Ungarisch: Városhodász, Kroatisch: Novi Hodas / Nimški Hodas

Markt Neuhodis ist eine Marktgemeinde mit 641 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) im Burgenland im Bezirk Oberwart in Österreich und liegt eingebettet in den bewaldeten und schluchtenreichen Ausläufern des Günsergebirges. Ortsteile der Marktgemeinde sind Althodis und Markt Neuhodis.

Gepflegte und markierte Wege führen über den Ortsteil Althodis bis zum ORF-Sender Hirschenstein.

Am Südhang der Ausläufer des Günsergebirges wird auch Weinbau betrieben. Das gute Tröpferl Wein wird während des ganzen Jahres in den eigenen Buschenschankbetrieben den Gästen serviert. Eine sehr schöne Einrichtung unserer Gemeinde ist der Fischteich, wo Petrijünger nach Herzenslust ihrem Sport nachgehen können.

Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Uj-Hodász (Városhodász), der kroatische Ortsname Novi Hodas. Im Ort gibt es eine große Anzahl an Angehörigen der burgenlandkroatischen Minderheit.

Geschichte: Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Uj-Hodász verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland. Marktgemeinde ist Markt Neuhodis seit 1973 (durch VO 5 erfolgte Weiterverleihung)

Pilzlehrpfad: Im Ortsteil Althodis wurde ein Pilzlehrpfad errichtet. Dieser Themenweg ist in der natürlichen Umgebung der vorkommenden Pilzarten des Geschriebensteines angelegt und hat eine Länge von ca. 4 km. Die Pilze werden auf 18 Tafeln beschrieben bzw. in ca. 300 Pilzarten den Besuchern des Themenweges präsentiert. Dieser Lehrpfad ist einzigartig in Mitteleuropa. Die Pilzarten sind von April bis November ausgestellt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Schloss, Neues Kastell (ObjektID: 8257), Markt Neuhodis 1, der zweigeschoßige Bau am östlichen Ortsrand stammt aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts und wurde nach 1879 umgebaut. Im Park stehen moderne Plastiken von Rudolf Kedl, in dessen Besitz das Schloss war.
Evangelisches Schul- und Bethaus (ObjektID: 8256), Markt Neuhodis 155
Florianikapelle (ObjektID: 8260), Markt Neuhodis 239, die Kapelle am östlichen Ortsausgang stammt aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Kath. Filialkirche hl. Johannes der Täufer (ObjektID: 8254), die römisch-katholische Pfarrkirche Markt Neuhodis steht auf einem Hügel über der Gemeinde Markt Neuhodis im Bezirk Oberwart im Burgenland. Sie ist dem heiligen Johannes der Täufer geweiht und gehört zum Dekanat Rechnitz in der Diözese Eisenstadt. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz.
Skulpturenpark: Kurz vor Markt Neuhodis befindet sich der einzigartige Skulpturenpark mit Plastiken der Bildhauer Rudolf und Talos Kedl sowie eine Geschichte von Oskar Wilde an einer Hörstation.

Persönlichkeiten:
Joseph Koller (*2. Feber 1801 in Althodis - † 7. Juli 1827 mit dem Strange hingerichtet in Pinkafeld): Koller schloss sich 1822 der berüchtigten Räuberbande Stradafüßler unter ihrem Anführer Nikolaus Schmidhofer, genannt Holzknechtseppl, an und wurde unter den Räubernamen Geheimrat oder Naßl oder Kollerl zu einer lokalen Berühmtheit in der damaligen Grenzregion Steiermark, Niederösterreich und dem Burgenland. Er floh zusammen mit seinen Kumpanen in der Nacht vom 30. auf den 31. Mai 1827 aus einem provisorischen Gefängnis in Pinkafeld und erschoss dabei den Korporal der Wachmannschaft.[2] Nachdem Koller und seine Mittäter wieder eingefangen worden waren, wurde er als Deserteur von einem Militärgericht in Güns zum Tode durch den Strang verurteilt. Ihm wurden neben dem Mord beim Ausbruch noch ein weiterer Mord an einem Juden zwischen Ödenburg und Klingenbach sowie viermalige Desertion, 8 Diebstähle und 2 Raube mit einem Gesamtschaden von 901 Gulden zur Last gelegt. Seine Hinrichtung erfolgte am 7. Juli 1827 zusammen mit der von zwei weiteren Unterführern der Bande auf dem Gerichtsberg in Pinkafeld.
Rudolf Kedl (1928 Stadt Schlaining - 1991 Markt Neuhodis), österreichischer Bildhauer.

Anreise Auto: Autobahn A2 - Abfahrt Markt Allhau - Oberwart - Bundesstraße 63 bis Dürnbach - Landesstraße 375 nach Markt Neuhodis.

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