Ungarisch: Királyfalva

Königsdorf ist eine Gemeinde mit 720 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) im südlichen Burgenland im Bezirk Jennersdorf in Österreich. Das typisch burgenländische Angerdorf liegt ca. 10 km südöstlich von Fürstenfeld und ca. 5 km von der Therme Loipersdorf, in der weiten Ebene des unteren Lafnitztales, wo die Ausläufer der Alpen in die Ungarische Tiefebene übergehen. Das Klima am Ostrand der Alpen ist sommerwarm und trocken. Der Ort breitet sich in einer abwechslungsreichen Landschaft mit Wiesen, Feldern, bewaldeten Hügeln aus und bietet Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten für alle Altersgruppen.
Wanderer, Radfahrer, Reiter, Fischer und Tennisspieler kommen hier auf ihre Kosten. Badefreuden genießen sie in den nahe gelegenen Schotterteichen.
Für Golffreunde gibt es einen 18-Loch-Golfplatz, der direkt an die Gemeinde angrenzt. Charakteristisch für das Ortsbild sind die zahlreichen Drei- und Vierseithöfen auf beiden Seiten des Angers, die fast vollständig erhalten sind.
Gutbürgerliche Gastronomiebetriebe laden zum Verweilen ein. Eine Besonderheit des Ortes ist die erste südburgenländische Gasthausbrauerei.
Der Weinliebhaber findet im Buschenschank Erholung und in den Königsdorfer-Bergen kann der "Uhudler" verkostet werden.
In den Lafnitzauen kann man die verschiedensten Tier- und Pflanzenarten beobachten.

Geschichte: Hügelgräber im Kögelwald und durch Grabungen in den Jahren 1922/25 entdeckte Fundgegenstände (Urnen, Töpfe, Fingerringe und eine 12 cm große Jupiterstatuette) lassen auf eine frühe Besiedelung dieser Gegend schließen.

Der Stiftungsbrief für die Güssinger Benediktiner aus dem Jahre 1157 bezeichnet die Bewohner des Lafnitztales als "Theotonici" (Deutsche), und eine Urkunde König Andreas III. vom Jahre 1291 nennt das Grenzgebiet bei Steiermark "terra hospitum", das heißt "das Land der Gäste". Diese „Gäste“ waren Deutsche. Königsdorf stand unter der Macht der Güssinger Grafen und war 1327 ein königliches Gut. In der Verleihungsurkunde des Königs Sigismund für Peter Cheh de Leva, mit der demselben die Güssinger Provinz im Jahre 1428 übergeben wurde, wird auch der Ortsname Königsdorf (Kyralfalwa) erstmals 1428 erwähnt. Ob es sich um einen königlichen Besitz oder um eine königliche Gründung handelt, ist nicht erforscht. In der katholischen Pfarrmatrik ist verzeichnet, dass der Name von einer Kapelle stammt, die zu Ehren des Königs Stephan erbaut wurde.

Freiherr Franz von Batthyány (1590–1625) stand im Boczkaykrieg auf Seite der Österreicher. Daher verwüsteten die aus Haiducken bestehenden Truppen Boczkays im Jahre 1605 seine Domänen, darunter auch Königsdorf. Zur Zeit der Kuruzzenkriege wurde Königsdorf im August 1704 von den wegen der ungarischen Einfälle erbitterten Steirern, wie viele andere Ortschaften der Batthyány, zerstört.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Királyfalva verwendet werden. Vom 31. August bis 1. November 1921 war Königsdorf von ungarischen Freischärlern besetzt, die in Auseinandersetzungen mit den in Gillersdorf einquartierten österreichischen Gendarmen verstrickt waren. Vom 13. bis 30. November 1921 nahmen diese die Gegend in Besitz und Königsdorf gehörte endgültig zu Österreich.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Mühlen: Das Lafnitztal beginnt in Rohrbrunn und und findet sein Ende in Heiligenkreuz. Entlang der Lafnitz kann man fast in jeder Ortschaft eine Mühle finden. Die meisten dieser Mühlen sind nicht mehr in Betrieb und wurden zu Wohnhäuser umgebaut:
Rudersdorf - "Fritz-Mühle"
Dobersdorf - "Bagdie-Mühle"
Königsdorf - "Rauscher-Mühle"
Eltendorf - "Buchmann-Mühle"
Heiligenkreuz - "Wollinger-Mühle"

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Evangelisches Schul- und Bethaus (ObjektID: 11496), seit 15. Oktober 2002, das Evangelische Schul- und Bethaus stammt aus dem 19. Jahrhundert. Der hohe Turm und die Giebelvorhalle wurden 1925 hinzugefügt.
Kath. Pfarrkirche hl. Stephan (ObjektID: 11495), seit 15. Oktober 2002, die römisch-katholische Pfarrkirche Königsdorf am nördlichen Ortsrand der Gemeinde Königsdorf ist dem hl. Stephan von Ungarn geweiht und gehört zum Dekanat Jennersdorf. Die Pfarre Königsdorf besteht seit 1719. Die heutige Kirche wurde in den Jahren 1757 bis 1759 errichtet, zuvor befand sich an dieser Stelle eine Holzkirche. Graf Batthyany stiftete den Baugrund für Kirche und Friedhof. Die Inneneinrichtung wurde erst im Laufe der Jahre geschaffen.
Hügelgräberfeld Kögelwald (ObjektID: 9609), Oberer Mühlanger

Schule: 1860 wurde unter dem Lehrer Franz Scherzer, der 60 Jahre in Königsdorf wirkte, das katholische Schulhaus gebaut. 1870 wurde eine zweite Klasse errichtet. Auch die katholischen Kinder aus Eltendorf besuchten die Volksschule in Königsdorf. Die evangelischen Kinder von Königsdorf gingen in Eltendorf in die Volksschule. 1867 wurde der erste evangelische Lehrer (Josef Mattes, ein gebürtiger Königsdorfer) gewählt. Er unterrichtete die Kinder im Haus Nr. 72. In den Jahren 1869/70 wurde das evangelische Schulhaus gebaut. 1943 wurde vom evangelischen Pfarrer Augustin das Haus Nr. 142 in den Bergen von der Gemeinde angekauft. Das Haus wurde abgetragen. An seine Stelle sollte für die Bergler Kinder ein Schulhaus erbaut werden. Die Pläne dafür waren schon vorhanden. Da aber die erforderliche Kinderanzahl für fünf folgende Jahre nicht vorhanden war, wurde der Schulneubau nicht verwirklicht.

Persönlichkeiten:
Matthias Duld (1864–1940), Landwirt und Politiker, von 1918 bis 1921 Bürgermeister von Königsdorf
Josef Trinkl (1895–1970), Politiker, von 1945 bis 1951 Bürgermeister von Königsdorf

Gewässer: Königsdorf wird vom Limbach und dem Rauschermühlgraben durchflossen. Die Rittschein mündet in Königsdorf als rechter Zufluss in die Lafnitz.

Text: Wikipedia

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Königsdorf - Bergen:

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