Ungarisch: Óbér, Kroatisch: Lovrenac

Olbendorf ist eine Gemeinde mit 1462 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) im Burgenland im Bezirk Güssing in Österreich. Durchflossen wird Olbendorf vom Dürrer Bach, vom Olbendorfer Bach, linker Zubringer zum Dürrer Baches, und vom Bach vom Guschtscharawald, rechter Zubringer zum Dürrer Baches.

Olbendorf liegt nordöstlich von Stegersbach an der Verbindungsstrasse Stegersbach - Olbendorf - Oberdorf - Unterwart - Oberwart, auf 7 Hügel in einem Tale gegen Süden gerichtet. Die Entfernung nach Stegersbach beträgt ca. 6 km, nach Oberwart ca. 12 km. Mit einem Flächenausmaß von 1.740 ha ist die Gemeinde Olbendorf eine der größten Streusiedlungen des Burgenlandes. Häuser sind fast auf das ganze Gemeindegebiet zerstreut. Den Chroniken nach ist das schon von jeher so gewesen. Mit einer überaus reizvollen Landschaft lädt es zum Erholen und Genießen ein. Man hat schöne Ausblicke bis auf die Riegersburg in der Steiermark.

Die Seehöhe der Gemeinde wird amtlich mit 285 m angegeben, was aber nur einen Mittelwert darstellt. Die höchste Stelle liegt im Schoada und erreicht ca. 400 m. Olbendorf besteht aus 9 Ortsteilen: Bergen, Dorf, Eisenberg, Greiner, Haxbach, Mittermühl, Schoada, Tulmen, Untermühl.

Das Dorflogo weist symbolisch auf die 9 Ortsteile sowie auf die Sage der versunkenen Glocke hin. Besuchern sowie Einheimischen bietet Olbendorf Freizeitaktivitäten verschiedenster Art. Durch den großen Waldanteil und die reizvolle Landschaft bietet sich die Gemeinde außerordentlich zum Wandern und Radfahren an.

Die Parkanlage Mittermühl mit Pavillon, Biotop und Kapelle sowie die Eisenberger Pilzling, das Bergler Kreuz, das Marterl im Schoada und das Greiner Kreuz stellen ebenso besuchenswerte Sehenswürdigkeiten dar.

Olbendorf und seine Geschichte ...
Im ungarischen Staatsarchiv wurde Olbendorf als "Castro Olber" (Schloss Olber) erstmalig 1272 urkundlich erwähnt. Dass hier einmal eine Burg oder ein befestigtes Schloss gewesen sein muss, geht aus der noch heute gebräuchlichen Bennennung des südöstlich der Kirche liegenden Hügels als "Schlossriegel" hervor.

1289 wurde die Burganlage von Herzog Albrecht II. erobert. Somit ergibt sich, dass Olbendorf vor 1289 und nach 1291 bis 1468 den Grafen von Güssing gehörte. 1469 schenkte König Matthias Vorvinus "Alber oder Alberdorff" mit verschiedenen anderen Gemeinden dem Adeligen Andreas Baumkirchner. Von 1538 bis 1566 finden wir "Albyr oder Holbendorf" im Besitz von Longinus von Pukhamar oder Puchhaim, des Burgherren von Schlaining. Von 1566 bis zum Ende der Grundherrschaft waren die Batthyány die Grundherren von Olbendorf. Infolge des Feldzuges von 1605 brannte der Großteil des Dorfes ab.

Auch die zweite Pestepidemie verschonte das Dorf nicht. Die Revolutionsjahre 1848/49 gingen auch an Olbendorf nicht spurlos vorüber. Der Zehent wurde abgeschafft und die Grundfreiheit verfügt.

Der Anschluss des Burgenlandes an Österreich im Jahr 1921 verlief für Olbendorf relativ ruhig. Grund dafür war sicher die Lage des Ortes, da es abseits aller Verkehrswege liegt.

Beide Weltkriege forderten große Opfer unter der Bevölkerung. Im April 1945 kamen erste russische Soldaten nach Olbendorf, viele Gebäude wurden zerstört bzw. schwer beschädigt. Nach dem Ende des Krieges begann der Wiederaufbau. Wichtige Strassen wurden asphaltiert, die Elektrifizierung wurde bis 1950 für das gesamte Gemeindegebiet angeschlossen. In allen Ortsteilen wurde die Wasserleitung ausgebaut bzw. teilweise neu errichtet.

Im Gegensatz zu vielen anderen burgenländischen Gemeinden wuchs die Einwohnerzahl in den letzten 30 Jahren ständig an. Der hohe Anteil an Zweitwohnsitzen ist durch die große Anzahl von Pendlern bedingt, die zum Großteil in Wien arbeiten, sich aber in ihrer Heimatgemeinde ein Wohnhaus errichten.

Das Straßennetz verfügt über mehr als 100 km befestigte Güterwege, davon rund 50 km asphaltierte Gemeindestrasse. In den letzten Jahren konnte das über 22 km lange Kanalnetz bis zur Kläranlage in Glasing bei Güssing fertig gestellt werden. Gemeinde- und Standesamt, Volksschule, Kindergarten, Postamt und Raiffeisenbank sowie ein ortsansässiger praktischer Arzt bilden eine gute Infrastruktur. 1993 wurde ein großes Bauvorhaben, die Mehrzweckhalle, verwirklicht. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Olbendorf errichtete die Gemeinde ein neues Feuerwehrhaus. Die Fertigstellung erfolgte 1997. Die Volksschule wurde ebenso saniert. Seit dem Frühjahr 2001 gibt es in Olbendorf die Möglichkeit, eine Wohnung der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft zu besitzen. Der Wirtschaftshof mit Abfallsammelstelle wurde 2002 eröffnet. Im Jahre 2003 wurde das neu renovierte Gemeindeamt inkl. Startwohnungen und Shops eröffnet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Ehem. röm.-kath. Schule (ObjektID: 28704), Dorf 40
Hausberg Schlossriegel (ObjektID: 28705), Forst, hier befand sich die ehemalige Burganlage aus der Zeit der Güssinger Grafen, die im Jahr 1289 geschleift wurde.
Kath. Pfarrkirche hl. Laurentius (ObjektID: 28702), erbaut vor 1767, als Pfarre geweiht im Jahr 1788. Hierbei handelt es sich um einen Saalbau. Vor den flach geschlossenen Chor gesetzte Westturmfassade. An der Ostseite befindet sich eine einfache Giebelfassade. Einschiffiges und dreijochiges Gebäude. Breite Platzlgewölbe zwischen Gurten auf vorspringenden Pilastern. Dreiachsige Ostempore über Platzlgewölben auf Pfeilern. Gedrückter Triumphbogen und zweijochiger, etwas eingezogener Chor mit Platzlgewölben. Der Hochaltar stammt aus dem Jahr 1770 und zeigt das Martyrium des hl. Laurentius.

Persönlichkeiten:
Karl Konrath (* 1941), Bürgermeister und Landtagsabgeordneter
Rainer Stranka (* 1997), Nachwuchsspieler des SV Olbendorf
Wolfgang Sodl (* 18. September 1963 in Olbendorf), Bürgermeister und bgld. Landtagsabgeordneter

Textteile: Wikipedia

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Olbendorf-Bergen, Schubertinsel:
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Olbendorf Eisenberg:
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Olbendorf-Mittermühl, Parkanlage:
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