Ungarisch: Kolom, Kroatisch: Kulma

Kulm im Burgenland mit 379 Einwohner (Stand: 1. Jänner 2017) ist ein Ortsteil der Gemeinde Eberau. Der ungarische Name lautet Kólom und der kroatische Kulma. Der Ort liegt auf einer Seehöhe von 215 Meter und wird vom Rodlingbach durchflossen, welcher dann in die Pinka mündet.

Kulm liegt als längsförmiges Schmalangerdorf an der Pinkataler Weinstraße. Am Anger befinden sich traufständige Streckhöfe aus dem 19. Jahrhundert, die zum Teil bereits stark verändert wurden. Ein ehemaliges Paulinerkloster, von 1460 bis 1482 erbaut, existiert nicht mehr. Das Kellerviertel Prostrum - Szent Peterfá mit Weinkellern liegt auf ungarischen Staatsgebiet und ist verfallen.

Geschichte: Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch- Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Kolom verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Amerikanerkreuz, das Amerikanerkreuz befindet sich in Kulm und wurde 1904 mit Spendengeldern von nach Amerika ausgewanderten Ortsbewohnern errichtet.
Antoni-Säule: Der Pfeiler befindet sich am nördlichen Ortsende von Kulm und ist aus dem Jahre 1725. Der Antonipfeiler ist seit 2015 unter der ObjektID: 28551 denkmalgeschützt.
Filialkapelle Heilige-Dreifaltigkeit: Die Kapelle mit Glockenturm wurde 1821 errichtet und ist unter der ObjektID: 28548 denkmalgeschützt.
Friedhofskreuz + 3 Grabdenkmäler: Die Objekte befinden sich beim bzw. am Friedhof und sind unter ObjektID: 28554 denkmalgeschützt.
 
Radweg: Durch die Ortschaft führt der Radweg B 61 - Wildparkradweg.

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