Kleiner Ortsteil auf dem Weg von Güssing Richtung Heiligenkreuz, bestehend aus Unterlangzeil und Oberlangzeil, umgeben von wunderschönen Bergen und Tälern. Vor vielen Jahren befand sich hier eine Sesselliftanlage. Langzeil wird vom Dragenbach (neben der B57) durchflossen. Inmitten der Ortschaft befindet sich die Kapelle hl. Franz Xaver und ein Wegkreuz der Familie Szalachy aus dem Jahre 1992.

In der Nähe des ehemaligen Gasthofes (Bieber) befinden sich einige Pferde. Ein Vereinshaus befindet sich ebenfalls in diesem kleinen Ortsteil.

Sehenswürdigkeiten:
Kapelle hl. Franz Xaver, (ObjektID: 28770), Unterlangzeil, Langzeil 32, An der Mauer der Franziskanerkirche. Steinstatue auf Sockel, Inschrift mit Chronogramm 1846.

Die Bergkapelle in Langzeil (Text aus dem Aushang vor der Kapelle):
In der Visitatio Canonica von 1697 ist der Ortsteil als "Filial Lanczár" erwähnt. Im Ort stand nur ein Glockenturm. 1757 wird schon eine Kapelle "auf einer Anhöhe von Langczeill" genannt. Sie war aus Stein gebaut, mit Ziegeln gedeckt und beinhaltete auch einen Altar mit dem Bild der Heiligen Franz Xaver und Donat, zu deren Ehre die Kapelle gestiftet worden war. Der hl. Franz Xaver ("Konquistador der Seelen") - 1662 heiliggesprochen) gilt als der Bahnbrecher der neuzeitlichen Weltmission. - Der hl. Donatus wird als Schutzheiliger gegen Feuer und Ungewitter verehrt. (Lat. donatus = der "von Gott" Geschenkte.) Durch den Visitationsbericht aus dem Jahre 1803 erfahren wir, dass das Bergkirchlein in Langzeil Emerich I. Graf Batthyány im Jahre 1732 erbauen ließ. Die Länge des Heiligtums betrug 3 1/2, die Breite 2 1/2 Klafter. Es hatte einen Turm, in dem eine Glocke von 75 Pfund hing, den hl. Xaverius und Donatus geweiht. Am 1. Mai wurde in der Kapelle eine Messe gefeiert, und es wurden die Felder und Weingärten geweiht. In der Kirchenvisitation von 1812 wird Langczeil nicht mehr als Filiale angeführt; der Ort gehörte offensichtlich der Pfarre St. Jakob an. Im April 1954 fand die Weihe einer neuen Glocke im Gewicht von 160 kg, mit der Aufschrift "Gewidmet im Marianischen Jahr 1954" statt. Im Jahr 1974/75 fand unter dem Patronsherrn Dr. Karl Graf Draskovich mit Unterstützung und Förderung von Bund, Land, Diözese und Pfarre Güssing eine Sanierung und Restaurierung statt. Die Weihe fand am 2. November 1975 durch Pater Anton Bruck statt. Wie bekannt erbte Gräfin-Witwe Elisabeth von Draskovich geb. Gräfin von Batthyány-Strattmann, die Urgroßmutter des jetzigen Patronatsherrn die Kapelle.
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