Ungarisch: Hovárdos, Kroatisch: Vardeš

Harmisch ist ein Ort im Bezirk Oberwart im Südburgenland und gehört gemeinsam mit Kirchfidisch zur Marktgemeinde Kohfidisch. Um das Jahr 1680 von kroatischen Siedlern gegründet, wird der Ort erstmals 1898 als "Horvados" genannt, 1773 findet man die Schreibweise “Hovandos”, “Harminsz” und schließlich 1786 "Owardosch", "Harmisch". Der kleine Ortsteil ist fast zur Gänze von den Erdödyschen Wäldern umschlossen, nur der schmale Talabschnitt des Rodlingbaches bildet eine Öffnung nach Osten.

Die Bewohner waren im Jahr 1934 noch zu zwei Dritteln kroatischer Muttersprache, nach Kriegsende hat sich die gesamte Bevölkerung zur deutschen Sprache bekannt.

Geschichte: Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Hovárdos verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

1971 wurden die Gemeinden Badersdorf, Harmisch und Kirchfidisch mit Kohfidisch zusammengelegt. 1993 wurde Badersdorf wieder selbstständig. Marktgemeinde ist Kohfidisch seit 1993 (durch VO 81, 7/1982).

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Kath. Filialkirche hl. Sebastian (ObjektID: 8192), neben Harmisch 40, die kleine Filialkirche mit halbrunder Apsis wurde 1822 erbaut und erhielt 1831 ihren vorgestellten Südturm. Der Altar stammt aus der Bauzeit.

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