Verkauf der Kaserne beschlossen. In der Turbakaserne war die Heeressport- und Nahkampfschule (HSNS) für Orientierungslauf ansässig.
Türkenkapelle: Die von der Bevölkerung im 18. Jahrhundert errichtete Türkenkapelle erinnert an die Türkenkriege.
Vinzenzkapelle: Die Kapelle Hl. Vinzenz an der Steinamangerstraße stammt aus dem Jahr 1832.

Text: tlw. Wikipedia
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