Ungarisch: Nagymedves, [Landkarte des Eisenburger Komitates 1792: N. (Nagy) Medves], Kroatisch: Velika Medveš (Veliki Medveš)

Großmürbisch ist eine Gemeinde im Bezirk Güssing im Burgenland in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Nagymedves, der kroatische Ortsname ist Veliki Medveš (Velika Medveš). Der Ort liegt auf einer Seehöhe von 293 Meter.

Der ungarische Name von Großmürbisch, Alsomedves, stammt von "fluvius Medus", dem Reinersdorfer Bach, der im Jahre 1457 in der Schenkungsurkunde des Gründers von Güssing erwähnt wird. Die Gemeinde ist ein Reihendorf und erstreckt sich weit verstreut über vier Hügelkämme. Der Gast genießt von hier aus eine herrliche Fernsicht bis nach Ungarn hinein. Wander- und Radwanderwege sorgen für einen erholsamen Aufenthalt.

Gemütliche Gasthäuser empfehlen sich unseren Gästen und sorgen für Unterhaltung und leibliches Wohl. Ein Stück Landschaft, wo die Begegnung mit der Natur noch möglich ist, sowie eine gastfreundliche Bevölkerung sind optimale Rahmenbedingungen für einen ruhigen und angenehmen Aufenthalt in dieser Gemeinde.

Großmürbisch wurde das 1. Mal im Jahre 1336 erwähnt. 1966 wurde das neue Schulgebäude eingeweiht. Im Jahre 1970 wurde Gemeinde Großmürbisch aufgelöst und kam als Ortsteil zur Gemeinde Neustift bei Güssing. Seit 1991 ist die Gemeinde Großmürbisch wieder eine selbstständige Gemeinde.

Vor einigen Jahren entdeckte Josef DERKITS, Hausnummer 32 einige prähistorische Gegenstände.

1698 gehörte Großmürbisch der Pfarre von St. Nikolaus an.

1779 wurden die Glocken von Franz SCHWARZ geläutet, der auch Lehrer war.

1899 wurde die alte Kirche abgerissen, da sie zu klein geworden war. Vorstand des Pfarrgemeinderates war Johann GRÖLLER (Nr. 117). Franz KLUCSARITS (Nr. 81) organisierte eine Spendenaktion bei den Amerika-Auswanderern für die Errichtung der neuen Kirche.

Der erste erwähnte Friedhof befand sich im Garten des jetzigen Hauses Nr. 1; wo der Maurer Johann GRÖLLER 1913 Hausnr. 117) eine kleine Kapelle errichtete.

2001 wurde die Dorfstraße komplett erneuert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Kath. Pfarrkirche hl. König Stephan (ObjektID: 28556), erbaut im Jahre 1900. Ölbild, ehem. Hochaltarbild des hl. König Stephan in geschnitztem Rahmen, um 1800, heute unter der Westempore.
Marienkapelle im unteren Ort
Dreifaltigkeitskapelle im Garten des Hauses 1, erbaut im Jahre 1913.
Wegkapelle, Kriegerdenkmal (ObjektID: 28562), Großmürbisch 120

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