Ungarisch: Magashegy

BURGAUBERG-NEUDAUBERG ist an den Ausläufern des oststeirischen Hügellandes gelegen. Die Landschaft besticht durch ihre Lieblichkeit und erinnert in ihrer Sanftheit an die Toskana, mit der sie auch auf Grund der hier zu findenden Lichtverhältnisse gerne verglichen wird. Im 18. Jahrhundert war Burgauberg-Neudauberg gemeinsam mit Stegersbach die größte Weinbaugemeinde des Burgenlandes.

Ursprünglich eine Weinbergsiedlung, deren Geschichte bis ins 15. Jahrhundert zurückgeht, ist Burgauberg-Neudauberg heute durch seine Streuobstwiesen bekannt. Man hat sich der alten Obstsorten erinnert und durch diese Neubelebung haben die hier ansässigen Menschen einen wesentlichen Beitrag zur Landschaftspflege übernommen.

Ortsteile von Neudauberg:
Bei der Zählung 2011 wurden in der Katastralgemeinde Neudauberg 586 Einwohner gezählt. Die Ortsteile lauten: Guldner, Eck, Lies, Limböcken, Mitterberg, Ringberg, Wampl und Wehr.

Zeittafel:
9 v Chr.: Pannonien wurde von den Römern erobert.
3. Jhdt. n. Chr.: Die Lafnitz war Verwaltungsgrenze zwischen den römischen Provinzen Norikum und Pannonien.
11. u. 12. Jhdt.: Unser Gebiet war hart umkämpftes Grenzland.
ab dem 12. Jhdt.: Endgültige Rodung und Besiedlung des Gebietes vom Westen her. Der Hügelzug von Burgauberg bis Wörterberg nahm dabei eine Sonderstellung ein. Hier erfolgte die Besiedlung nicht durch Gründung von Dörfern, sondern erst nach und nach durch Leute, die aus den im Tal gelegenen Orten Burgau, Neudau und Wörth "in die Wein-Berge" zogen.
16. u. 17. Jhdt.: Dieser Zeitabschnitt ist von der Türkennot und den nationalmagyarischen Aufständen gekennzeichnet.
1703 - 1715: Kuruzzeneinfälle (siehe Kuruzzen-Wanderweg)
1713: Die Pest wurde eingeschleppt.
1789: Graf Karl Batthyani gründet die erste Baumwollspinnerei der Monarchie und zwar in Burgau mit Zweitbetrieb in Neudau.
1795: Die Orte Burgauberg und Neudauberg wurden selbständig.
1881: Ungarisch wurde zur allgemeinen Unterrichts-, Protokoll- und Amtssprache erklärt.
1914 - 1918: Erster Weltkrieg
Burgauberg: 38 Gefallene
Neudauberg: 17 Gefallene, 10 Vermisste
1919/1921: Anschluss des Burgenlandes an Österreich.
Sommer 1921: Königlich-westungarische Aufständische tyrannisierten die österreichisch gesinnte Bevölkerung.
28./29.Aug. 1921: Die österreichische Gendarmerie besetzte das Burgenland. Die Freischärler hatten beim Haus Goger, Burgauberg 20, eine Straßensperre errichtet, es kam zu Kämpfen. Todesopfer: Ferdinand Schmidt.
12. März 1938: Österreich wird zur "Ostmark", die Gemeinden Burgauberg und Neudauberg werden dem Kreis Fürstenfeld angeschlossen.
1939 - 1945: Der zweite Weltkrieg
Burgauberg: 39 Gefallene, 15 Vermisste, 13 tote Zivilisten
Neudauberg: 31 Gefallene, 11 Vermisste, 3 tote Zivilisten
April 1945: Der zweite Weltkrieg endet mit 4-wöchigem Stellungskrieg an dieser Grenze. Anschließend ist die Lafnitz bis 1955 Grenze zwischen der sowjetischen und der englischen Besatzungszone.
1945: Das Burgenland wird wieder selbständig, die Gemeinden Burgauberg und Neudauberg werden wieder dem Bezirk Güssing zugeteilt.
1. Jänner 1971: Burgauberg und Neudauberg werden zur Gemeinde Burgauberg-Neudauberg zusammengefasst.
1981: Das Gemeindezentrum (Schule u. Kindergarten) wird eröffnet.
1985: Der Gemeinde wird ein Gemeindewappen verliehen.
1987: Die alte Volksschule in Neudauberg wird zum Mehrzweckgebäude.
1994/1995: Beginn der Arbeiten zur Errichtung der Kanalisation.
1.1.1995: Auflösung des Gemeindeverbandes Burgauberg-Neudauberg, Bocksdorf, Heugraben u. Rohr i. Bgld., Einrichtung eines eigenen Gemeindeamtes.
Juni – Okt. 1995: Ausstellung „Labonca-Lafnitz – Leben an einer der ältesten Grenzen Europas“.
2.7.1995: 200-Jahr-Feier der Gemeinde Burgauberg-Neudauberg.
10.9.1995: Einweihung des Gemeindeplatzes und des Tennis-Club-Hauses in Neudauberg.
1995/1996: Altstoffsammelzentrum wird gebaut und in Betrieb genommen.
1996/1997: Bau und Inbetriebnahme der Golfschaukel Südburgenland.
1997: Baubeginn für die Trinkwasser-Versorgungsanlage Thermenland.
1999: Eröffnung der Trinkwasser-Versorgungsanlage Thermenland.
1999: 1. BERGLER-KIRTAG - Angeboten werden auf diesem Kirtag nur Produkte aus der Region - Speisen und Getränke aus dem Bergler-Land, sowie Handwerk und Kunsthandwerk aus der Region. Neben Schmankerln aus der Bergler-Küche gibt es noch ein großes Kinderprogramm, eine Weinkost, sowie Uhudlerverkostung und eine Verlosung interessanter Preise. Für gute Stimmung sorgt der Musikverein Hackerberg-Neudauberg.
2001: Zubau einer Volksschulklasse und Sanierungsarbeiten im Gemeindezentrum. Gründung einer 2. Kindergartengruppe.
27.10.2001: Tag der offenen Tür mit Einweihung der neuen Volksschulklasse, sowie Ausstellung "80 Jahre Burgenland"
Dez. 2002: Bürgermeister Franz Glaser - der seit 1996 amtierende Klubobmann der ÖVP im Burgenländischen Landtag, zieht nach einer erfolgreichen Vorzugsstimmen-Kampagne über ein Grundmandat Burgenland-Süd in den Nationalrat ein.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Aussichtswarte in Burgauberg
Der Golfer von Josef Eder, Thermenstraße/Teichweg, Neudauberg
Ferstl-Kreuz, Halmheu, Burgauberg
Glaser-Kapelle, Grazer Straße, Burgauberg
Kreuz Faulend Hannes, Grazer Straße, Burgauberg
Kreuz und Bankerl, Ignaz Hirschmann, Neudauberg
Kunstgarten, Neudauberg
Obst- und Weinpresse am Ortsanfang von Neudauberg
Reith-Kreuz, Neudauberg
Skulptur "Der Kuruzze", Burgauberg
Skulptur "Zwischen den Fronten", Grazer Str., Neudauberg
Sonnenuhr, Grazer Straße, Burgauberg

Bildstöcke, Kapellen und Kreuze:

Bleier-Kapelle: Vor dem Haus von Josef Bleier, Burgauberg 26. Errichtet 1926/27 von Frau Schittl, deren Sohn mit Knieverletzungen aus dem 1. Weltkrieg heimkehrte und 1925 starb. Die Kapelle ist halbkreisförmig, der Eingang vergittert, im Inneren ein Holzkruzifix und eine Marienstatue aus Porzellan. Die Kapelle wird von der Familie Bleier instandgehalten.

Laschalt-Kreuz: Vor dem Haus von Ludwig Laschalt, Burgauberg 82. Wegkreuz aus Holz mit eisernem Corpus, Blechdach und verzierter Holzgiebel. Vom Feitl-Club 1985 restauriert. Anlass der Errichtung war ein Unglück mit einem Stier. Besitzer Ludwig Laschalt.

Kruiss-Kreuz: Auf dem Grund von Ernst Kruiss, Burgauberg 88. Wegkreuz aus Holz mit Corpus und einem Bild der "Schmerzhaften Mutter Gottes", sowie einem Blechdach. Laut Erzählungen soll an dieser Stelle ein Kind von einem Wolf getötet worden sein. 1980 vom Feitl-Club restauriert, vom Besitzer Ernst Kruiss instandgehalten.

Schmidt-Kapelle: Vor dem Gasthaus Schmidt. Gedächtniskapelle für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege. 1951 unter Bürgermeister Leo Graf errichtet. Innenmalerei von Adolf Loimböck aus Burgauberg, die Giebelmalerei wurde 1984 von Franz Salmhofer geschaffen. Im Inneren ein Holzkreuz mit Corpus.

Hammer-Bildstock: Vor dem Haus Neudauberg 31, Besitzer Johann Popofsits. Soll ca. 300 Jahre alt sein - mit 2 Nischen. An der Vorderseite der Corpus mit der Inschrift "Herr erbarme dich unser", auf der Rückseite ist die Muttergottes mit Jesukind zu sehen. Anlass der Errichtung ist nicht bekannt. Von Franz Salmhofer restauriert.

Feigl-Bildstock: Vor dem Haus von Ferdinand Feigl (heutiges Gemeindehaus) von Theresia Feigl, Neudauberg 41, gestiftet bevor sie ca. um 1900 ihre Heimat verließ und nach Jerusalem ins Kloster ging. Bildstock mit Corpus. Von Franz Salmhofer restauriert.

Wanderwege: Der Wanderweg Golf | Geschichte | Weg verbindet die beiden Ortschaften Burgauberg und Neudauberg.

Gewässer: Südlich des Ortsteils Halmheu in Burgauberg-Neudauberg entspringt der Rohrer Bach. Ab Rohr im Burgenland trägt er den Namen Zickenbach.

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