Ungarisch: Gyöngyösfő

Günseck (ungarisch Gyöngyösfő) ist ein Ortsteil von Unterkohlstätten im Bezirk Oberwart im Burgenland. Bis 1971 war Günseck eine eigene Gemeinde. Der Ort liegt an der Burgenland Straße (B50). Die Grenze zu Ungarn verläuft 10 km entfernt östlich.Der ungarische Ortsname ist Gyöngyösfő. Nahe Günseck mündet der Grusaubach in die Güns.

Günsecker Rechenmacher: Die Günsecker Rechenmacher sind Leute, die früher aus einfachen Holzstangen Rechen hergestellt haben und am Markt verkauft haben. Es gibt nur noch zwei Leute, die dieses Handwerk im Ort beherrschen. In der Umgangssprache werden sie auch 'Stangelrauwa' genannt.

Dorfwirtshaus: Sehenswürdig ist die alte Dorfschule, die zu einem Wirtshaus (D'Schul) umgebaut wurde. Im großen Saal werden diverse Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern, Bälle oder Vorträge abgehalten.

Fuhrleute: Günseck hat eine geringe Fläche, weil die Günsecker historisch vom Verkauf von Kohle und Glas in andere Dörfer ihren Lebensunterhalt erwirtschafteten und daher wenig Felder benötigten.

ORF-Bericht vom 23.08.2006: Günseck hat ein ungewöhnliches "Ersatzgasthaus". Die Durststrecke für die Bewohner von Günseck (Bezirk Oberwart) hat ein einfallsreiches Ende. Nachdem der letzte Wirt des Ortes zugesperrt hatte, eröffnete nun ein Verein im Ort ein "Ersatzgasthaus" - mit Glockenturm.

Die Tragödie begann Ende Juli. Jahrhunderte lang war das Dorfgasthaus Mittelpunkt des Dorflebens. Doch mit dem Gasthaussterben haben viele Orte bereits ihr wichtigstes Kommunikationszentrum verloren. Auch in Günseck hat der letzte Wirt zugesperrt.

Ende Juli schloss das Gasthaus seine Pforten. Für das 200-Seelen-Dorf sei das nahezu einer Tragödie gleichgekommen, erzählte der Bürgermeister Franz Klein.

In der ehemaligen Volksschule
Es wurde eine Lösung gefunden: Auf Initiative der örtlichen Vereine wurde nun ein Ersatzgasthaus aufgesperrt. Die ehemalige Volksschule wurde in ein Wirtshaus umfunktioniert. Mit Glockenturm. Das Wirtshaus ist nun ein besonderes, hat es doch einen Glockenturm und eine Glöcknerin - und ist damit wohl einmalig im Burgenland.

Ihnen sei aber vor allem wichtig, dass sie nun wieder ein Wirtshaus haben, sagen die Günsecker. Für Alt und Jung sei es wichtig, einen Platz zu haben, um zusammenkommen zu können. Auch der Sparverein habe nun wieder einen "Platz".

Verein führt Gaststätte: Geführt wird das ungewöhnliche Dorfgasthaus künftig von einem Trägerverein, dem die Obleute der örtlichen Vereine angehören.

Die Gaststätte werde alle behördlichen Auflagen erfüllen, es werde auch eine Geschäftsführerin geben, sagte der Bürgermeister

Mit kirchlicher Zustimmung: Ohne Zustimmung der evangelischen Kirche, der die alte Dorfschule gehört, wäre die Einrichtung des Wirtshauses nicht möglich gewesen.

Der Pfarrer ist darüber gar nicht so unglücklich: "Es wäre schwierig gewesen, die Volksschule weiter zu nützen, deswegen war die Idee sehr gut", sagte Pfarrer Gottfried Wurm.

Vorerst nur freitags und sonntags: Das Günsecker Dorfgasthaus hat vorerst nur am Freitagnachmittag und am Sonntag geöffnet. Bei Bedarf könnten die Öffnungszeiten jederzeit ausgeweitet werden, hieß es.

Radwege: Durch die Ortschaft führt der B 58 - Kohlstattradweg (siehe auch www.best-of-burgenland.com mit einer Beschreibung aller Radwege des Burgenlandes).

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